Was ist mit Kamelot, Quebec?;) Die ist ja wohl Top!
Und gleichbedeutend das letzte relevante Album dieses Jahr!
So, das sind dann meine Tops:
1. Soulfly - Enslaved
Dieses Album bläst so ziemlich alles weg! Es geht einfach bei jedem Song rund. Sowohl die schnellen, thrashigen "Intervention" und "American Steel", das groovige "Plata O Plomo", der Death-Metal Knaller "Treachery" oder auch das Triptykon beeinflusste, doomige "Chains" haben einfach alles, was man zum ausrasten braucht. Bis auf "Revengeance" ist hier eigentlich auch jeder Song bis auf das kleinste Detail absolut geil. Aber eben dieser Song, "Revengeance", und auch die Tatsache, dass das Instrumental "Soulfly VIII" nur ein Bonustrack ist, lässt dieses Album knapp an der Höchstpunktzahl vorbeigehen. Es ist eine wirklicht großartige Platte, auch wieder einmal mit perfekten Vocals von Max Cavalera (imo der beste Shouter überhaupt). Die beiden 10 Punkte Knaller "Conquer" und "Dark Ages" werden diesmal allerdings nicht getoppt.
Anspieltipps: Gladiator, American Steel, Plata O Plomo, Chains
Wertung: 9,5/10
2. Kamelot - Silverthorn
Eine deutliche Steigerung! Die neue Kamelot steckt das zuvor erschienene Poetry Of The Poisoned und sogar das wirklich starke Ghost Opera mit links in die Tasche. Der Sängerwechsel macht hier gar nichts, da der neue Mann am Mikro, Tommy Kareivik, eigentlich gar nicht wirklich anders klingt als Roy Khan. Musikalisch greifen Kamelot wieder zu ihren alten Stärken, die für mich immer verantwortlich für das hohe Niveau der Alben Epica und The Black Halo verantwortlich waren. Unter den Kamelot Alben wäre Silverthorn bei mir auch auf Platz 3 nach diesen beiden Alben. Konzeptalben stehen der Band einfach. Besonders hervorheben muss man hier auch die Guest Vocals von Elize Ryd und Alissa White-Gluz.
Anspieltipps: Sacrimony (Angel Of Afterlife), Veritas, Silverthorn, Prodigal Son
Wertung: 9,5/10
3. Testament - Dark Roots Of Earth
Und da sag nochmal jemand, The Formation Of Damnation wäre ein gelungenes Comeback gewesen. So richtig warm wurde ich damit nämlich nie. Mit Dark Roots Of Earth sieht es da allerdings ganz anders aus. Jeder Song ist auf seine Art genial und man ist wirklich so thrashig, wie man es seit The Gathering nicht mehr war. Außerdem beschränkt man sich hier auf 9 Songs, was der ganzen Sache sichtlich gut tut. Super Abwechslung zwischen Uptempo-Thrashern ("Rise Up", "True American Hate"), Mid-Tempo Krachern ("Native Blood", "Throne Of Thorns") und sogar episch- balladesk angehauchtem Material ("Cold Embrace").
Anspieltipps: Rise Up, True American Hate, Cold Embrace, Last Stand For Independence
Wertung: 9,5/10
4. Pharaoh - Bury The Light
Auf Bury The Light zeigen sich Pharaoh stärker als je zuvor! Die lediglich "gute" Be Gone ist bei Weitem übertroffen und selbst das beinahe perfekte The Longest Night kann Bury The Light nicht das Wasser reichen. Mit progressiv-verspielten Songs ("Leave Me Here To Dream", "Spider's Thread"), harten Power-Metal Knallern ("The Wolves", "In Your Hands") und natürlich den unverzichtbaren episch-traditionellen Songs ("Castles In The Sky", "The Year Of The Blizzard") ist alles vertreten, was man von Pharaoh erwartet. Einfach nur spitze!
Anspieltipps: Castles In The Sky, Spider's Thread, Graveyard Of Empires, In Your Hands
Wertung: 9,5/10
5. Overkill - The Electric Age
Hier wird genau da weitergemacht, wo man beim grandiosen Vorgänger Ironbound aufgehört hat. Der einzige Unterschied ist der hier noch etwas mehr vorhandene Punkige Einschlag, der meiner Ansicht nach perfekt zu Overkill passt, vor Allem wegen der Vocals. Besser als Ironbound ist die Platte nicht, aber auch nicht viel schwächer! Das einzige, was meiner Ansicht nach fehlt (aber auch schon bei Ironbound) ist ein Song der Marke "Horrorscope" oder "Skullcrusher". Trotzdem geil!
Anspieltipps: Come And Get It, Electric Rattlesnake, Black Daze, Drop The Hammer Down
Wertung: 9/10
6. Slash - Apocalyptic Love
Hier geht's vor allem um eins: Spaßfaktor! Wer hier großen musikalischen Anspruch erwartet, ist hier (bis auf "Anastacia") falsch! Diese Platte ist einfach perfekt um mit Kumpels einen zu saufen oder um einfach nur gute Laune zu haben. Aber genau diese Aspekte erwarte ich auch an einer Slash Scheibe. Auf jeden Fall steckt Apocalyptic Love die aktuelle Guns N' Roses Scheibe Chinese Democracy sowas von in die Tasche, das ist kaum zu glauben. Wenn Axl Rose etwas auf diesem Niveau rausbringen würde, dann wären auch die neuen GN'R für mich wieder vollständig ernst zu nehmen!
Anspieltipps: Apocalyptic Love, One Last Thrill, Anastacia, Not For Me, Hard & Fast
7. Grave Digger - Clash Of The Gods
Beim ersten Hören war ich echt umgehauen. Richtig gut finde ich sie auch immernoch, allerdings nervt bei dem musikalisch wirklich gutem Niveau, dass Bolthendahls Englisch einfach immer schlechter wird. Ich finde jeden einzelnen Song geil und das Album hätte wirklich stärker werden können, hätte man sich da ein bisschen mehr Mühe gegeben. Aber das ist auch wirklich mein einziges Problem mit der Platte. Ansonsten gibt es hier wirklich fette Riffs, geile Melodien und den typisch guten Grave Digger Sound! So stark wie der Vorgänger "The Clans Will Rise Again" ist die Platte nicht, aber dennoch wirklich ein Top des Jahres!
Anspieltipps: God Of Terror, Medusa, Clash Of The Gods, Call Of The Sirens
Wertung: 8/10
8. Sabaton - Carolus Rex
Also irgendwie nervt mich einiges bei dieser Band ziemlich. Erst werden fast alle Mitglieder gekickt und dann kommt man auf Tour nichtmal in den Ruhrpott, wo man eigentlich berühmt geworden ist. Für mich persönlich ist es, da ich ja jetzt im Rheinland wohne, eigentlich egal, trotzdem geht's hier einfach ums Prinzip! Dennoch kann man nicht leugnen, dass Carolus Rex ein wirklich gutes Album geworden ist. Es ist wieder deutlich stärker als der Vorgänger Coat Of Arms und die Story passt ja auch ganz gut zu Sabaton. An die ersten drei Alben kommt es allerdings nicht ran. Trotzdem hat es immer wieder Spaß gemacht, das Teil zu hören.
Anspieltipps: The Lion From The North, Gott Mit Uns, 1648, Killing Ground
Wertung: 8/10
Flops:
1. Running Wild - Shadowmaker
Also das ist ja mal gar nichts. Kien bisschen Power in irgendeinem Song, der schlechteste Drum Computer der Welt und dann noch ein Rock N' Rolf, der überzeugt von dieser Scheiße ist. Das hat meiner Ansicht nach nichts mehr mit Running Wild wie ich sie mochte zu tun! Den einen Punkt gibt's für zwei halbgute Songs (Titeltrack und Dracula).
Wertung: 1/10
2. Manowar - The Lord Of Steel
So schlecht waren Manowar zuletzt nur auf God Of War. Eben. Es kommt einem so vor, als wäre dieses Album vor einer halben Ewigkeit erschienen. Die neue ist sogar minimal besser, aber 5 Jahre für diesen Mist?! Also wirklich, die ganze Sache wird hier echt zu lächerlich. Ich verachte eine Band, die ich früher geliebt habe. Bis zu einem gewissen Punkt hab ich Manowar auch immer verteidigt, aber langsam wird das ja echt immer schlimmer. Einige mittelmäßige Songs, sonst nix.
Wertung: 3/10
3. Ram - Death
Eigentlich kann man hier nicht wirklich von einem Flop sprechen, aber auch nicht wirklich von einem Top. Für RAM-Verhältnisse ist das auf jeden Fall eine herbe enttäuschung. Das megastarke Speed-Metal Debut und die absolut perfekte 10-Punkte Platte Lightbringer haben mit der Zeit niemals abgenommen und gehören auf jeden Fall zu den stärksten Alben, die es so gibt! Aber was soll das hier?! Das Intro ist für mich noch sehr stark und mündet dann auch in den wirklich guten Opener "Comes From The Mouth Beyond". Wirklich starke Songs sind ansonsten nur noch "Defiant" und "Flame Of The Tyrants". Der Rest versinkt im Einheitsbrei und ist zwar nicht schlecht aber auch nichts besonderes. Für das, was ich von dieser Band gewohnt bin ist das eine herbe Enttäuschung.
Wertung: 6/10
Ansonsten ist dieses Jahr nichts erschienen, was für mich persönlich Relevant ist. Eigentlich war Manowar und Running Wild auch schon nicht mehr Relevant, allerdings war ich mal Fan dieser Bands, weshalb es mich schon interessiert. Ich hatte ja eigentlich noch auf eine neue Platte von Tool gehofft, aber da kann man ja nur hoffen dass die überhaupt noch erscheint...
Bands die ich dieses Jahr neu für mich entdeckt habe waren:
Guns N' Roses - Ich kannte die Band zwar schon vorher, aber dass die mich wirklich so vom Hocker hauen hätte ich nicht gedacht. Keine Band mit so wenig Alben hat mich wirklich für eine so lange Zeit in ihren Bann gezogen. Appetite For Destruction gehört zu den besten Alben aller Zeiten!
Tool - So eine komische Musik habe ich wirklich noch nie gehört. Die Band ist wirklich absolut wahnsinnig und gerade das macht es so besonders. Die Musik ist eine einzige Droge, die einen völlig einnimmt. Einfach unglaublich!
Red Hot Chili Peppers - Auch hier kannte ich natürlich schon einiges vorher, aber natürlich nur die Radio-Hits. Der funkige Stoff blieb mir immer verborgen und jetzt hat diese Band mich für diese Musik geöffnet. Vor Allem das Gitarrenspiel von John Frusciante ist unverwechselbar und ich spiele kaum Songs so gerne nach wie die von RHCP!
Rage Against The Machine - Groove, Groove und nochmal Groove. Nachdem ich Funk- und Rap Einflüsse schon durch RHCP kennen- und lieben gelernt habe, führte natürlich kein Weg an RATM vorbei. Ich liebe die Art und Weise, wie Zakk de la Rocha seine ganze Wut rausschreit in Kombination mit dem genialen Gitarrenspiel von Tom Morello! Einfach nur geil!
Nickelback - Während ich diese Band immer nur unter den radio tauglichn Songs kannte, ist mir mal aufgefallen, wie gut die doch teilweise sein können. Zu meinen absoluten Faves werden sie wahrscheinlich nie gehören, aber Dark Horse ist schon eine sehr sehr starke Platte.