16.11.2014, 18:32 » Irenicus hat geschrieben:Letztendlich würde sich niemand dafür interessieren, wenn nicht 3 junge Mädels singen und rumtanzen würden, auch wenn das natürlich jeder abstreitet.
Natürlich, die ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, die sind ja auch das Haupt-Show-Element. Aber wo ist das Problem. Entweder es gefällt oder es gefällt nicht. Wer etwas gegen solche Bands hat, hört sich das doch eh nicht an.
Ich könnte mir die Stimmen nicht zwei Songs lang geben, die haben etwas nerviges an sich.
@Chewie: Mambo Kurt hat als Gag auf dem Wacken gespielt, in seinem Heimatland, wo gewisse Leute seinen mehr oder weniger humorigen Texten etwas abgewinnen können. Der Mann ist ja mehr Humorist als Musiker. Otto ist ja auch schon mal auf dem Rock am Ring Festival aufgetreten. Babymetal singen Japanisch, kommen nicht mit Slapstickhumor daher und spielen einen ziemlich abgedrehten Genremix auf ausverkauften Festivals in England, Kanada, USA, Taiwan etc. Das würde Mambo Kurt nie schaffen, von daher passt der Vergleich nicht.
Ich streite auch nicht ab, dass die Anwesenheit der drei Mädels die Band interessant macht, aber es ist eben auch nicht alles. Die drei Mädels sind sicherlich auf gewisse Art und Weise charismatisch und geben der Band eine Identität. Ich finde aber eben auch die musikalische Abwechslung und die überdrehte Mischung genrefremder Einflüsse herausstechend. Einige meiner Freunde hören enorm viel J-Pop, wo irgendwelche Teenager mit piepsigen Stimmen singen, aber die klingen extrem austauschbar und reizen mich gar nicht. Würden dieselben drei Mädels lediglich Techno oder reinrassigen Hip Hop spielen, wäre das absolut nicht mein Ding. Babymetal haben aber ja nicht umsonst auch international so eingeschlagen, weil sie eben wie nichts klingen, was die meisten Hörer sonst so gewöhnt sind, auch wenn das natürlich manche hier abstreiten.
Ich finde jedenfalls, dass sie ein wenig Frische in die Szene bringen. Ich blättere lieber für ihr Album dreissig Euro hin und werde über eine Stunde perfekt unterhalten oder zahle das Doppelte und sehe mir eine perfekt inszenierte Bühnenshow von über zwei Stunden mit viel Action an, als mir für zwanzig Tacken eine halbe Stunde altbackenes AC/DC-Material anzutun oder für vierzig Moneten einem kranken Lemmy dabei zuzusehen, wie er nach einer halben Stunde völlig kaputt von der Bühne schwankt. Ich sehe das so, aber das darf jeder gerne auch anders sehen, aber redet mir bitte nicht so einen Mist ein, wie dass ich das doch nicht Ernst meinen kann, als ob es ein Sakrileg sei, mal etwas Neues auszuprobieren.
16.11.2014, 21:34 » Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Einige meiner Freunde hören enorm viel J-Pop, wo irgendwelche Teenager mit piepsigen Stimmen singen, aber die klingen extrem austauschbar und reizen mich gar nicht.
Also austauschbarer J-Pop ist langweilig, aber austauschbarer J-Pop kombiniert mit austauschbarem Metal ist spannend? Hmm ok.
aber redet mir bitte nicht so einen Mist ein, wie dass ich das doch nicht Ernst meinen kann, als ob es ein Sakrileg sei, mal etwas Neues auszuprobieren.
Verdreh doch nicht immer alles, was man sagt. Ging nicht darum, dass du die Musik hörst bzw. magst, sondern dass du Kritikern unterstellst, sie wären ja nur neidisch, was ein ziemliches Kindergarten-Argument ist.
"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."
Johannes 14:6
Zeitgeist ..scheiß! Ohne Internet würde der "Müll" ja gar nicht hier bekannt werden, weil ungefähr 0 Potenzial dahintersteckt. Da fallen mir gleich auch solche Sachen oder "one hit wonder" ein...
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die könne gar keine Frische in die Szene bringen weil sie mit der Szene überhaupt nichts zu tun haben. Eher da Gegenteil ist der Fall.
Das kann man so nicht sagen. Ich bin ja in diversen Facebook-Groups wo auch zum Teil sehr junge Leute drin sind. Da waren doch einige auf dem Konzert im Sommer in Köln.
aber egal, wer weiss welcher Booker die auf den Festivals platziert hat.......
ich glaube er raffts schon, aber wär ja doof drauf einzugehen wenn man widerlegt wird... das machts ja oft auch so müßig mit ihm zu diskutieren. Ist halt schwer wenn man im Besitz der einzigen Wahrheit ist.
Sorry, aber eure Vergleiche kann man auch nicht so ganz raffen.
Marc vergleicht hier eine prollige Saufhymne, vier Minuten unästhetischen Krach und einen homoerotisch angehauchten Elektropopsong mit Achtziger-Einschlag mit einer Band, die einige der grössten Metalfestivals betourt hat, international bekannt ist und bei der noch gar nicht feststeht, ob es hier beim "One-Hit-Wunder" bleibt oder sich der Erfolg fortsetzt. Keine der drei erwähnten Bands hat auch nur annähernd den Erfolg gehabt, den Babymetal jetzt schon haben. Die drei Bands wirken eher wie amateurhafte Spassprojekte, die unter viel Alkoholeinfluss entstanden sind, bei Babymetal steckt jede Menge professionneller Input dahinter. Alle drei Bands klingen auch viel mehr nach altbekanntem Zeug als Babymetal, die ich mit keiner Band, die ich kenne, auch nur annähernd vergleichen kann und glaubt mir mal, ich kenne schon sehr viele Bands.
Ich warte immer noch auf das konkrete Beispiel von Irenicus, wo mir derselbe Crossover präsentiert wird wie bei Babymetal, bisher redet er aber nur um den Brei herum und sagt ich solle selbst suchen und dass es da ganz viele Beispiele gebe. Um mich zu uberzeugen braucht es da schon konkretere Beispiele.
Warum jetzt (wieder einmal) Waltari erwähnt werden, weiss ich nicht. Ich kenne ein paar Sachen der Band, wie das Album "Monk Punk" und finde, dass das Partymucke mit leichtem Punkeinschlag ist. Was das bitte mit Babymetal zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht.
Keine Ahnung wer die Booker sind, die Festivals wie das Sonisphere bedienen. Von den gleichen Organisatoren werden neben Babymetal auch andere austauschbare One-Hit-Wunder wie Iron Maiden an Land gezogen, puh, ganz schon schlimm...
So, nachdem ich die schlimmen Horbeispiele von Marc durchgegangen bin, wasche ich mir jetzt mal folgendermassen die Augen und Ohren
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Ganz schon viele Horbeispiele fur ein angebliches One-Hit-Wunder ubrigens...
Von den zahlreichen Hörproben funktioniert genau eins, der Rest ist nicht verfügbar. Aber das eine reicht auch schon, um mich zu wundern, dass das hier diskutiert wird. Ganz schwierig wird es, wenn als Vergleich AC/DC heran gezogen wird. Denen sag ich, schaut Euch das ruhig an, ich derweil sehe liebe Angus Young beim Stimmen seiner Gitarre zu ...
17.11.2014, 00:24 » Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Ich warte immer noch auf das konkrete Beispiel von Irenicus, wo mir derselbe Crossover präsentiert wird wie bei Babymetal, bisher redet er aber nur um den Brei herum und sagt ich solle selbst suchen und dass es da ganz viele Beispiele gebe. Um mich zu uberzeugen braucht es da schon konkretere Beispiele.
Ich kenne kein konkretes Beispiel von einer Band, die Pop und Death Metal (wenn man das so nennen kann) kombiniert, aber vielleicht liegt das auch daran, dass sonst noch keine andere Band auf die dumme und unpassende Idee kam? Oder wenn, dann null Erfolg damit hatte, da sie nicht kommerziell vermarktet wurde wie Babymetal. Das spielt aber auch keine Rolle, denn ich kann überhaupt nicht erkennen, was an solchem simplen Crossover per se originell sein soll. Um wild irgendwelche Stile zusammenzuwerfen braucht man kein Talent, aber dabei auch gute, kohärente Songs zu schreiben, ist ne andere Sache. Das schaffen dann die wenigsten. Die "Songs" dieser "Band" sind aber höchstwahrscheinlich eh am Computer zusammengebastelt worden, da kann man nicht mal von Songwriting reden. Das ist auf Dieter Bohlen-Niveau, nur aus nem anderen Land und in anderem Stil, ob man das nun wahrhaben will oder nicht.
"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."
Johannes 14:6
Ganz abgesehen davon, dass ich einigen hier recht bzgl. Sinn/Unsinn dieser Diskussion geben muss, kann ich nur sagen, dass ich zwar schon 1,2 Mal was von der "Band" gehört habe, mich das aber absolut nicht interessiert. Für mich ist das einfach keine authentische Musik. Punkt. Aus.
"There is a road, that I must travel. May it be paved or unseen..." (Disillusion - Back to Times of Splendor)
17.11.2014, 00:24 » Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
Warum jetzt (wieder einmal) Waltari erwähnt werden, weiss ich nicht. Ich kenne ein paar Sachen der Band, wie das Album "Monk Punk" und finde, dass das Partymucke mit leichtem Punkeinschlag ist. Was das bitte mit Babymetal zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht.
ist das ne Diskussionstaktik?? Einfach mal dumm stellen???
Waltari haben genau diesen Crossover aus Metal, Popelementen , Electromuisk usw. schon in den 90ern gebracht.
halt nur mit Substanz in den Songs (!!)
ich empfehle mal auf der einen Seite Songs wie So Fine und auf der anderen Seite "Yeah! Yeah! Die! Die!: Death Metal Symphony in Deep C
okay die hatten keine kleinen Mädchen in extrem kurzen Röcken in ihrer Band
John Wayne hat geschrieben:Von den zahlreichen Hörproben funktioniert genau eins, der Rest ist nicht verfügbar. Aber das eine reicht auch schon, um mich zu wundern, dass das hier diskutiert wird. Ganz schwierig wird es, wenn als Vergleich AC/DC heran gezogen wird. Denen sag ich, schaut Euch das ruhig an, ich derweil sehe liebe Angus Young beim Stimmen seiner Gitarre zu ...
Marc vergleicht hier eine prollige Saufhymne, vier Minuten unästhetischen Krach und einen homoerotisch angehauchten Elektropopsong mit Achtziger-Einschlag mit einer Band, die einige der grössten Metalfestivals betourt hat, international bekannt ist und bei der noch gar nicht feststeht, ob es hier beim "One-Hit-Wunder" bleibt oder sich der Erfolg fortsetzt. Keine der drei erwähnten Bands hat auch nur annähernd den Erfolg gehabt, den Babymetal jetzt schon haben. Die drei Bands wirken eher wie amateurhafte Spassprojekte, die unter viel Alkoholeinfluss entstanden sind, bei Babymetal steckt jede Menge professionneller Input dahinter.
Hab zwar keinen Plan wie "erfolgreich" Babymetal ist, die reine Teilnahme an Festivals ist aber noch kein Erfolgsindikator weil das Billing ja gerne auch mit billigen Bands, oder Bands die noch Geld mitbringen aufgefüllt werden. Die drei Hörbeispiele spiegeln auch nicht meinen Musikgeschmack wieder, waren aber nicht erfolglos, die Saufhymne war Platz 1 in den dt. Charts, die zweite Nummer lief Mitte der 90er in MTVs Alternative-Wahn rauf und runter, und die letzte Nummer war zumindest ein Charterfolg, keine Ahnung ob Nr. 1 oder nicht. Es ist anzunehmen, dass alle drei in den Jahren auch genügend Bookings hatten. Ob von Babymetal in ein oder zwei Jahren noch gesprochen wird wage ich schwer zu bezweifeln. Für mich ist es ne Mischung aus Knorkator und Aqua (Barbiegirl). Ob man das gut findet bleibt ja jedem selbst überlassen, ich teile da Irenicus Meinung bezüglich Komposition a la Bohlen.