Sabaton - The Great War

Alben, Songs und Veröffentlichungen anderer Metal- & Rockbands

Moderator: Chewie

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ZoSo_Capricorn
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Re: Sabaton - The Great War

#31

Beitrag von ZoSo_Capricorn »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben: Dennoch ist das ewiggestrige Gerede von Kuhnemund und Konsorten nur nervig. Er war tatsachlich mal ein guter Journalist, scheint aber ziemlich kompliziert, konservativ und selbstverliebt zu sein. Dass solche negative Kommentare vom Deaf Forever und seiner Leserschaft kommen, wundert mich allerdings auch nicht.
Neid ist in den sozialen Medien auch weit verbreitet: Sabaton sind extreme erfolgreich, werden aber als infantil bezeichnet. Metallica haben ohnehin seit dreissig Jahren nur Schund veroffentlicht, aber es wird weiter uber sie berichtet. Es wurde schon vor funf Jahren angekundigt, dass es Babymetal zwei Jahre spater nicht mehr geben und sie keiner mehr horen wurde, und es hat absolut nicht zugetroffen. Solches Gerede kann man in die Tonne kloppen.

Naja, das ist ja ganz einfache Kritik an der Stilisierung der Musik und Realitätskonfrontation in diesem Vorwort gewesen. Da geht's nicht darum, dass Sabaton der Erfolg nicht gegönnt wird, sondern wie ihnen nichts, aber auch gar nichts, zu schade und peinlich ist, um sich selbst darzustellen. Und wenn man sich dann als Schlagermetalband in Macho-Pose vor Kriegsgräbern ablichten lässt, dann ist das einfach grausig. Und diese Kritik am Kommerz teile ich besten Gewissens. Nur weil etwas erfolgreich ist, heißt es noch lange nicht, dass man das automatisch gutheißen muss.

Ich meine, warum hören wir hier alle Rock und Metal? Ich glaube die Meisten meinen in der Musik soetwas wie Herz, Seele oder Leidenschaft zu hören. Und wenn dann sowas wie Sabaton (die ja anfangs noch nicht so abartig wie heute unterwegs waren) oder Babymetal um die Ecke kommt, dann merken viele, dass da nichts mehr von Herz, Seele oder Leidenschaft zu hören und zu sehen ist. Und auch hier: Wir sind in einem Iron Maiden Forum, eine der größten Bands im Metalbereich und hier finden wir alles zuvor Genannte wieder. Man kann ja auch als berühmte Band gute Musik machen, das eine schließt das andere ja nicht aus. Nur so eine Heuchelei wie bei Sabaton geht mir dann irgendwann auch gegen den Strich.

Auch weiß ich nicht, woher da immer der "Neid" mitspielen soll, wenn man mal seinen Idealen folgt. Höchstens Unverständnis spielt da mit rein und der Wunsch, dass Bands die Anerkennung bekommen sollten, von denen man selbst denkt sie verdienen es.
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eddie666
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Re: Sabaton - The Great War

#32

Beitrag von eddie666 »

Chewie hat geschrieben:
Riot kannte ich. Die haben nach einer Pause den Namen geändert. Hatte die irgendiwe dann nicht mehr aud dem Radar gehabt.
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chemicalwedding
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Re: Sabaton - The Great War

#33

Beitrag von chemicalwedding »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Dies ist vermutlich das schlechteste Album, das ich in diesem Jahr gehort habe. Bis auf das etwas langere ''The End of the War to End All Wars'' und der chorale Ausklang ''In Flanders Field'' an dem Sabaton an und fur sich gar nicht beteiligt sind, klingt jedes Lied exakt gleich: dreieinhalb Minuten lang, gleichformige Midtempo-Riffs mit Yngwie-Malmsteen-Solo-Versuchen, frohliche Fanfaren-Keyboard-Sounds, kaum horbarer Bass, stinklangweiliges Schlagzeugspiel welches auch aus der Konserve kommen konnte und alles auf gleochformige austauschbare Refrains zugeschnitten.
Hier beschreibst du eigentlich ein grosser Teil von dem, was Götz in seinem Vorwort der Band ankreidet. Der Sound ist schlicht und einfach naiv (um das Wort infantil zu vermeiden ;)

Aber jeder soll und darf sich anhören war er will. Mir ist das egal. Ich schaff es leider nur mit Müh und Not einen kompletten Song anzuhören, ohne dass ich mich langweile. Der Titelsong vom neuen Album gibt mir schon den Rest. Viel kalkulierter und massentauglicher kann man ein Song fast nicht mehr herstellen. Hier ist die Motivation der Band offensichtlich, sie machen möglichst auf Erfolg ausgelegte Songs. Es geht ihnen dabei nicht um Musikalität.

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Neid ist in den sozialen Medien auch weit verbreitet: Sabaton sind extreme erfolgreich, werden aber als infantil bezeichnet. Metallica haben ohnehin seit dreissig Jahren nur Schund veroffentlicht, aber es wird weiter uber sie berichtet. Es wurde schon vor funf Jahren angekundigt, dass es Babymetal zwei Jahre spater nicht mehr geben und sie keiner mehr horen wurde, und es hat absolut nicht zugetroffen. Solches Gerede kann man in die Tonne kloppen.
Neidisch bin ich nicht, ich ärgere mich nur, dass man offenbar mit so wenig so viel erreichen kann. Metalfans haben heute wohl nicht mehr so hohe Ansprüche wie früher. Wobei es auch früher schon Bands gab die recht banal waren.

Und Erfolg finde ich nun einen schlechten Gradmesser, hat ja nichts mit Qualität zu tun. Die Helene Fischer ist auch sehr erfolgreich, heisst aber nicht, dass sie hochstehende Musik macht. Wobei ich bei der Helene Fische irgendwie mehr Musikalität finde als bei Sabaton.

Bei Babymetal finde ich es schade, dass die Musik mit dem Gepiepse der Sängerinnen meiner Meinung nach ruiniert wird. Instrumental haben die Jungs echt was drauf. Aber anhören kann ich mir das wegen dem nervenden "Gesang" ganz einfach nicht. Schade, da sind auf jeden Fall bessere Musiker am Werk als bei Sabaton.

Zu Metallica möchte ich nicht viel sagen. Bis auf die letzte Platte, die ich wirklich sehr gut finde, hat die Band seit dem schwarzen Album für meinen Geschmack nicht viel hörbares produziert. Aber auch da, jeder darf gut finden was er will. Metallica halte ich zu Gute, dass sie machen auf was sie Bock haben und nicht wie Sabaton sich in allen Belangen nach den Fans biegen. Leider kann ich mit Load oder St. Anger ganz einfach nichts anfangen, auch wenn ich mir das Zeugs noch hundert Mal anhöre. Ist nicht mein Ding.
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The Trooper
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Re: Sabaton - The Great War

#34

Beitrag von The Trooper »

ZoSo_Capricorn hat geschrieben:Ich meine, warum hören wir hier alle Rock und Metal? Ich glaube die Meisten meinen in der Musik soetwas wie Herz, Seele oder Leidenschaft zu hören. Und wenn dann sowas wie Sabaton (die ja anfangs noch nicht so abartig wie heute unterwegs waren) oder Babymetal um die Ecke kommt, dann merken viele, dass da nichts mehr von Herz, Seele oder Leidenschaft zu hören und zu sehen ist.

Auch weiß ich nicht, woher da immer der "Neid" mitspielen soll, wenn man mal seinen Idealen folgt. Höchstens Unverständnis spielt da mit rein und der Wunsch, dass Bands die Anerkennung bekommen sollten, von denen man selbst denkt sie verdienen es.
Ich glaube dann hast Du nicht allzu viel von Anfängen Sabatons mitbekommen. Die Band hat sich bis 2013 den A. abgetourt und geschuftet wie wild. MIt Herz, Seele und Leidesnschaft. Macht die Band heute immer noch, nur greifen Sie auf jedem Album auf die alte Erfolgsformel zurück. Wenn es funktioniert, ist es auch nicht sonderlich verwerflich. Immerhin ist das Album heute auf Platz 1 in Deutschland gechartet. Kein schlechtes Ergebnis. Und Sabaton sind mit viel Herz und Seele dabei, nur trauen sie sich nicht, was neues zu machen. Es hat halt nie eine musikalische Entwicklung stattgefunden.

Bei Babymetal sollte man bitte bei solchen Aussagen auch einmal schauen, wie der östliche Musikmarkt funktioniert und das einmal mit dem westlichen Vergleichen. Dort ticken die Uhren ganz ganz anders. Bzw. sollte man hier auch den Hintergrund der Entstehung der Band beachten, bzw. den vermeintlichen "popularitäts" Grad der Band sich hier im Westen anschauen. Denn ganz ehrlich. Die 3 Social Media Beiträge im Jahr über die Band kann man doch überlesen. Oder etwa nicht? Oder liest Du jeden Artikel der dir vor die Augen kommt? Ich zumindest nicht.
chemicalwedding hat geschrieben: Neidisch bin ich nicht, ich ärgere mich nur, dass man offenbar mit so wenig so viel erreichen kann. Metalfans haben heute wohl nicht mehr so hohe Ansprüche wie früher. Wobei es auch früher schon Bands gab die recht banal waren.
Ja. Mehr kann man eigentlich nicht sagen. Man schaue doch einmal darauf, wer oder was beliebt ist bei den Menschen. Disturbed, Slipknot, Diese komische Core-K*cke (sorry) die die Fans auch immer als "Metal"-Core bezeichnen, Sabaton, usw.

Es ist einfache Musik bei denen die Menschen nicht allzu viel nachdenken müssen. Man kann leicht mitsingen, mit drei-acht im Turm geht der Chorus noch, man kann hüpfen und vielleicht noch ein wenig moshen (oder wie die Assis mit Fäusten durchspringen). UNd solche Musik braucht es auch. Man will nicht immer sich hinsetzen und sich mit der Musik auseinandersetzen. Manchmal brauch man auch einfache Musik zum abschalten die nicht so anspruchsvoll ist. Nach einem langen Arbeitstag höre ich auch lieber Sabaton als z.B. Mirror of Souls von Theocracy. Es ist unbeschwerter und einfacher.

Trotzdem kann man auch ein Fan von anspruchsvoller Musik sein. Das eine schließt das andere nicht aus.

Und sind wir mal ehrlich. Einfache Musik war schon immer erfolgreicher. Auch im Metal/Hard Rock. Metallica (ab 1991), AC/DC, Whitesnake, usw. Von daher verstehe ich nicht, wieso sich Menschen über den Erfolg von Sabaton ärgern oder sich aufregen, das es Babymetal gibt und diese nach wie vor relevant sind und es schaffen Mittelgroße Hallen in Deutschland/USA/GB und in Japan Stadien auszuverkaufen. Leben und leben lassen. Coexistenzen gab es schon immer.

Gloryhammer sind klischeehafter Power Metal bis zum geht nicht mehr. Keyboards ohne Ende, kitschige Texte, RoF Sounds. Das letzte Album war mega erfolgreich. Haben aber kaum Medien-Präsenz. Also regt sich auch keiner auf.

Man merkt einfach, wie leicht sich der einfache Metal Fan von den Sozialen Medien steuern lässt. Wird viel berichtet, wird es auch breit getreten. Kommt kaum was, interessiert sich auf den gängigen Plattformen niemand dafür.
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chemicalwedding
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Re: Sabaton - The Great War

#35

Beitrag von chemicalwedding »

The Trooper hat geschrieben:Es ist einfache Musik bei denen die Menschen nicht allzu viel nachdenken müssen. Man kann leicht mitsingen, mit drei-acht im Turm geht der Chorus noch, man kann hüpfen und vielleicht noch ein wenig moshen (oder wie die Assis mit Fäusten durchspringen). UNd solche Musik braucht es auch. Man will nicht immer sich hinsetzen und sich mit der Musik auseinandersetzen. Manchmal brauch man auch einfache Musik zum abschalten die nicht so anspruchsvoll ist. Nach einem langen Arbeitstag höre ich auch lieber Sabaton als z.B. Mirror of Souls von Theocracy. Es ist unbeschwerter und einfacher.
Stimmt, auf jeden Fall war das bei mir so als ich noch jünger war. Das war cool. Aber heute brauche ich das nicht mehr. Ich will die Musik einfach geniessen, nicht rumhüpfen usw.. Und bei mir ist es fast umgekehrt, nach einem anspruchsvollen Arbeitstag habe ich kein Problem etwas kompliziertes zu hören. Es muss einfach etwas sein, dass mir gefällt. Je nach Stimmung kann das auch mal Pink Floyd sein oder auch ein Gefrickel à la Psychotic Waltz.
The Trooper hat geschrieben:Trotzdem kann man auch ein Fan von anspruchsvoller Musik sein. Das eine schließt das andere nicht aus.
Da hast du völlig recht. Auch jemand der auf anspruchsvoller Musik steht hörts sich gerne mal was einfacheres an. Es gibt einfache Musikstile die mir sehr gefallen, z.B. Doom. Doom ist technisch gesehen sehr simpel. Dafür wird eine Atmosphäre und Stimmung aufgebaut, die mir einfach mehr zusagt, als das Mitklatsch-Zeugs von Sabaton & Co.

Ein Sabaton Konzert erinert mich einfach zu stark an die Musikanten-Stadel Sendungen die meine Mutter früher immer anschauen wollte. Ich habe sie damals immer ausgelacht weil ich es voll dämlich fand. Alles tönt gleich und die Leute klatschen wie Roboter komplett sinnfrei alles mit, immer schön im bum-taff-bum-taff Takt. Dass Metal-Konzerte mal zu solchen Events mutieren würden hätte ich damals nie gedacht.
The Trooper hat geschrieben:Gloryhammer sind klischeehafter Power Metal bis zum geht nicht mehr. Keyboards ohne Ende, kitschige Texte, RoF Sounds. Das letzte Album war mega erfolgreich. Haben aber kaum Medien-Präsenz. Also regt sich auch keiner auf.
Das ist der springende Punkt. Sabaton wird einem quasi "aufgezwungen". Man konnte sie die letzten paar Monate gar nicht umgehen,in den letzten Monate gab es kaum ein Magazin, wo die Herren nicht mindestens eine Doppelseite hatten, teils sogar die Titelseite und -story. Da stauen sich einfach Emotionen auf. Gloryhammer ecken da weniger an weil sie ja kaum präsent sind. Aber schlussendlich ist ihr Stil genau so banal. Ich kann mit denen ganz einfach auch nichts anfangen. Ist mir zu doof. Hab die mal live gesehen und es war zum davonlaufen schlecht.
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Re: Sabaton - The Great War

#36

Beitrag von Chewie »

The Trooper hat geschrieben: Ich glaube dann hast Du nicht allzu viel von Anfängen Sabatons mitbekommen. Die Band hat sich bis 2013 den A. abgetourt und geschuftet wie wild. MIt Herz, Seele und Leidenschaft.
kann ich bestätigen

und bis 2010/2011 hat man auch gemerkt, dass das eine Band ist aus Freunden besteht.

Die ganze Diskussion wie sie gerade läuft (Textliches Konzept in Verbindung mit diesem Polkametal :D :D ) hatte man ja schon 2006 mit dem Song The Final Solution von Aterro Dominatus. Wobei man das damals it entsprechenden Ansagen Live , ich sag mal, in die richtigen Bahnen gelenkt hat
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Re: Sabaton - The Great War

#37

Beitrag von The Trooper »

The Final Solution ist doch aber von der Coat of Arms? Meinst Du nicht vielleicht Rise of Evil von der Attero?
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ZoSo_Capricorn
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Re: Sabaton - The Great War

#38

Beitrag von ZoSo_Capricorn »

The Trooper hat geschrieben: Ich glaube dann hast Du nicht allzu viel von Anfängen Sabatons mitbekommen. Die Band hat sich bis 2013 den A. abgetourt und geschuftet wie wild. MIt Herz, Seele und Leidesnschaft. Macht die Band heute immer noch, nur greifen Sie auf jedem Album auf die alte Erfolgsformel zurück. Wenn es funktioniert, ist es auch nicht sonderlich verwerflich. Immerhin ist das Album heute auf Platz 1 in Deutschland gechartet. Kein schlechtes Ergebnis. Und Sabaton sind mit viel Herz und Seele dabei, nur trauen sie sich nicht, was neues zu machen. Es hat halt nie eine musikalische Entwicklung stattgefunden.
Ich weiß, dass Sabaton sich den Arsch abgetourt haben und stelle es positiv heraus. Das Touren haben sie ja jetzt auch nicht verlernt, auch nach 2013 touren sie doch jedes Jahr, wenn ich mich nicht irre. Den Erfolg haben sie sich ehrlich erspielt. Aber das ist nicht das was ich kritisiert habe. Wie gesagt, ich habe nach dem Abgang der Gründungsmitglieder einen Wechsel im Bewusstsein und der Herangehensweise an die Konzerte gesehen. Der Auftritt wurde einfach komplett professionalisiert und das auf keine gute Weise. Iron Maiden hat auch einen sehr klaren Plan bei jedem Konzert. Aber es wirkt nie langweilig oder statisch. Alle dort sind einfach voll dabei. Während Sabaton zwei Freunde + drei Profimusiker sind, die nach Bedarf durchrotiert werden. Letztens wurde ja auch einer der Gitarristen gegangen.
Bei Babymetal sollte man bitte bei solchen Aussagen auch einmal schauen, wie der östliche Musikmarkt funktioniert und das einmal mit dem westlichen Vergleichen. Dort ticken die Uhren ganz ganz anders. Bzw. sollte man hier auch den Hintergrund der Entstehung der Band beachten, bzw. den vermeintlichen "popularitäts" Grad der Band sich hier im Westen anschauen. Denn ganz ehrlich. Die 3 Social Media Beiträge im Jahr über die Band kann man doch überlesen. Oder etwa nicht? Oder liest Du jeden Artikel der dir vor die Augen kommt? Ich zumindest nicht.
Es ist mir im Endeffekt egal wie ein Musikmarkt funktioniert. Hinter der Band steckt ein einfaches Marketingkonzept und mehr nicht. Ist da nicht auch letztens eine der Sängerinnen ausgestiegen? Stört das jemanden? Nöö, interessiert niemanden, weil die eh komplett austauschbar sind.

Und ja, stumpfe Musik brauchen wir alle. ;)
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Re: Sabaton - The Great War

#39

Beitrag von ZoSo_Capricorn »

Was ich sagen wollte, ist, dass es mir in erster Linie nicht um die Musik geht. Ich habe die ersten Alben auch gerne gehört und ab und zu gebe ich mir auch mal ein paar Songs von ihnen. Was mich mies gestimmt hat, war die Vermarktung von Kriegsgräbern aus dem 1.WK für das neue Album. Denn wirklich kritisch oder eben ernst sind Sabaton mit ihrer Musik nicht. Falls man sich ordentlich mit der Materie auseinandersetzt und sich das in der Musik und den Lyrics widerspiegelt, könnte ich mir vorstellen, dass eine Band Bilder der Gräber ablichtet und ins Booklet übernimmt. Zusammen mit anderen ikonischen Bildern aus der Zeit. Aber bei Sabaton war das ja alles nur Selbstvermarktung.

Mit den neuen Sachen nach Coat of Arms kann ich persönlich zwar nicht mehr so viel anfangen, aber ich möchte dir auch nicht den Spaß an der Musik nehmen. Am Ende kann jeder hören was er mag. Ich höre gerne Scorpions, obwohl ich dafür auch schon häufig belächelt wurde. Ich weiß noch, wie ich versuchte Irenicus weismachen wollte, dass die Scorpions großartig sind. Ein vergeblicher, hoffnungsloser Kampf. :D
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Re: Sabaton - The Great War

#40

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Es ist mir im Endeffekt egal wie ein Musikmarkt funktioniert. Hinter der Band steckt ein einfaches Marketingkonzept und mehr nicht. Ist da nicht auch letztens eine der Sängerinnen ausgestiegen? Stört das jemanden? Nöö, interessiert niemanden, weil die eh komplett austauschbar sind.
Das ist so nicht richtig. Die Sängerin, die aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen ist, hatte zuvor bereits an mehreren Konzerten nicht mehr teilgenommen und viele Fans haben darauf besorgt reagiert und es gab viele Diskussionen in der Hinsicht. Sie wurde auch nach ihrem Ausstieg nicht einfach ausgetauscht oder ersetzt. Live übernehmen verschiedene Tänzerinnen hin und wieder mal einen choreographischen Part, aber es gibt keine neue Sängerin. Ich finde auch die vier Lieder, die jetzt ohne sie veröffentlicht wurden, bei weitem nicht so gut wie das Material von den ersten beiden Alben, die ich nach wie vor klasse finde. Marketingkonzept hin oder her, die Damen nehmen streckenweise auch selbst am Songwriting teil und hören auch privat Metal. In der Hinsicht sind Babymetal gewiss weniger vorhersehbar als Sabaton ;)
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Re: Sabaton - The Great War

#41

Beitrag von ZoSo_Capricorn »

Hieß es nicht, die Sängerinnen hätten vor diesem Jobangebot nie etwas mit Metal am Hut gehabt? Ach egal. Solange die Leute Spaß haben, ist ja eigentlich alles in Ordnung. Wahrscheinlich spricht doch der Neid aus mir, dass andere Bands, die ich besser finde nicht mal eben nach 3 Jahren Hallen füllen. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus Neid und Abneigung.
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Re: Sabaton - The Great War

#42

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Wo wir gerade beim Thema sind...

Joakim Brodén ist beim neuen Babymetal-Album Metal Galaxy Gastsanger beim Lied ''Oh! Majinai'' :D
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Re: Sabaton - The Great War

#43

Beitrag von ZoSo_Capricorn »

Damit habe ich nicht gerechnet. Das trifft mich unvorbereitet. :D
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Re: Sabaton - The Great War

#44

Beitrag von CaptainMorgan »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Dennoch ist das ewiggestrige Gerede von Kuhnemund und Konsorten nur nervig. Er war tatsachlich mal ein guter Journalist, scheint aber ziemlich kompliziert, konservativ und selbstverliebt zu sein. Dass solche negative Kommentare vom Deaf Forever und seiner Leserschaft kommen, wundert mich allerdings auch nicht. Ich habe mal in eine Ausgabe hineingegeuckt: Manowar brachten vor 35 Jahren jenes Album raus, Queensryche haben vor 30 Jahren in jenem Dorf gespielt und wir waren dabei, Quiet Riot hatten vor 25 Jahren jenen Besetzungswechsel... es wird fast nur in Erinnerungen geschwelgt und wenig uber anstandige neue Musik geschrieben. Damit scheint man aber einen Nerv getroffen zu haben, denn sonst gabe es dieses Kaseblatt schon gar nicht mehr. Diese Fruher-war-alles-besser-Mentalitat war noch nie meine, ist aber in der Metal-Szene weit verbreitet.
Danke für diese Worte, die kann ich zu hundert Prozent unterschreiben. Ich selbst war bis vor kurzem im DFF aktiv und genau die von die beschriebene Mentalität ist bei vielen Usern dort weit verbreitet. Da ist der Begriff "engstirnig" eigentlich noch zu sanft. Und wenn man jemand ist der nur ein bisschen über diesen muffigen Tellerrand hinausschaut oder eine andere Meinung hat wird als lächerlich, unauthentisch usw. beschimpft und man selbst der Lächerlichkeit preisgegeben. Soviel zum Thema "We are united" und so.

Was Götz angeht: Der war echt mal ein cooler Typ, mittlerweile ist er nur noch ein selbstgerechter Dödel der meint die Trueness-Weißheit mit dem Löffel gefressen zu haben, Wolf Rüdiger Mühlmann ist von derselben Kategorie, wobei selbstgerecht da noch wirklich schmeichelhaft formuliert ist.


Zum Thema "The great War" eine kleine Einschätzung von mir:

Musikalisch wagt man eigentlich keine großen Experimente und wer SABATON liebt bekommt genau das was man daran so mag, wer SABATON bisher gemieden hat sollte das auch weiterhin tun. Vorerst kristallisieren sich für mich mit "The Futue of Warfare" (behandelt textlich die Entwicklung und den ersten Einsatz der Tanks, die man später als "Panzer" bezeichnen wird. Diese Waffe war in der Tat eine der wichtigsten Kriegserfindungen des 1. Weltkriegs und wegweisend für die Kriegsführung bis heute), "Attack of the dead Men" (wirklich tolle Riffs, schöne Melodie), der Titeltrack (nimmt sowohl Bezug auf die Kämpfe in Flandern 1917 als auch auf den statischen Stellungskrieg allgemein, aus meiner Sicht auch der Songs mit den besten Lyrics) und das (fast abschließende) "The End of the War to end all Wars" (schafft es gut für SABATON-Verhältnisse eine bedrückende Atmosphäre zu erreichen) heraus. Der ganze Rest pendelt irgendwo zwischen sehr gut und ganz nett.

Was mir ein wenig sauer aufstößt sind ein paar textliche (z.B. sagt kein Mensch "U.S.A. Marines", "Devil Dogs") sowie historische Fehler (Manfred von Richthofens Geschwader nannte man vor allem bei den Engländern "Flying Circus" und nicht etwa "Red Squadron"). Wenn man sich schon ernsthaft mit dem höchst komplexen Thema Erster Weltkrieg auseinandersetzen möchte darf man da durchaus etwas genauer arbeiten. Die Spoken Word-Intros zu den Songs der "History Edition" sind eigentlich generell gut gemacht und informativ, das Intro zu "Fields of Verdun" ist allerdings totaler Käse. Was den Sound angeht hätte ich mir vor allem nach den beiden eher glattgebügelten "Heroes" und "The last Stand" etwas mehr Kantigkeit bei den Klampfen gewünscht, leider ist das aber wieder nicht so. Wenn es um das Konzept geht verstehe ich nicht so ganz warum man für den US-amerikanischen Anteil am Krieg gleich zwei Songs nimmt, wichtige Protagonisten wie Italien oder Österreich-Ungarn total unter den Tisch fallen lässt. Vor allem der Kampf in den Alpen am Isonzo in den Jahren 1915 bis 1918 hätte guten Stoff für einen Song geboten.

Alles in allem ist das Album an sich gut und typisch SABATON, die genannten Kritikpunkte trüben den Hörspaß aber dennoch etwas. Ist "The great War" besser als "The last Stand"?. Nein, in meinen Augen leider nicht, aber Spaß macht die Scheibe unterm Strich dennoch
Chewie
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Re: Sabaton - The Great War

#45

Beitrag von Chewie »

ich kann schon nachvollziehen wenn ein Götz K. , dessen Weg als Metaljournalist ich seit 1984 verfolge ( in den 80ern war er auch mal beim Metal Hammer), die "Verballermanisierung" des Metal anspricht und dies nicht in lobenden Worten tut.

Zum Thema Sabaton. Die ersten drei Alben gefallen mir immer noch richtig gut (wenn auch Cliffs of Gallipoli ziemlich Savatage beeinflusst ist, um es mal positiv auszudrücken ;-) ) Hier standen noch die Gitarrenriffs (einen Song wie Into The Fire würden die heute gar nicht mehr schaffen)im Vordergrund, das ganze hat sich dann immer mehr in Richtung der Keyboards gewandelt, was bestimmt auch ein Grund war, wieso Ende 2011 die Originalbesetzung auseinander gebrochen ist.. Zwischen 2006 und 2011 hab ich die Band 8 mal live gesehen (darunter die unvergessenen Konzerte im Parkhaus Meiderich, Die One More Beer Party (u.a. präsentiert vom Rock Hard bei denen damals noch Götz K. war ;-) ) in der Funbox Amalie in Essen zum VÖ von The Art of War, das One Last Beer Konzert im Turock in Essen zum letzten Konzert der The Art of War Tour). Heutzutage hab ich da keine Lust mehr drauf. Zum einen weil mir die aktuelle Musik nicht mehr zusagt und zum anderen weil die alten Songs live irgendwie blutleer rüberkommen (was man im Fernsehen beurteilen kann)

In die aktuelle Scheibe hab ich trotzdem mal reingehört, tja die spielen ihren Stiefel halt weiter runter, Franz Lambert wäre stolz ;-) ,
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