Hart & Zart -Was sind eure Lieblings-Metal-Balladen

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#46

Beitrag von Chewie »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
13. Nov 2024 17:13

Schade, dass du mein Beispiel missverstanden hast und nur auf ein Foto schaust, anstatt dir die Musik anzuhören. I
Hab ich gemacht, auf Videos wirken die noch jünger.

Die Musik ist auch nicht unbedingt besser oder anders als die der 90er Jahre Boy/Girlbands.
Ich persönlich finde die Musik sogar viel schlechter
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Quebec-weekend-warrior89
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#47

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Ich habe jetzt aus Neugier natürlich auch geschaut. Sieht schon ziemlich jung aus, aber natürlich darf man nicht auf die Musik schließen. Aber Chewies kleine Spitze wirst Du schon ertragen ;)
Selbstverständlich ertrage ich die, auch wenn zwei Drittel gar nicht gestimmt haben ;) Andere ehemalige User hätten allerdings schon den Anwalt eingeschaltet :lol: Es geht mir übrigens wirklich um die Musik und nicht um das Aussehen der Damen 8-)
Aber dafür haue ich mal wieder eine Ballade von weltumspannender Bedeutung raus
Genau hier liegt für mich das Problem. Dieses Lied wurde inzwischen schon so etwas von totgespielt, dass es wieder von den Toten auferstanden und dann noch einmal gestorben ist. Dadurch hat es für mich inzwischen jeglichen ursprünglichen Reiz verloren. Die Lieder, die ich von The Beatles schätze, sind eben die, welche nicht täglich seit sechzig Jahren im Radio auf uns losgelassen werden, wie beispielsweise "Lady Madonna" oder von den bekannteren Stücken beispielsweise "Lucy in the Sky with Diamonds".
Die Musik ist auch nicht unbedingt besser oder anders als die der 90er Jahre Boy/Girlbands. Ich persönlich finde die Musik sogar viel schlechter.
Ich persönlich höre halt einfach lieber etwas frisches und neues als zum einhundertsten Mal "Oops! I Did It Again" oder "Wannabe".
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#48

Beitrag von John Wayne »

Im Prinzip drückst Du es so aus, wie ich sagte. DU hast aus genannten Gründen keinen Bock mehr, bestimmte Songs zu hören. Trotzdem ist Let it be einer für die Ewigkeit. Für mich ist er nicht totgespielt, da ich ihn gefühlt gar nicht so oft höre. Ich bin auch kein Beatlesfan und war es auch nie. Ich fühle mich weit mehr zu den Stones hingezogen, mag aber überhaupt nicht Satisfaction, noch nicht mal wegen totgespielt, ich mochte den noch nie. Trotzdem erkenne ich an, dass der für die Ewigkeit ist, so wie Smoke on the Water oder Locomotive Breath.
Ich könnte auch zwei Alben bemühen, die auch für die Ewigkeit sind, Dark Side of the Moon und Wish you were here. Diese beiden Scheiben im Speziellen kenne ich seit 1975 und haben bei mir bis heute nichts von ihrer Magie verloren. Hier passt mal für mich beides zusammen. Objektiv für die Ewigkeit und können bei mir nicht totgespielt werden.
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#49

Beitrag von Chewie »

wegen dieses "Übersättigungssyndroms" bei einigen Songs habe ich mir letztens von Savatage Lieder fürs Auto zusammengestellt die eher aus der sog. 2.reihe kommen. Klappt wunderbar und macht Spaß zu hören.
Mache ich demnächst bei Maiden auch (Flash of The Blade, The Duellist, Losfers Word, Invaders und Gangland sind schon mal sicher dabei :D :D )
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#50

Beitrag von Fayelander »

Halestorm mit Dear Daughter



Die Stimme gefällt mir sehr gut!
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#51

Beitrag von chemicalwedding »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
14. Nov 2024 16:21
Genau hier liegt für mich das Problem. Dieses Lied wurde inzwischen schon so etwas von totgespielt, dass es wieder von den Toten auferstanden und dann noch einmal gestorben ist. Dadurch hat es für mich inzwischen jeglichen ursprünglichen Reiz verloren.
Let it be höre ich fast nie irgendwo :think:
vielleicht liegt es daran, dass ich so gut wie nie Radio hören oder Unterhaltungsshows im Fernseher anschaue. :ka:

Wie ist es denn mit Run to the Hills oder Nothing Else Matters? Diese beiden Songs werden ja auch an jeder Ecke gespielt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwo einer dieser beiden Songs höre, ist höher als von Let it be.
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#52

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Bis ins Jahr 2003 wurde "Let It Be" allein in US-amerikanischen Radios über vier Millionen Mal gespielt. Mit so einer populären Band können selbst die umsatzstärksten Metalbands wie Metallica und Iron Maiden nicht ansatzweise mithalten.

Quelle: https://www.classicbands.com/mostplayed.html
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#53

Beitrag von chemicalwedding »

habe ja nicht behauptet, dass Hills mehr im Radio gespielt wurde als Let it be, nur dass ich Hills oder Nothing else Matters schon viel mehr Radio oder irgendwo z.B. in einem Laden als Hintergrundgeträller gehört habe, als Let it be. Deshalb bin ich mir speziell Matters viel mehr überdrüssig als Let it be. Ob ein Song x Millionen mal in der US gespielt wurde ist mehr eigentlich eher egal, ich höre mir ja kein US Radio an. Generell meide ich Radio, ich ziehe es vor selber zu entscheiden was ich mir gerade anhöre, und will nicht von jemand anderem besoundet werden.
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#54

Beitrag von Fayelander »



Bush feat. Amy Lee.
1000 Years
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#55

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Amy Lee hatte mit Evanescence vor inzwischen einundzwanzig Jahren ein kommerziell erfolgreiches Album und hat seitdem künstlerisch nicht viel mehr geschafft, als immer wieder hier und dort als Gastsängerin angeheuert zu werden - meine Welt ist das jedenfalls nicht.

Letztens hatte ich mich mit meinem Vater über Pink Floyd unterhalten und er pries gerade die völlig abgedrehten Alben der späten Sechziger und frühen Siebziger an. Sein Favorit ist Ummagumma von 1969. Schrecklich fand er es, als die Band kommerziell richtig erfolgreich wurde und plötzlich elegante Anzugsträger, die mit solcher Musik zuvor nie irgendetwas zu tun haben wollten, The Dark Side of the Moon und später The Wall als unsterbliche Klassiker anpriesen. Ich teile seine Ansicht hier zu einhundert Prozent, was sicher auch einige meiner vorherigen Kommentare erklärt. Wer gerne Musik aus dieser Zeit hört, dem kann ich wärmstens Ten Years After empfehlen.
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#56

Beitrag von Chewie »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
14. Dez 2024 20:49
Schrecklich fand er es, als die Band kommerziell richtig erfolgreich wurde und plötzlich elegante Anzugsträger, die mit solcher Musik zuvor nie irgendetwas zu tun haben wollten, The Dark Side of the Moon und später The Wall als unsterbliche Klassiker anpriesen.
solche Typen kenne ich auch.

Zu meiner Schulzeit gabs es welche für die waren wir "Metalhörer" verpönte asoziale.
Als dann die Musik immer populärer wurde, hörte diese auch die Musik. Heute tut man so, als wenn man von Anfang an dabei war.........

Am besten komme ich immer noch mit demjenigen zurecht, der damals (also 80er) diese ganze Synthi Musik gehört hat und für den meine Musik nichts war sowie seine für mich nichts. Wir schreiben uns heute noch per WhatsApp.

PS. für mich waren Pink Floyd auch nie was :D :D
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#57

Beitrag von John Wayne »

Was die genannten Alben betrifft, widerspreche ich natürlich vehement. Dark Side und Wish you were here sind absolute Meilensteine.

Was die andere Frage betrifft, lässt sich das bei vielen Bands/Interpreten beobachten, die plötzlich den kommerziellen Aufstieg hatten. Das war bei Pink Floyd Dark Side of the Moon. Musikalisch kann man da aber nicht den Kommerzstempel draufdrücken. Bei Metallica das schwarze Album, Jethro Tull Aqualung, U2 Joshua Tree, Genesis ...and then there were three, ja selbst bei Maiden the number of teh beast, wobei hier natürlich NWOBHM zugute kam.

All diesen Interpreten und weiteren Vergleichbaren ist gemein, dass sie die Urfans hatten, die später die Nase rümpften, als alle das geil fanden, quasi wurde ihre so heiß geliebte Musik Mainstream und man verlor das exotische.
Wenn Ihr aber bei den Künstlern nachfragt, niemand will darauf verzichten, von der Musik leben zu können bzw. sogar damit reich zu werden. Und der Fan hat eine große Neigung, seine Helden auch wieder vom Sockel zu stoßen, als wenn sie ein Mitspracherecht bei der musikalischen Ausrichtung hätten. Hat fast was von den Ultras im Fußball. Ich sehe das ganz einfach, mit viel Glück kann ich gemeinsam mit der Musik und den Musikern alt werden, im Zweifel stelle ich den Support ein, wenn ich das nicht mitgehen möchte.

Pink Floyd war meine musikalische Erweckung neben Jethro Tull. Ich liebe die Alben ab Ummagumma.

Im Prinzip kann man über dieses Thema trefflich diskutieren. Mir fallen Bands ein, bei denen ich das nicht so genau einordnen kann, Toten Hosen, Coldplay oder Bon Jovi.
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#58

Beitrag von Chewie »

John Wayne hat geschrieben:
16. Dez 2024 07:56
-.......Musikalisch kann man da aber nicht den Kommerzstempel draufdrücken. Bei Metallica das schwarze Album........

All diesen Interpreten und weiteren Vergleichbaren ist gemein, dass sie die Urfans hatten, die später die Nase rümpften, als alle das geil fanden, quasi wurde ihre so heiß geliebte Musik Mainstream und man verlor das exotische.
......
Im Prinzip kann man über dieses Thema trefflich diskutieren. Mir fallen Bands ein, bei denen ich das nicht so genau einordnen kann, Toten Hosen, Coldplay oder Bon Jovi.

Bei Metallica ging es schon mit den ersten, akustischen Klängen bei Ride The Lightning los und dann ist das noch ne Ballade auf der Scheibe (wobei der Text ganz schön heftig ist wie ich finde) :D :D , war das ein Aufstand. :lol: :lol:

Ich glaube es war eher so gemeint, dass diese Wendehälse erst die Musik verteufeln und dann auf den Zug aufsprangen als es cool wurde. Vielen glaube ich nicht, dass denen die Musik wirklich so toll gefällt wie sie tun.

Ich glaube die Toten Hosen würden heutzutage einen Song wie "Lesbisch, schwarz, behindert" (1999 veröffentlicht) nicht mehr schreiben.
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Beitrag von John Wayne »

Wenn ich ganz ehrlich bin, waren die härteren Klänge zunächst nicht so meins. Meine musikalische Erweckung nannte ich, dazu kam Mike Oldfield und Tangerine Dream. Mein Gott, was haben wir Abende damit verbracht. Der Schritt zu den härteren Klängen kam mit einem Song namens Touch too much, bei dem ich mich ertappt habe, dass ich das total geil fand. Ich wurde dann immer offener, entdeckte Rainbow und Whitesnake, wobei ich da die Zeitleiste nicht mehr ganz hinkriege. Ich stehe heute aber immer noch zu allem, was mich musikalisch umtrieb. Und ja, Trendsetter und Wendehälse gibt es und es gab sie immer. Das erinnert mich an den Song Wellenreiter :-). Auch wenn der nicht nur musikalisch gemeint war.
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