Red Hot Chili Peppers

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BUSHFIRE
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Re: Red Hot Chili Peppers

#16

Beitrag von BUSHFIRE »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:@BUSHFIRE: Am kaputtesten war zu der Zeit aber Herr Frusciante, der gar nicht in der Band war.

Hier mal ein "Interview" mit ihm aus dem Jahr 1994. Schaut in euch mal an und hört beispielsweise mal das Lied, dass er so ab fünf Minuten spielt.

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jetzt ist er ja wieder fit, die solo platten sind auch sehr fein

da war ich:

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Marc
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Re: Red Hot Chili Peppers

#17

Beitrag von Marc »

Hatte Herr Frusciante nicht seinerzeit auch ein Angebot bei Guns n Roses einzusteigen, und hat sich dann doch (sinnigerweise) für die Peppers entschieden?
Aranha
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Re: Red Hot Chili Peppers

#18

Beitrag von Aranha »

Ich weiß nur von einem Angebot für Dave Navarro ;) Zuerst nach Izzy Stradlin's Ausstieg und dann erneut nach Slash's. Gab bei letzterem sogar Treffen mit Axl, schade eig, Dave wäre vielleicht cooler als GN'R's jetzige Gitarristen ;-)

Ob Frusciante evtl. auch eins bekommen hat, weiß ich nicht. Ich liebe seinen Stil, aber er und Guns N' Roses hätte nicht gepasst.
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Marc
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Re: Red Hot Chili Peppers

#19

Beitrag von Marc »

stimmt, Navarro wars. Bin da nicht mehr so in der Materie :think:
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Quebec-weekend-warrior89
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Re: Red Hot Chili Peppers

#20

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Ich mache mal mit den interessanten Videos weiter ;-)

Warped (1995) - Vermutlich das provokanteste und bizarrste Video überhaupt - Warner Brothers befürchteten Imageschäden und wollten das eigentlich gar nicht erst veröffentlichen, aber die Red Hot Chili Peppers setzten sich durch!

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Otherside (1999) - Für mich eines der künstlerich anspruchsvollsten Videos der Band, absolut sehenswert!

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By The Way (2002) - Eines der energischsten Videos der Band überhaupt, es könnte auch prima aus einem Hollywoodfilm sein. Dieses Video brachte mich entgültig zur Band, als ich es einst bei MTV sah.

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Fortune Faded (2003) - Eine nette Single vom Best Of mit einem ganz netten Video:

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Dani California (2006) - Eine schöne Hommage an gut fünfzig jahre Rockgeschichte, wo man viele Bands erkennen kann:

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Look Around (2012) - Auch hier sind ein paar wirklich schöne Ideen dabei und das Video repräsentiert wunderbar die Band anno 2012: seriöser und vielseitiger, aber immer noch genauso abgedreht wie einst:

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Re: Red Hot Chili Peppers

#21

Beitrag von Aranha »

Die Videos sind alle genial :-)

Mitlerweile hab ich die Platten oft genug gehört um mir eine Rangfolge zu erstellen (die ersten 3 Platten kenne ich noch nicht):

1 - Stadium Arcadium (2006):

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Für mich die absolute Nummer 1 unter den Peppers-Alben. Jeder der 28 Songs ist absolut eigenständig und etwas besonderes. Ein Album, dass trotz sovieler Tracks und über 2 Stunden Spielzeit nicht langweilig wird muss man erstmal bewerkstelligen. Des Weiteren ist das Album für mich der perfekte Mix aus funkigen Songs, die an die Frühwerke der Band errinern ("Charlie", "Hump de Bump", "Storm in a Teacup") und dem moderneren, etwas ruhigerem Stil der Peppers ("Snow ((Hey Oh))", "Slow Cheetah"). Diese Aussage soll allerdings nicht bedeuten, dass die Peppers nur eine Zusammenstellung ihrer bisher gespielten Stile vorlegen, da man mit Songs wie "Torture Me", "Hard to Concentrate" oder "Death of a Martian" auch mal was neues ausbrobiert. Ein weiterer großartiger Punkt auf diesem Album das Gitarrenspiel von John Frusciante.

Anspieltipps Jupiter (CD1): Dani California, Snow ((Hey Oh)), Slow Cheetah, Torture Me
Anspieltipps Mars (CD2): Tell me Baby, Readymade, Make you feel better, Storm in a Teacup

(10/10)


2 - Californication (1999):

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Zu Californication kann man vom Stilmix her Ähnliches sagen wie zu Stadium Arcadium. Wobei hier noch ein paar mehr Rap-Rock Elemente ("Around the World", "Get on Top") vorhanden sind, was mir persönlich sehr zusagt. Das einzige was die Platte noch um einen halben Punkt schwächer macht als Stadium Arcadium ist, dass Songs wie "Porcelain" oder "I like dirt" meiner Ansicht nach nicht ganz mit dem großartigen Rest mithalten können. Ansonsten trotzdem eine absolut geniale Platte mit fast ausschließlich großartigen Songs. Über das großartige Gitarrenspiel muss man auch hier nicht viele Worte verlieren.

Anspieltipps: Otherside, Get on Top, Californication, This Velvet Glove

(9,5/10)


3 - Blood Sugar Sex Magik (1991):

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Diese Platte bietet vor allem eins: Eine Funkschlacht von Anfang bis Ende (abgesehen von drei Balladen). Jeder Song ist sowas von abgefuckt und groovt einfach nur wie die Hölle. Auch die Balladen "Breaking the Girl", "I could have lied" und vor allem "Under the Bridge" machen auf dem Album eine sehr gute Figur. Dieses Album ist zurecht ein Meilenstein in seinem Genre und auf jeden Fall das beste unter den mir bekannten älteren Werken der Band.

Anspieltipps: The Power of Equality, Give it away, Blood Sugar Sex Magik, Under the Bridge

(9/10)


4 - One Hot Minute (1995):

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Das wohl härteste Album der Peppers gefällt mir als Metalfan natürlich sehr gut. Navarro macht sich als Gitarrist gar nicht so schlecht und die von vielen kritisierte Härte der Band auf diesem Album finde ich gar nicht mal so unpassend. Und Funk gibt es meiner Meinung nach auf jeden Fall noch genug. Klar ist es nicht das gleiche, wenn John Frusciante nicht dabei ist, trotzdem ist dieses Album immernoch eines der stärksten der Peppers.

Anspieltipps: Warped, Deep Kick, Coffee Shop, One Hot Minute

(9/10)


5 - I'm with you (2011):

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Dieses Album gefiel mir nach dem ersten Durchlauf überhaupt nicht. Wo war der typische Peppers-Sound? Aber eigentlich gibt es den gar nicht. Mit Songs wie "Monarchy of Roses" oder "Even you Brutus?" wagt die Band mal etwas ganz neues, was mir dann nach mehrmaligem Hören deutlich zusagt. Und mit "The Adventures of Rain Dance Maggie" oder "Factory of Faith" werden auch Liebhaber der Peppers des 21. Jahrhunderts nicht enttäuscht. Der Funk-Anteil ist auf eine andere Art vertreten als auf den vorigen Alben, aber er ist da und das reicht. Das Album ist klasse, ein bisschen mehr Gitarrenarbeit wäre schön gewesen, aber wahrscheinlich traut man sich nicht einfach so zu versuchen, John Frusciante zu ersetzen. Im Endeffekt aber immer noch ein richtig gutes Album!

Anspieltipps: Monarchy of Roses, Ethiopia, The Adventures of Rain Dance Maggie, Even you Brutus?

(8,5/10)


6 - Mother's Milk (1989):

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Auch ein wirklich gutes Album und überhaupt nicht mit den späteren Werken zu vergleichen. Dieses Album ist sehr rockig und Old-Schoolig, weist aber auch Metal- (Nobody Weird liked me), sowie Punk-Elemente (Punk Rock Classic) vor. Die funkigen-Songs (Good Time Boys; Subway to Venus) gefallen mir auch und auch mit den Coversongs (Higher Ground bzw. Fire) hatte man ein glückliches Händchen. Mit "Knock Me Down" gab es sogar schon etwas softere Songs. Nicht perfekt, aber wirklich gut.

Anspieltipps: Good Time Boys, Subway to Venus, Nobody Weird liked me, Knock me Down

(8/10)


7 - By the Way (2002):

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Unter den mir bekannten Peppers-Alben der für mich schwierigste Fall. Zwar gibt es mit dem Titeltrack, "Universally Speaking" oder "Can't Stop" absolute Meilensteine, dennoch ist das Album auf Dauer um einiges zu soft für meinen Geschmack. Zwar sind Balladen wie "Dosed" oder "The Zephyr Song" auch sehr gut gelungen, es wäre aber besser gewesen, wenn man es dabei belassen hätte. Der Funk-Anteil ist nur noch in 2, maximal 3 Songs enthalten und es fehlt einfach etwas. Dennoch ist das, was auf diesem Album gemacht wird, immernoch so gut wie möglich umgesetzt. So gut wie möglich, mehr aber eben nicht. Die 7 Punkte gibt es, weil kein Song unterirdisch ist und man schon 5 bis 6 großartige Songs vorweist.

Anspieltipps: By the Way, Universally Speaking, The Zephyr Song, Can't Stop

(7/10)
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Marc
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Re: Red Hot Chili Peppers

#22

Beitrag von Marc »

Wer die Peppers heute auf Schlke live sehen will, der schaut sich den Live-Stream von Rockpalast an

http://www.wdr.de/tv/rockpalast/extra/k ... 2012/0825/
Aranha
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Re: Red Hot Chili Peppers

#23

Beitrag von Aranha »

War noch jemand da? Ich habs mir live angesehen und es war klasse! Perfekt wäre es allerdings gewesen, wenn Snow ((Hey Oh)) noch auf der Set gewesen wäre;)
Aranha
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Re: Red Hot Chili Peppers

#24

Beitrag von Aranha »

Setlist:

01. Monarchy Of Roses
02. Dani California
03. Can't Stop
04. Scar Tissue
05. Look Around
06. Throw Away Your Television
07. Universally Speaking
08. Soul To Squeeze
09. The Adventures Of Rain Dance Maggie
10. I Like Dirt
11. Under The Bridge
12. Higher Ground
13. Californication
14. Goodbye Hooray
15. By The Way
16. Suck My Kiss
17. Ethiopia
18. Give It Away

Wie gesagt, bis auf Snow ((Hey Oh)) und vlt. Otherside alles drin!:):)
Aranha
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Re: Red Hot Chili Peppers

#25

Beitrag von Aranha »

Ich glaube, irgendetwas wäre falsch, wenn sich bei mir nicht ständig die Reihenfolgen ändern würden. Dazu beitragen tut auf der einen Seite, dass mit By The Way immer besser gefällt. Mit dem Titeltrack, Can't Stop, Universally Speaking, This is the Place, The Zephyr Song und und und sind da einfach auch neben ein paar Durchhängern richtige Übersongs drauf. One Hot Minute hat für mich irgendwie kaum neues vorzuweisen, auf den ersten Eindruck fand ich die einfach wegen der Härte so geil.

Meine Reihenfolge sieht jetzt so aus:

1. Stadium Arcadium (10/10)
2. Californication (10/10)
3. Blood Sugar Sex Magik (9,5/10)
4. I'm With You (9/10)
5. By The Way (8,5/10)
6. Mother's Milk (8/10) / One Hot Minute (8/10)
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Quebec-weekend-warrior89
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Re: Red Hot Chili Peppers

#26

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Ich habe da ja eine ziemlich andere Meinung... nun gut:

Bei mir sieht die Reihenfolge folgendermassen aus:

1.) One Hot Minute (10/10)

Als ich das Album zum ersten Mal gehört habe, kam ich damit gar nicht klar. Es ist extrem sperrig, experimentierfreudig und absolut einzigartig und brauchte seine Zeit. Heute verehre ich dieses Album. Bereits der Opener "Warped" bricht radikal mit dem Vorgänger: verzerrter Gesang, psychedelisches Geklimper und dann brutale metallische Riffs garniert mit einem eingängigen Refrain, bevor man das Ganze mit einem sehr entspannten Instrumentalpart ausklingen lässt. Auch das Video zu dem Lied sagt alles und so ein vertracktes Stück Musik auch noch als erste Single auszuwählen, war und ist kommerzieller Selbstmord, spiegelt aber zu der damaligen Zeit auch den drogenumnebelten Freigeist der Gruppierung wunderbar wieder. Überhaupt finden sich einige sehr harte und metallische Stücke auf der Scheibe wie der grandiose Titelsong "One Hot Minute", der vermutlich härteste Peppers-Song "Coffee Shop" mit leichtem Reggea-Flair im Mittelteil, das etwas funkigere "Shallow Be Thy Game" oder auch der Nu-Metal-Vorreiter "One Big Mob", der aber auch mit einem völlig entrückten Mittelpart brilliert, inklusive Babygeschrei. Auch erwähnenswert ist das abschliessende "Transcending", das ganz ruhig beginnt und dann plötzlich in brutales Geschrei übergeht mit verzerrten Gitarren, wild wummerndem Bass und entfesseltem Schlagzeugspiel.

Auch ansonsten geht es munter weiter mit verrückten Experimenten. Das funkige "Aeroplan" überrascht mit einem unglaublich kitschigen Refrain, sehr sexuellen Texten und zum Ende gar mit einem Kinderchor. Das völlig abgeschossene "Deep Kick" ist die Drogenhymne schlechthin und eröfnnet mit einem gut dreiminütigen Erzählpart. "Pea" ist eine Art Basssolo von Flea mit einem arg seltsamen Text. Das entspannte "Walkabout" verwirrt mit seltsamem Gitarrengeschredder. Indische Folklore inklusive Gastsängerin wird dann auf "Falling Into Grace" offeriert.

Aber die Band offenbart auf diesem Album auch ihre sanfte Seite. "My Friends" ist sicherlich das kommerziell annehmbarste Stück und dennoch eine der besten Balladen der Gruppierung, aber noch besser gefällt mir da die Kurt-Cobain-Gedächtnishymne "Tearjerker" inklusive Violine, die in der Tat zu Tränen rührt.

Kurzum: Jedes Lied ist für sich einzigartig und doch klingt alles irgendwie wie aus einem Guss und nach den Red Hot Chili Peppers. Dieses Album ist vielleicht das abwechslungsreichste, das ich je gehört habe.

Anspieltipps: Warped, Tearjerker, Transcending

Auf den weiteren Plätzen folgen:

2.) Blood Sugar Sex Magik (9/10)

Das Funk-Rock Meisterwerk der Band. Zunächst hatte ich wegen den vielen Rap-Parts einige Probleme mit dem Album, aber hier zeigt sich, dass der ofts ehr hektische Sprechgesang, die lebhaften Funkriffs und die metallischen Elemente perfekt zusammenpassen udn unglaublich energisch wirken. Zwischendurch gibt es mit ein paar ruhigeren Stücken immer wieder einmal etwas Entspannung, allerdings passen diese irgendwie nicht zum Rest und daher wirkt das Album nicht immer ganz aus einem Guss. Auch was Experimente angeht, hätte die Band eine Schippe drauflegen dürfen, da manche Stücke sich teilweise etwas zu ähnlich sind, aber das ist hier alles Jammern auf sehr hohem Niveau.

Anspieltipps: I Could Have Lied, Give It Away, Sir Psycho Sexy

3.) Freaky Styley (8,5/10)

Richtig unbedarft und forsch klingt die Band auf diesem frech-funkigen Album, das vor Energie nur so strotzt und perfekt den frühen Geist der Band wiederspiegelt. Technisch hat man im Vergleich zum Debüt einen Quantensprung nach vorne gemacht und auch die Lieder selbst gehen nun besser ins Ohr als zuvor.

Anspieltipps: Jungle Man, American Ghost Dance, Freaky Styley

4.) I'm With You (8,5/10)

Die Band vereint auf diesem Album im Grunde alles, wofür sie auch auf den letzten drei Alben stand, allerdings bringt der neue Gitarrist Josh Klinghoffer seine eigene Duftmarke mit ins Spiel und tut nach dem erneuten Abschied von John Frusciante dem Sound besser als man gedacht hätte. Zudem setzt die Band mit vierzehn Liedern dieses Mal auf Qualität statt Quantität und hat einige echte Perlen dabei. Merh als die Hälfte der Lieder haben absolutes Singlepotential. Es wird dennoch wieder mehr experimentiert als zuvor, beispielsweise mit afrikanischer Folklore, sodass die Mischung hier im Grunde genau stimmt.

Anspieltipps: Monarchy Of Roses, Look Around, The Adventures Of Rain Dance Maggie

5.) Mother's Milk (8/10)

Hier offeriert die Band ihr wohl abwechslungsreichstes Album nach "One Hot Minute". Zwar wird hier weniger Verrücktes versucht, aber die Mischung aus funkigen Krachern, metallischen Momenten, Punkeinflüssen, poppigen Stücken und abwechslungsreichen Coverstücken macht einfach Spass. Das hier ist wohl das beste Partyalbum der Band und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Anspieltipps: Good Time Boys, Knock Me Down, Johnny, Kick A Hole In The Sky

6.) By The Way (8/10)

Hier haben wir das introspektivste und ruhigste Album der Peppers. Hier werden sanfte Töne mit intellektuellen Texten verziert, inklusiev Trompete oder Piano. Diese Stücke entfalten eine gewisse Magie und sind perfekt zum Entspannen oder auch als Schmusemusik geeignet. Natürlich kann man sich diese Art von Musik nicht immer geben, aber sie ist schon sehr gut gemacht. Nicht ganz dazu passen etwa drei schnellere, funkigere, metallische Stücke, die zwar wirklich klasse sind, aber hier absolut nicht hineinpassen.

Anspieltipps: By The Way, Tear, Venice Queen

7.) The Uplift Mofo Plan Party (7,5/10)

Das Album klingt irgendwie wie eine Mischung aus dem Vorgänger-und Nachfolgealbum, was evolutionstechnisch sehr viel Sinn macht, aber auch aufweist, dass es dem Werk irgendwie an Eigenständigkeit fehlt und man nicht an die anderen beiden Werke herankommt. Dennoch machen gerade die funkigeren und kompromissloseren Stücke wieder einmal besonders Spass.

Anspieltipps: Fight Like A Brave, Me And My Friends, Behind The Sun

8.) Californication (7/10)

Dies hier ist wohl das poppigste und kommerziellste Album der Band. Das ist nicht unbedingt negativ gemeint, da die Band auf diesem Werk wirklich stark loslegt. Aber nach einem wirklich sehr starken ersten Drittel, geht der Gruppierung ab dem siebten Lied ein wenig die Luft aus und viele Lieder haben dann auch eher B-Seiten-Niveau. Wäre das gesamte Album auf dem Niveau der ersten sechs Stücke, wäre es in meiner TOP 3, so ist es in genau umgekehrt der Fall.

Anspieltipps: Around The World, Parallel Universe, Otherside

9.) The Red Hot Chili Peppers (6,5/10)

Das Debütalbum der Band klingt technisch noch nicht ganz ausgefeilt, teilweise arg hektisch und ist sicherlich auch zu kurz geraten. Dennoch ist die Truppe hier mit Leidenschaft bei der Sache und gibt sich Mühe und man hört hier und dort schon viel versprechendes heraus. Das Werk klingt direkt, ehrlich und unverfälscht, aber man muss den Stil wirklich mögen, um dies wert zu schätzen. Das Album empfehle ich wirklich nur dem harten Kern der RHCP-Fans und Freunden stürmischer Funkrockmusik. Mir persönlich gefällt das Album, aber objektiv kann ich dennoch keine höhere Benotung als den vorletzten Platz geben.

Anspieltipps: True Men Don't Kill Coyotes, Get Up And Jump, Green Heaven

10.) Stadium Arcadium (6/10)

Hier dominiert leider Quantität über Qualität bei diesem Doppelalbum. Viele Lieder sind wirklich nicht schlecht gemacht, ähneln aber auch zu oft Sachen, die man schon früher so ähnlich von der Band gehört hat. Experimentiert wird hier trotz der vielen Stücke insgesamt erschreckend wenig, oft geht es ruhiger und poppiger zu und den Liedern fehlt es ein wenig an Zugzwang. Besonders schade ist, dass die Auswahl hier misslungen ist, da viele auf den zahlreichen Singles verwendete B-Seiten weitaus besser als viele Stücke des eigentlichen Albums sind. Hätte man die insgesamt knapp vierzig veröffentlichten Lieder auf ein Album mit den fünfzehn besten oder originellsten Stücken reduziert, wäre das Ganze sicherlich etwa ein bis zwei Punkte mehr wert gewesen. So bleibt hier vieles nur Stückwerk, das am ehesten den Fans von Californication gefallen dürfte.

Anspieltipps: She's Only Eighteen, Desecration Smile, We Believe
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Re: Red Hot Chili Peppers

#27

Beitrag von Aranha »

Hm, also zu deiner Bewertung der Stadium kann ich nur sagen, dass ich zumindest auf der Jupiter-Disc jeden einzelnen Song mit der Höchstpunktzahl bewerten würde. Ich find diese Platte einfach perfekt und trotz der großen Menge an Tracks gibt es keine Filler (also auf Jupiter). Man hat imo einfach alles abgedeckt, nämlich rockige Songs (Dani California, She's Only 18, Especially in Michigan, C'mon Girl), funkige Tracks (Charlie, Hump De Bump, Warlocks), balladeske Werke (Titeltrack, Slow Cheetah, Strip My Mind, Wet Sand), richtig hartes Zeug (Torture Me) und auch für den neuen Peppers-Stil typische chillige Ohrwürmer (Snow ((Hey Oh)), Hey). Zumindest auf dieser Disc kann ich keinen Ausfall festmachen.

Wären diese Platten jetzt Einzelalben wäre Jupiter wahrscheinlich meine Nummer Eins und Mars knapp hinter Californication. Es mag sein, dass es hier 3 oder 4 Tracks gibt, die nicht mit dem Rest mithalten können, aber als Filler würd ich das allemal nicht bezeichnen. Denn auch hier gibt es wieder die perfekte Abwechslung von Rock (Readymade, Make You Feel Better, Animal Bar), Funk (Tell Me Baby, 21st Century, Storm In A Teacup, Turn It Again), Balladen (Desecration Smile, She Looks To Me, If, Death Of A Martian), einem richtig harten Song (So Much I) und den chilligen Tracks (Hard To Concentrate, We Believe).

Wie gesagt, einzeln wäre Mars wohl nicht direkt hinter Jupiter, aber beide Platten zusammen ergeben imo das perfekte Peppers-Album. Finde es auch sehr mutig, soviele Tracks zu veröffentlichen, da so schnell das Problem mit Fillern aufkommen kann, was imo aber nicht der Fall ist, da mich mindestens 25 von 28 Tracks voll mitziehen. :pray:
Vielleicht fehlt mir hier auch einfach die Beobachtung der Entwicklung der Band, da Stadium Arcadium auch mein erstes Album der RHCP war und ich die Veröffentlichungen nicht chronologisch verfolgt habe (Also jetzt in Bezug auf das Argument, dass die Peppers hier nichts neues wagen). Und eine neue Sache gibt es schon, nämlich eine Veränderung in Frusciante's Gitarrenspiel. Auf keinem Album der band wird dieses so betont wie auf diesem, da ihn zu dieser Zeit völlig neue Dinge beeinflussten. Sein ürspringlicher Stil (Punk-Beeinflusst, "weniger ist mehr") ist auf diesem Album kaum noch hörbar, die Solos sind technisch ausgefeilt und es gibt generell mehr Solos (Hör dir mal das von Dani Californica, Wet Sand oder Readymade an). Das ist nämlich auch ein Aspekt, der mich bei dieser Platte mehr als bei den anderen beeindruckt, Frusciante's Gitarrenspiel;)

Aber sowas ist natürlich immernoch Geschmacksache, ich verstehe auch was du an One Hot Minute findest, kann das allerdings nicht von mir selbst sagen. Aber die Alben, die bei dir ganz oben sind, haben bei mir ja auch nicht weniger als 8 Punkte;);) Gab bis jetzt kein Album, was ich eher suboptimal fand. Muss mir auch demnächst unbedingt nochmal die ersten 3 Dinger anhören:)
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Re: Red Hot Chili Peppers

#28

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Von den aktuellen Singles haben es auch einige in sich:

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Daraus hatte man auch ein klasse Album machen konnen!
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Re: Red Hot Chili Peppers

#29

Beitrag von Aranha »

Hab In Love Dying auch letztens gehört, fand ich saustark! Hätte man auch gut gegen 1 oder 2 andere Songs vom aktuellen Album austauschen kann (was nicht heißen soll, dass ich es nicht mag, ich find es genial!). :up:
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Re: Red Hot Chili Peppers

#30

Beitrag von Surfer »

Habe mir mehrer Lieder angehört und bin begeistert! :eek: :up:

Die ersten Alben gefallen mir bis jetzt am besten, herrlich abgefuckt und genial. Bis zur On Hot Minute finde ich wirklich alles bis jetzt gehörte klasse, während es ab Californication irgendwie seichter, ruhiger wird, was ich eher als negativ empfinde; Hits wie Snow (Hey Oh), Californication finde ich eher langweilig. "Can'T Stop" ist z.B. ein super Stück, tolles Intro, mega "Riff", starke Strophen, aber der Refrain versaut mir den Song, er ist irgendiwe zu cheesig. :neutral:

Und was für ein Monster Flea ist, böse geiler Spieler! :bang: Frusciante hat einen wirklich coolen Stil, bevorzuge bis jetzt aber Slovak; er hat was starkes metallisches. :up:

Nach Gamma Ray die nächste band, mit der ich mich näher beschäftigen werde. :love:
"Aber ich glaube wir schweben gerade in "Davuxsche Off Topic Dimensionen" davon :grin: :grin: ;-) ;-) " - Chewie
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