So ich will dann auch mal:
If Eternity Should Fail
Kein typischer Maiden-Opener in meinen Ohren. Man hört natürlich, dass der Song für ein Soloalbum von Bruce gedacht war. Deshalb trifft er auch genau meinen Geschmack. Bei dem Song stimmt alles. Als ich gelesen habe, dass der Song auf Steves "Befehl" verlängert wurde, bin ich ein wenig skeptisch geworden, aber ich finde auch die Länge perfekt.
9/10
Speed Of Light
Ich hatte die Befürchtung, dass sich der Song sehr schnell abnutzt, aber mir gefällt er nach wie vor gut. Einfach ein kurzer knackiger Rocker, wie er auf The Final Frontier gefehlt hat.
7/10
The Great Unknown
Beginnt mit einem atmosphärischen Intro, das mich sehr an Isle Of Avalon erinnert. Dann geht es aber richtig kraftvoll los, während der TFF-Track weiter vor sich hin dudelt. Die Strophen gefallen mir sehr gut und hätten auch zu einem AMOLAD-Song gehören können. Bruce singt klasse und auch der Refrain ist gut, obwohl er mir ein wenig zu fröhlich klingt. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Enden tut der Song dann zum richtigen Zeitpunkt ohne in die Länge gezogen zu werden.
8,5/10
The Red And The Black
Der Harris-Track ist dieses Mal für mich eine große Enttäuschung, während ich When The Wild Wind Blows immer noch verteidige. Das Bassintro und Bassoutro sind absolut nichtssagend, stören aber auch nicht weiter, da sie ja recht kurz gehalten wurde. Die Strophen gefallen mir ganz gut. Dass die Gesangsmelodie und die Leadgitarrenmelodie gleich sind, find ich recht interessant. Allgemein finde ich die ersten 5 Minuten des Songs gar nicht schlecht, auch wenn die Ohoho-Parts einfach nur nervig sind. Danach beginnt aber das, was ich als "Aneinanderreihung von uninspirierten Riffs und Melodien" beschrieben habe. Alles was nach den 5 Minuten passiert hat man irgendwo anders schon einmal besser gehört. Die ganzen Parts passen überhaupt nicht richtig zusammen und ergeben nichts. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll. Ganz schwach arrangiert, sodass der Song wirkt als wäre er 20 Minuten lang. Das Keyboard steht mir während des ganzen Songs auch ein wenig zu sehr im Vordergrund. Die ersten 5 Minuten und die guten Soli retten den Song davor auf dem Gleichen Niveau wie The Angel And The Gambler zu sein.
4/10
When The River Runs Deep
Man, bin ich dann froh, wenn der Song endlich anfängt. Ein weiterer kurzer Song mit einem sehr starken Mainriff. Den Pre-Chorus finde ich klasse. Schade, dass mit dem Refrain dann das Tempo herausgenommen wird. Trotzdem ist er auch nicht schlecht. Sehr guter Song.
7,5/10
The Book Of Souls
Auf Jannick Gers ist einfach Verlass. Seit der Reunion hat er nicht einen Song geschrieben, den ich nicht mindestens gut finde und mit dem Titeltrack hat er wieder ein absolutes Highlight abgeliefert. Wie auch die letzten Gers-Longtracks beginnt auch The Book Of Souls mit einem sehr guten Akustik-Intro, bevor das schwere majestätische Mainriff ertönt. Die Strophen sind sehr atmosphärisch und der geniale Refrain löst bei mir jedes Mal Gänsehaut aus. Auch die Soli und Losfer Words gefallen. Das ist das was ich von Maiden haben will.
10/10
Death Or Glory
Der zweite Smith/Dickinson Song erinnert im Pre-Chorus auch ein wenig an Dickinson Solo. Sehr guter Song und für mich der beste kurze Track der Scheibe.
8,5/10
Shadows Of The Valley
Warum der Song mit der Wasted Years Hommage beginnt weiß ich nicht, aber stören tut es mich nicht. Der zweite Gers-Track ist kein Highlight aber insgesamt ein starker Song mit sehr gutem Refrain. Der Ohohoho-Part muss imo nicht sein, passt aber besser als bei The Red And The Black. Das Stück ist mir nur ein wenig zu lang. Nach dem Ohoho-Part hätte Ende sein sollen.
8/10
Tears Of A Clown
Ein für die Band recht untypischer und sehr getragener Song. Hat bei mir sehr lange gedauert bis er gezündet hat. Mittlerweile gefällt er mir ziemlich gut. Ein Höhepunkt des Albums stellt er aber auch nicht da. Hervorzuheben ist meiner Meinung nach das starke Solo von Adrian.
7,5/10
The Man Of Sorrows
Das zweite The Man Who Would Be King. Auf ähnlichem Niveau wie der TFF-Song und plätschert leider auch ähnlich vor sich hin. Das gefühlvolle Intro weiß zu gefallen. Ansonsten passiert einfach zu wenig. Allerdings schafft es der Song irgendwie eine gewisse Atmosphäre aufzubauen. Nicht schlecht aber nach The Red And The Black der schwächste Song.
6/10
Empire Of The Clouds
Zu dem Stück kann ich gar nicht viel sagen. Hier hat Bruce ein Meisterwerk abgeliefert. Die Melodien auf dem Piano sind einfach genial. Am Anfang und am Ende habe ich immer Gänsehaut. Auch die anderen Instrumentalparts passen perfekt zusammen und spiegeln gut wieder was in den Lyrics geschildert wird. Wirkt nicht ansatzweise wie 18 Minuten. Perfekt.
10/10
86/110 = 78% = 8/10
Nach den euphorischen Reaktionen war ich anfangs ein bisschen enttäuscht vom Album. Seitdem ist es aber gewachsen und mittlerweile würde ich es in der Diskographie irgendwo im Mittelfeld einordnen. Es wird ja teilweise als bestes Album seit 7th son bezeichnet. Für mich ist es eher das beste Album seit 9 Jahren.

Bei den Reunionalben würde ich es auf Platz 3 oder 4 setzen. AMOLAD und BNW find ich da noch deutlich stärker.
Sonstiges: Das Cover gefällt mir sehr gut. Nichts außergewöhnliches aber der klassische Eddie ist zurück. Der Sound ist ok. Klarer als Dance Of Death und The Final Frontier und nicht so matschig wenn man mal lauter dreht. Trotzdem sind mir die Gitarren oft zu dünn und insgesamt klingt alles sehr dumpf.