Die Videos sind alle genial
Mitlerweile hab ich die Platten oft genug gehört um mir eine Rangfolge zu erstellen (die ersten 3 Platten kenne ich noch nicht):
1 - Stadium Arcadium (2006):
Für mich die absolute Nummer 1 unter den Peppers-Alben. Jeder der 28 Songs ist absolut eigenständig und etwas besonderes. Ein Album, dass trotz sovieler Tracks und über 2 Stunden Spielzeit nicht langweilig wird muss man erstmal bewerkstelligen. Des Weiteren ist das Album für mich der perfekte Mix aus funkigen Songs, die an die Frühwerke der Band errinern ("Charlie", "Hump de Bump", "Storm in a Teacup") und dem moderneren, etwas ruhigerem Stil der Peppers ("Snow ((Hey Oh))", "Slow Cheetah"). Diese Aussage soll allerdings nicht bedeuten, dass die Peppers nur eine Zusammenstellung ihrer bisher gespielten Stile vorlegen, da man mit Songs wie "Torture Me", "Hard to Concentrate" oder "Death of a Martian" auch mal was neues ausbrobiert. Ein weiterer großartiger Punkt auf diesem Album das Gitarrenspiel von John Frusciante.
Anspieltipps Jupiter (CD1): Dani California, Snow ((Hey Oh)), Slow Cheetah, Torture Me
Anspieltipps Mars (CD2): Tell me Baby, Readymade, Make you feel better, Storm in a Teacup
(10/10)
2 - Californication (1999):
Zu Californication kann man vom Stilmix her Ähnliches sagen wie zu Stadium Arcadium. Wobei hier noch ein paar mehr Rap-Rock Elemente ("Around the World", "Get on Top") vorhanden sind, was mir persönlich sehr zusagt. Das einzige was die Platte noch um einen halben Punkt schwächer macht als Stadium Arcadium ist, dass Songs wie "Porcelain" oder "I like dirt" meiner Ansicht nach nicht ganz mit dem großartigen Rest mithalten können. Ansonsten trotzdem eine absolut geniale Platte mit fast ausschließlich großartigen Songs. Über das großartige Gitarrenspiel muss man auch hier nicht viele Worte verlieren.
Anspieltipps: Otherside, Get on Top, Californication, This Velvet Glove
(9,5/10)
3 - Blood Sugar Sex Magik (1991):
Diese Platte bietet vor allem eins: Eine Funkschlacht von Anfang bis Ende (abgesehen von drei Balladen). Jeder Song ist sowas von abgefuckt und groovt einfach nur wie die Hölle. Auch die Balladen "Breaking the Girl", "I could have lied" und vor allem "Under the Bridge" machen auf dem Album eine sehr gute Figur. Dieses Album ist zurecht ein Meilenstein in seinem Genre und auf jeden Fall das beste unter den mir bekannten älteren Werken der Band.
Anspieltipps: The Power of Equality, Give it away, Blood Sugar Sex Magik, Under the Bridge
(9/10)
4 - One Hot Minute (1995):
Das wohl härteste Album der Peppers gefällt mir als Metalfan natürlich sehr gut. Navarro macht sich als Gitarrist gar nicht so schlecht und die von vielen kritisierte Härte der Band auf diesem Album finde ich gar nicht mal so unpassend. Und Funk gibt es meiner Meinung nach auf jeden Fall noch genug. Klar ist es nicht das gleiche, wenn John Frusciante nicht dabei ist, trotzdem ist dieses Album immernoch eines der stärksten der Peppers.
Anspieltipps: Warped, Deep Kick, Coffee Shop, One Hot Minute
(9/10)
5 - I'm with you (2011):
Dieses Album gefiel mir nach dem ersten Durchlauf überhaupt nicht. Wo war der typische Peppers-Sound? Aber eigentlich gibt es den gar nicht. Mit Songs wie "Monarchy of Roses" oder "Even you Brutus?" wagt die Band mal etwas ganz neues, was mir dann nach mehrmaligem Hören deutlich zusagt. Und mit "The Adventures of Rain Dance Maggie" oder "Factory of Faith" werden auch Liebhaber der Peppers des 21. Jahrhunderts nicht enttäuscht. Der Funk-Anteil ist auf eine andere Art vertreten als auf den vorigen Alben, aber er ist da und das reicht. Das Album ist klasse, ein bisschen mehr Gitarrenarbeit wäre schön gewesen, aber wahrscheinlich traut man sich nicht einfach so zu versuchen, John Frusciante zu ersetzen. Im Endeffekt aber immer noch ein richtig gutes Album!
Anspieltipps: Monarchy of Roses, Ethiopia, The Adventures of Rain Dance Maggie, Even you Brutus?
(8,5/10)
6 - Mother's Milk (1989):
Auch ein wirklich gutes Album und überhaupt nicht mit den späteren Werken zu vergleichen. Dieses Album ist sehr rockig und Old-Schoolig, weist aber auch Metal- (Nobody Weird liked me), sowie Punk-Elemente (Punk Rock Classic) vor. Die funkigen-Songs (Good Time Boys; Subway to Venus) gefallen mir auch und auch mit den Coversongs (Higher Ground bzw. Fire) hatte man ein glückliches Händchen. Mit "Knock Me Down" gab es sogar schon etwas softere Songs. Nicht perfekt, aber wirklich gut.
Anspieltipps: Good Time Boys, Subway to Venus, Nobody Weird liked me, Knock me Down
(8/10)
7 - By the Way (2002):
Unter den mir bekannten Peppers-Alben der für mich schwierigste Fall. Zwar gibt es mit dem Titeltrack, "Universally Speaking" oder "Can't Stop" absolute Meilensteine, dennoch ist das Album auf Dauer um einiges zu soft für meinen Geschmack. Zwar sind Balladen wie "Dosed" oder "The Zephyr Song" auch sehr gut gelungen, es wäre aber besser gewesen, wenn man es dabei belassen hätte. Der Funk-Anteil ist nur noch in 2, maximal 3 Songs enthalten und es fehlt einfach etwas. Dennoch ist das, was auf diesem Album gemacht wird, immernoch so gut wie möglich umgesetzt. So gut wie möglich, mehr aber eben nicht. Die 7 Punkte gibt es, weil kein Song unterirdisch ist und man schon 5 bis 6 großartige Songs vorweist.
Anspieltipps: By the Way, Universally Speaking, The Zephyr Song, Can't Stop
(7/10)