Hab die Band während meiner Zivildienstzeit zum ersten Mal gehört. Sind damals regelmäßig in die einzige Rockkneipe bei uns im Ort gegangen und da lief dann mal Prelude to Madness/Hall of the Mountain King. Kannte damals keiner von uns, haben dann beim Barkeeper nachgefragt, was das denn für eine Band ist - Savatage sagte dann damals auch keinem von uns was.
Das erste Album, das ich dann komplett gehört habe war dann Wake of Magellan. Eine Scheibe, die ich absolut unterbewertet finde! Eigentlich kaum ein schwacher Song drauf (nur Complaint in the system gefällt mir nicht ganz so gut). Hab mir dann als nächstes die Best Of From the gutter to the stage geholt und da war es dann endgültig um mich geschehen. Nach und nach hab ich mir dann einige Alben geholt, wobei mir die allerersten noch fehlen, aber mir gefällt eigentlich die Phase ab Gutter Ballet eh besser. Aber die Lücke werd ich wohl irgendwann mal noch schließen.
Zu den Alben:
Hall of the Mountain King:
das Album wird einfach überragt von dem Duo Prelude to Madness/Hall of the Mountain King
Zunächst die Savatage-Version von Griegs In der Halle des Bergkönigs und dann der Gesang von Jon Olive mit diesem irren Lachen - unübertroffen. Der Rest des Albums ist auch ganz gut (24Hrs ago, Beyond the doors ot the dark, ...) aber mir gefallen die nachfolgenden Alben einfach besser.
Gutter Ballet:
ab diesem Album folgt eigentlich ein Kracheralbum auf das andere.
Das Album startet mit Of Rage and war zwar noch eher im Stil des Vorgängers, aber dann folgt gleich der Titelsong Gutter Ballet und man erkennt die neue Richtung. Dann natürlich die überragende Ballade When the crowds are gone. Eine der besten Balladen ever! Außerdem sticht für mich das sehr atmosphärische Hounds noch hervor.
Streets:
Das erste Konzeptalbum der Band und dann gleich ein richtiger Knaller. Hier gibt es keinen schwachen Song. Beim ersten Hören hat mich der Song Jesus Saves ziemlich überrascht. Ich kannte bis dahin die Alternativversion DT Jesus von der From the Gutter to the Stage CD und war dann doch überrascht wie sehr sich die Versionen unterscheiden. Ist aber ein geiler Song. Ansonsten wüsste ich gar nicht, welche Songs man noch hervorheben sollte, die sind eigentlich alle gut. Das einzige was mich immer ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, dass an drei Stellen zwei Songs zu einem Track zusammengefasst wurden (zumindest bei meiner CD-Fassung): You're alive/Sammy and Tex, Agony and ecstasy/Heal my soul und Somewhere in time/Believe. Da wäre es mir persönlich lieber gewesen, wenn man die Songs alle einzeln auf CD gepresst hätte. Weiß eigentlich irgendjemand, warum man das so gemacht hat?
Edge of thorns:
Mein persönliches Lieblingsalbum mit dem genialen Titelsong und auch sonst keinem einzigen Ausfall. Leider das letzte Album mit Criss Oliva, dafür das erste mit Zak Stevens, dessen Gesang mir fast besser gefällt als der von Jon.
Handful of Rain:
Etwas schwächer als der Vorgänger, aber trotzdem ein erstklassiges Album. Hervorzuheben sind hier vor allem Chance - das erste Stück auf dem die Band mit einem Kontrapunkt-Teil experimentiert hat. Und natürlich das sehr emotionale Abschiedslied für den verstorbenen Criss Olive: Alone you breathe.
Dead Winter Dead:
Wieder ein Konzeptalbum, zwar nicht so gut wie Streets, aber trotzdem genial. Bei One Child und Not what you see wird der Kontrapunkt-Gesang fortgesetzt. Ansonsten gibt es hier die Urversion des TSO-Stücks Christmas eve.
Wake of Magellan:
Gefällt mir besser als der Vorgänger. Auch wieder ein Konzeptalbum und imo absolut unterbewertet - war aber auch das erste Album von Savatage, das ich komplett gehört habe, daher hab ich eine besondere Beziehung zu dem Album. Hervorheben würde ich hier den Titelsong oder The Hourglass oder auch Morning Sun
Poets and Madmen:
Wieder mit Jon Oliva am Gesang und wieder ein Konzeptalbum. Leider von den Alben, die ich kenne das Schwächste. Es gibt zwar auch hier tolle Stücke, z.B. Morphine Child, Comissar aber insgesamt fehlen einfach die zündenden Ideen, der bisherigen Alben. Auch die Geschichte, die das Album erzählt finde ich im Vergleich zu den anderen schwach. Naja, ist ein Album das man haben kann, aber nicht haben muss. Schade dass Savatage auf Eis gelegt wurden. Ein etwas stärkeres Abschiedsalbum hätte ich mir schon gewünscht.









