Der Trailer finde ich recht wirr. Bin aber sehr gespannt auf das neue Album. Ein 2-stündiges-Konzeptalbum riecht nicht gerade nach einfacher Kost und ich hoffe das Teil ist nicht zu langatmig.
Ich überlege mir immer noch, ob ich an das Konzert in Zürich gehen soll. Aber Dream Theater spielt dieses mal in einem sauteuren Schuppen, komplett bestuhlt. Die günstigsten Tickets kosten knapp 100 EURO. Irgendwie :crazy:
Voraussichtlich wollen sie ja das komplette Album live spielen. Auf jeden Fall wurde das für die US-Tour so angekündigt. Da bleibt nicht mehr so viel Platz für andere Songs
Ja, die Preise sind jenseits von Gut und Boese bei dieser Tour. Mein Vater hat fuer Nuernberg 86€ pro Karte bezahlt (4. Reihe Mitte). Ohne ihn haette ich bei diesen Preisen wohl verzichtet.
Naja, wenn sie 3 Stunden spielen bleibt nach 2h Astonishing noch ne Stunde fuer ein paar Klassiker.
Der Anfang von "Moment of Betrayal" finde ich ganz stark. Auf die Dauer fehlt dem Song aber ein wenig die Würze, für mich wurde ein wenig zu viel auf Bombast gesetzt. Trotzdem bin ich ziemlich auf das komplette Album gespannt. Die beiden nun bekannten Songs gefallen mir schon mal besser als das meiste auf den beiden letzten Outputs.
The Gift of Music gefällt mir wesentlich besser. Der Anfang von Moment of Betrayal ist zwar richtig stark aber der Song möchte einfach zu viel und bleibt dennoch sehr verhalten. Das aber ist nur mein erster Eindruck. Ich bin jetzt schon sehr auf das Gesamtwerk gespannt.
Into the valley of death fear no evil. We will go forward no matter the cost
Nach nun zwei Durchgängen kann ich sagen dass die Scheibe der absolute Hammer ist. Von der Story habe ich mir zwar mehr erhofft. Aber dafür wird sie imo musikalisch extrem gut umgesetzt. Der absolute Kracher ist für mich bisher "A better Life". Mir gefällt vor allem der sehr starke Gesang von LaBrie auf dem gesamten Werk. Für mich gibt es auf diesem Album einige experimentelle Momente, die mich einfach mitgerissen haben. Ich bin gespannt wie das Teil noch wächst.
Into the valley of death fear no evil. We will go forward no matter the cost
Also bis jetzt eine ziemlich schwierige Platte, die ich noch nicht bis zum Ende hören konnte. Was mich direkt stört, ist wieder dieses "das Album muss als Ganzes gesehen werden", weil ich teilweise keine richtigen Einzelsongs ausmachen kann... aber mal abwarten.
Ich wollte mich nicht wirklich mit einem schwachen Dream Theater Album abfinden, also habe ich mich nach einem weiteren verzweifelten Hörversuch mal mit den "Songs" des Albums auseinandergesetzt. Es ergibt sich: Die Hälfte des Albums besteht aus gequirltem Ausgeschiedenem in Form von unnötigem Schnickschnack. Was ist aber mit der anderen Hälfte? Wenn man bereit ist, die Platte auseinanderzunehmen und sich die richtigen Songs zusammensucht, kann man insgesamt doch von einer guten Platte sprechen. Auf einmal stören sämtliche Piano-Einheiten nicht mehr, da sie maximal als Intro dienen und nicht noch mit einem weiteren 5-minütigen Piano-Intro versehen sind.
Wenn The Astonishing hörbar werden soll, bleiben folgende Einheiten übrig:
1. Dystopian Overture
2. The Gift of Music
3. A Better Life
4. Lord Nafaryus
5. When Your Time Has Come
6. Three Days
7. A Life Left Behind
8. A New Beginning
9. Moment of Betrayal
10. The Path That Divides
11. The Walking Shadow
12. My Last Farewell
13. Hymn of a Thousand Voices
14. Our New World
(Meine persönliche Playlist beim Streaming-Dienst Deezer unter dem Titel "The Real Astonishing)
Mit einer Gesamtspielzeit von 67 Minuten und 41 Sekunden etwas unter dem Dream Theater Durchschnitt aber durchaus tragbar. Momentan in dieser Form für mich 8 - 8,5 Punkte wert. Ich sehe allerdings noch Steigerungspotenzial. Man muss nur die komplette andere Hälfte des Albums ignorieren. Auch wenn Mike Portnoys Austritt der Band anfangs einiges positives erbracht hat, wünsche ich mir ihn an dieser Stelle fast schon zurück. Bei so viel Weichspülschrott und nebensächlichem Firlefanz hätte er sicher interveniert.
Wobei die weichgespülten Songs auf den alten Alben für mich immer mit die Gänsehautmomente dargestellt haben (Wither, Best of Times, I Walk beside you usw. ; aus genommen das Saxofon auf Another Day).
04.02.2016, 13:13 » Chewie hat geschrieben:Wobei die weichgespülten Songs auf den alten Alben für mich immer mit die Gänsehautmomente dargestellt haben (Wither, Best of Times, I Walk beside you usw. ; aus genommen das Saxofon auf Another Day).
Da verstehe ich Dich auch sehr gut und diese Art von Tracks meine ich bei The Astonishing auch nicht. Songs in der von dir beschriebenen Richtung sind auf der Platte ja eher The Gift of Music, When Your Time Has Come, A Life Left Behind oder Our New World und die sind in meiner Playlist ja enthalten. Mir geht es eher um die ständigen komplett einschläfernden Piano+Gesang "Songs" bzw. "Intros" oder "Sequenzen" oder was auch immer... ich kann die Platte als Ganzes einfach nicht hören, aber in komprimierter Fassung lassen sich tolle Einzelsongs herausziehen und die Platte wird hörbar.
our new world ist der straighteste song auf der platte und gefällt mir mit abstand am besten. (sag ich als absoluter prog-fan) der hat auch nicht diese immer wiederkehrenden orchestrierungen und chöre. die gehen mir beim kompletten durchhören auf den zeiger.
es gibt auch keinen wirklichen höhepunkt auf der platte. da hätte man besser eine einfache cd gemacht und sich die orchester- und chorsachen für die wirklich dramatischen höhepunkte aufgespart.
trotzdem hört man aber, dass sich die herrschaften petrucci und rudess beim schreiben und arrangieren mächtig viel arbeit gemacht haben. nur mangini klingt leider durch sein ultra-präzises drumming und den bescheidenen drum-sound etwas nach drumcomputer. ein portnoy hätte dem ganzen sicherlich mehr würze und arschtritt gegeben. so sehr ich mangini schätze, wünsche ich mir jetzt manchmal einen mike portnoy zurück, der zwar technisch unterlegen ist, aber einfach dreckiger und lebendiger klingt.
10.02.2016, 15:40 » machine-man hat geschrieben: der hat auch nicht diese immer wiederkehrenden orchestrierungen und chöre. die gehen mir beim kompletten durchhören auf den zeiger.
es gibt auch keinen wirklichen höhepunkt auf der platte. da hätte man besser eine einfache cd gemacht und sich die orchester- und chorsachen für die wirklich dramatischen höhepunkte aufgespart.
Sehe ich genau so, die Chöre werden viel zu oft und altbacken eingesetzt. Schlussendlich fehlt mit der Zeit jede Dramaturgie.
Rudess ist ein Genie, aber irgendwie in der falschen Band. Er lässt DT immer mehr altbacken und gleich klingen. Ich wundere mich wie DT klingen würde wenn Kevin Moore die Band nie verlassen hätte.
10.02.2016, 15:40 » machine-man hat geschrieben:trotzdem hört man aber, dass sich die herrschaften petrucci und rudess beim schreiben und arrangieren mächtig viel arbeit gemacht haben.
Vor der kompositorischen Leistung ziehe ich den Hut. Wie Petrucci das ganze Konzept musikalisch umgesetzt hat verdient Respekt. Nur ist es auf die Dauer leider fast ein wenig monoton.
10.02.2016, 15:40 » machine-man hat geschrieben:nur mangini klingt leider durch sein ultra-präzises drumming und den bescheidenen drum-sound etwas nach drumcomputer.
Vermutlich werden bei DT wie bei vielen anderen Metalbands die Drums komplett vertriggert. Schade! Was nützt es die Drums "von Hand" einzuspielen wenn mit dem Triggern die ganze "Seele" verdeckt wird?
Vermutlich werden bei DT wie bei vielen anderen Metalbands die Drums komplett vertriggert. Schade! Was nützt es die Drums "von Hand" einzuspielen wenn mit dem Triggern die ganze "Seele" verdeckt wird?
laut Aussage Portnoy waren die Drums schon auf der Images and Words getriggert