Babymetal

Allgemeines über Metal- & Rockbands, Solokünstler und andere Projekte

Moderator: Chewie

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chemicalwedding
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Re: Babymetal

#136

Beitrag von chemicalwedding »

09.05.2015, 14:05 » The Trooper hat geschrieben: Ich verstehe deinen Punkt nicht so richtig. Bei Babymetal geht es ja hauptsächlich um die drei tanzenden Mädchen. Jedoch werden viel zu oft die Musiker im Hintergrund außer acht gelassen. Ich finde aber auch die Musik gut, weswegen ich mir da anschauen werde. (Was jetzt nicht heißen soll, das ich die Mädels uninteressant finde :grin: )
Das ist genau der Punkt, die Musiker wären zwar stark, die Band wird aber hauptsächlich wegen den jungen Mädels wahrgenommen. Ist doch ein Witz. Warum unterstützt man so etwas? Warum tun sich die Musiker das überhaupt an? Wahrscheinlich schlicht und einfach aus kommerziellen Überlegungen. Genau dieses Schema wird in der extrem kommerzialisierten Popwelt seit Jahren erfolgreich angewendet, und davon versuchen sich doch gerade die Metaller oft zu distanzieren. Auch wenn die Band musikalisch nicht schlecht ist, das Ganze drum herum finde ich dämlich. Ohne die Mädels dafür mit einem anständigen Sänger oder Sängerin würde ich die Band wahrscheinlich sogar gut finden.

Aber jedem das Seine. Ich will natürlich niemanden Vorschriften machen. Jeder soll hören und schauen gehen was er für gut empfindet.
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The Clairvoyant
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Re: Babymetal

#137

Beitrag von The Clairvoyant »

09.05.2015, 16:27 » chemicalwedding hat geschrieben:
Genau dieses Schema wird in der extrem kommerzialisierten Popwelt seit Jahren erfolgreich angewendet, und davon versuchen sich doch gerade die Metaller oft zu distanzieren.
Bezeichne ihn ja nicht als solchen, er ist doch open-minded. :teach: ;-)
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The Trooper
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Re: Babymetal

#138

Beitrag von The Trooper »

Ja, das bin ich sogar. Metalhead nenne ich mich schon lange nicht mehr. Also wirklich lange nicht mehr. ^^

Ich finde dei Ansicht von chemicalwedding sehr sehr plausibel. Hast ja auch vollkommen recht. Warum ich es unterstütze? Weil ich es wirklich gut finde. Ich kann nicht einmal wirklich sagen was ich daran gut finde. Ich mag es einfach. Und ich kannte die Musik, bevor ich die Band gesehen habe. Und Live gucke ich es mir aber wegen der Show an. Ist diesesmal so. Ansonsten gehe ich aber auf Konzerte wegen der Musik. Hier auch, aber die Show ist halt etwas, was mich schon sehr reizt.
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Re: Babymetal

#139

Beitrag von Chewie »

was ist denn so besonders an deren Show?

bzw. haben die eine besondere Show?
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Tillmann
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Re: Babymetal

#140

Beitrag von Tillmann »

YouP*rn > Asia

+ ne gute Platte im Hintergrund reicht mir da :grin:
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Irenicus
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Re: Babymetal

#141

Beitrag von Irenicus »

09.05.2015, 22:52 » Tillmann hat geschrieben:YouP*rn > Asia

+ ne gute Platte im Hintergrund reicht mir da :grin:
:lmao: :lmao: :lmao:

@Chewie: ist bestimmt total innovativ :grin:
"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."
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The Trooper
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Re: Babymetal

#142

Beitrag von The Trooper »

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*hype* Dann sehe ich die Damen sogar dieses Jahr zweimal :banana: :bang:
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Quebec-weekend-warrior89
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Re: Babymetal

#143

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Hier kommt mal eine gute Kritik zum Album von laut.de. Gott sei Dank hat den Beitrag nicht der total verschlossene und argumentativ limitierte Edele in funf Minuten dahingesaut, sondern der weitaus offenere und journalistsich fahigere Ulf Kubanke. Die Endote des differenzierten Beitrags betragt 4 von 5 Punkten:

Dagegen wirkt Lady Gaga wie eine einfallslose Langweilerin.

Review von Ulf Kubanke

So viel Aufregung um ein paar rockende Mädels mit Gitarren gab es schon lang nicht mehr. Babymetal polarisieren gewaltig, mischen die Hartwurstszene ordentlich auf und fördern sogar bei metallischen Urgesteinen nicht unbedingt die feinfühligsten, dafür aber recht degradierende Kommentare zu Tage. Als "Wichsvorlage" und "ganz kranken Scheiß!" kanzelt Kollege Edele etwa die Band im Metalsplitter gnadenlos ab. Jetzt lassen die Japanerinnen einfach Taten sprechen und veröffentlichen in Europa ihr gleichnamiges Debüt.

13 Songs lang plus zwei Bonustracks (ein Livetrack sowie ein Lied mit Dragonforce) geben Su-Metal, Yuimetal und Moametal die Antwort auf dem Platz. Das knackige Hörerlebnis entpuppt sich als hochmoderner Crossover-Cocktail der abgefahrenen Art und entlarvt die schnöde Diskussion als genau jene selektive Bigotterie, die sie in Wahrheit ist.

Denn sind wir ehrlich: Die Hardrock-Girlgroup The Runaways (u.a. Joan Jett und Lita Ford) waren teilweise noch keine 16 Jahre alt, als es losging. Die Grunge-Kultkapelle Silverchair und der popkulturelle Straßenfeger Tokio Hotel ebenfalls. Es geht mithin um den Inhalt der gelieferten Musik.

Viel spannender ist dementsprechend die Frage, wie man es von null auf hundert schafft, so unterschiedliche Leute wie Lady Gaga oder die Grannymetalkollegen Metallica und Slash samt ihrer komplett unterschiedlichen Fanlager gleichermaßen zu überzeugen? Die Antwort ist einfach: Fast alle Tracks der Platte verbinden Stile und Genres so zwanglos und unangestrengt miteinander, dass die anfängliche Irritation recht schnell in Verzückung umschlägt.

Große Teile des Reizes dieser Platte bestehen darin, zu hören, wie Babymetal gleich mehrere Käfige sprengen. Einerseits befreien sie sich mit den derben Metal-Elementen - von Death über Metalcore bis zu klassischem Heavy - aus den engen Grenzen des japanischen Idol-Pop (Aidoru) und bürsten die in Japan traditionell erwartete reine Niedlichkeit damit räudig gegen den Strich. Andererseits nutzen sie hochmoderne Pop-Elemente - plus Hiphop bis Crunk plus allerlei Elektro-Getüdel - um den traditionellen Metalhead zu irritieren. Letzterem fällt dabei entweder das Brett vom Kopf, oder die Musik verhagelt ihm gehörig das Bier. Beides ist gut.

Sowohl handwerklich als auch in puncto Kreativität steckt das Trio samt Begleitband auch gestandene Rocker aus der Heimat locker in den Schatten. Superstars wie Hyde (Takarai Hideto) und K.A.Z. (Iwaike Kazuhito) bieten mit ihrer in Ostasien hochverehrten Kapelle Vamps auf dem aktuellen Album "Bloodsuckers" miesen Gesang und ideenlosen Brei. Ausgerechnet diese Teenager haben auf "Babymetal" in jedem Song mehr Melodien und bessere Vocals zu bieten.

Letztere transportieren inmitten dieser Orgie aus Elektrobeats, fetten Drums und Stakkato-Gitarren zwischendurch perfekt gesungene Poprefrains. Manche schlagen hie etwas in Richtung des typischen 60ies Bubblegum-Pops aus und dort ein wenig gen traditionell japanische J-Pop-Struktur ("Megitsume", "Gimme Chocolate!!"). Die entstehende wilde Stilmixtur samt eingebauter Catchyness entwertet sogar derzeitige Popgöttinnen wie Lady Gaga zu einfallslosen Langweilern. Sogar Madonna sieht mit ihrem bemüht auf bitchy getrimmten "Rebel Heart" haargenau so alt aus, wie sie tatsächlich auch ist.

Qualitätsdichte und Unterhaltungswert beeindrucken - ein paar Tracks stechen dennoch heraus. "Akatsuki" bedeutet in etwa Blutmond. Schon das Durutti Column ähnliche Gitarrengeklingel zu Beginn macht Laune. Dazu gesellt sich zunächst ein fettes Riff und später als heimlicher Hauptdarsteller ein Piano, so perlend wie man es von Savatages "Gutter Ballet" kennt. Die Gesangslinie kommt eingängig und komplex zugleich. Es klingt ein wenig und sehr angenehm wie manch japanischer "Kill Bill"-Soundtrack-Moment im Hardrock-Kontext.

"Song 4" kombiniert allen Unernstes tatsächlich typisch amerikanischen Cheerleader-Pop mit Growls, bevor ein überraschender Reggae-Part den Hörer endgültig zum Lachen bringt. Im Gegensatz zu vielen Klischeemetalcombos kommt das Gelächter hier jedoch freiwillig. Man lacht gern mit Babymetal - und nicht über sie.

Auch das atmosphärische "Rondo Of Nightmare" gelingt bärenstark. Evil Geballer trifft auf ein nahezu puristisch japanisches Gesangsthema, bei dem die Stimme Su-Metals glänzt. Dazu bieten sie einen dramaturgisch perfekt gezirkelten Spannungsbogen mit effektiv eingesetztem Piano. Zum Abschluss gibts auf "Ijime, Dame, Zettai" ("Kein Terror Mehr") noch die volle Powermetalbedienung. Ein Song so energetisch und frisch wie ihn Urväter à la Helloween seit gefühlten Jahrhunderten nicht mehr zustande kriegen.

Mit typisch japanischer Unbekümmertheit in Darbietung und Stilmischmasch gewinnen Babymetal somit auch popkulturell auf ganzer Linie als Samurai-Metal. Bodycount vereinte Metal und Hiphop, Boa versöhnte Metal mit den Indieheads, Tenacious D holte die Komik ins Boot und Scott Walker brachte dem Genre die große Avantgarde-Splatter-Oper.

Mit dem wiederbelebenden "Babymetal" kommt nun endlich noch das fehlende Puzzleteil Pop ins Haus der alten, harten Tante. Wenn eine Platte auf dem knochigen Sonisphere-Festival genauso gut funktioniert wie als Provokation im Kinderzimmer, haben die Beteiligten alles richtig gemacht. Babymetal: "Wir haben viel von Metallica gelernt!". Saubere Leistung.

http://www.laut.de/Babymetal/Alben/Babymetal-93740
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Re: Babymetal

#144

Beitrag von Chewie »

01.06.2015, 14:57 » Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
ein paar Tracks stechen dennoch heraus. "Akatsuki" bedeutet in etwa Blutmond. Schon das Durutti Column ähnliche Gitarrengeklingel zu Beginn macht Laune. Dazu gesellt sich zunächst ein fettes Riff und später als heimlicher Hauptdarsteller ein Piano, so perlend wie man es von Savatages "Gutter Ballet" kennt.
hier hab ich mir die Mühe gemacht und mir den Song mal komplett mehrmals angehört.

also der Brückenschlag in Richtung Savatage ist ja mal der Hammer. Dieser Vergleich ist sowas von meilenweit hergeholt. Nur weil man in nem Song nen bischen mit nem Piano rumklimpert hat das nix mit Savatage zu tun.

rein von der Musik ist das natürlich in dem Song reinster Euro Power Metal (stelenenweise erinnert mich das vom Riffing sogar an Sabaton) mit ner piepsigen Mädchen Stimme (irgendwie die weibliche Version von Heintje). Mich kann das nicht überzeugen (ups jetzt bin ich verschlossen)
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MaidenMetallian
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Re: Babymetal

#145

Beitrag von MaidenMetallian »

Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, warum diesem Rotz soviel Aufmerksamkeit geschenkt wird, wenn es hier doch eh nur scheinbar zwei Leuten im Forum gefält.
Also ignoriert diesen Dreck doch einfach.
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Re: Babymetal

#146

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

02.06.2015, 12:19 » MaidenMetallian hat geschrieben:Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, warum diesem Rotz soviel Aufmerksamkeit geschenkt wird, wenn es hier doch eh nur scheinbar zwei Leuten im Forum gefält.
Also ignoriert diesen Dreck doch einfach.
Es sind eben mehr als nur ein paar Leute, die sich für die Band interessieren. Selbst du kannst deinem eigenen Rat offenkundig nicht folgen und diese Band links liegen lassen, denn du bist an der Diskussion hier im Thread mit am meisten beteiligt. Das allein zeigt, wie viel ein paar minderjährige japanische Sängerinnen und Tänzerinnen und ein cleveres Management erreichen können, wenn sie mit ihrer Mischung aus Liebenswürdigkeit, Dynamismus und Disziplin selbst die abgebrühtesten Genrefans erzürnen, erreichen und streckenweise bloss stellen können. Es schafft eben fast niemand sie zu ignorieren und keine Meinung zu der Truppe zu haben. Viel Feind - viel Ehr.

Babymetal ist die Band, die allein durch die kontroversen Diskussionen um sie in den letzten Jahren am meisten frischen Wind in eine Gemeinde gebracht hat, die im Zeitalter langsam aussterbender Pionniere wieder neue Impulse braucht, die mehrere Tausend Festival- und Konzertgänger, mehrere Tausend Käufer der Alben, differenzierte Kritiker aus der ganzen Welt und diverse Musiker von Mille Petrozza bis zu Marty Friedman gerne annehmen und sich Kreativität, Evolution und Courage öffnen. Das muss selbstverständlich nicht jeder so handhaben, aber es bringt etwas Abwechslung, Brisanz und Frische in diese Art der Kunst und Kunst entwickelt sich halt auch immer weiter, denn diese Autoprogressivität zeichnet sie aus.

Solche kontroversen Fälle hat es in der Kunstsparte der harten Musik in der jüngeren Geschichte immer wieder gegeben: Black Metal, Groove Metal, Grunge, Nu Metal & Metalcore haben oft schockiert und sind anfangs oft nicht wahrgenommen oder als unnütze Randbewegungen verkannt worden. Heutzutage haben Bands wie Burzum, Pantera, Nirvana, KoRn und Co. Legendenstatus, auch wenn man sie als Individuum vielleicht ablehnen kann. Ignorieren kann man sie nur schwer. Babymetal steht bereits jetzt fast schon in einer Reihe mit diesen Künstlern.
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Re: Babymetal

#147

Beitrag von MaidenMetallian »

03.06.2015, 05:30 » Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben: . Selbst du kannst deinem eigenen Rat offenkundig nicht folgen und diese Band links liegen lassen, denn du bist an der Diskussion hier im Thread mit am meisten beteiligt.
Das ist doch total lächerlich
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Re: Babymetal

#148

Beitrag von Irenicus »

03.06.2015, 11:14 » MaidenMetallian hat geschrieben:Das ist doch total lächerlich
Was will man auch anderes erwarten? Das könnte doch alles schon als Realsatire durchgehen. Am besten einfach gar nicht mehr ernstnehmen und ignorieren.
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Re: Babymetal

#149

Beitrag von MaidenMetallian »

03.06.2015, 11:35 » Irenicus hat geschrieben: Was will man auch anderes erwarten? Das könnte doch alles schon als Realsatire durchgehen. Am besten einfach gar nicht mehr ernstnehmen und ignorieren.

Hast recht, ich werde mich an gewissen Dingen in diesem Forum nicht mehr beteiligen.
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Re: Babymetal

#150

Beitrag von Stonehenge »

03.06.2015, 11:35 » Irenicus hat geschrieben: Was will man auch anderes erwarten? Das könnte doch alles schon als Realsatire durchgehen. Am besten einfach gar nicht mehr ernstnehmen und ignorieren.
Für mich ist das schon Realsatire...wirklich unterhaltsam. Bitte mehr davon meine Herren :grin:
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