Gillan

Allgemeines über Metal- & Rockbands, Solokünstler und andere Projekte

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Stonehenge
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Gillan

#1

Beitrag von Stonehenge »

Über Gillan gibt es noch keinen Thread, deswegen fange ich jetzt mal als erster mit dem Plaudern an
Ian Gillan hat zwischen 1979 und 1982 fünf Alben herausgebracht, die 1989 und 2007 auf CD wiederveröffentlicht wurden. Meine Kommentare und Tracklisten beziehen sich auf die CD Ausgaben von 2007.

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Trackliste
01. Second Sight
02. Secret of the Dance
03. She tears me down
04. Roller
05. Mr Universe
06. Vengeance
07. Puget Sound
08. Dead of Night
09. Message in a Bottle
10. Fighting Man

Bonus track
11. Smoke on the Water (live at Kingsway Studio)

Line Up
Ian Gillan (v)
Colin Towns (k)
John McCoy (b)
Bernie Tormé (g)
Mick Underwood (d)

on Track "Fighting Man"
Steve Byrd (g)
Liam Genocky (d)

Mr. Universe erschien zu einer Zeit, als Gillan sich nach drei, ziemlich erfolglosen Jazzrock angelehnten Alben auf seine alten Wurzeln besann und genau den Sound bot, den die Fans von ihm erwarteten. Bereits ein Jahr zuvor war in Japan ein selbstbetiteltes Album veröffentlicht worden, welches den ehemaligen Deep Purple Sänger zwar wieder von seiner härteren Seite zeigte, aber die Produktion doch sehr zu wünschen übrig ließ. Weswegen Big Ian 1979 mit einer leicht veränderten Besetzung 3 Stücke davon ("Secret of the Dance", "Dead of night" und "Message in a Bottle) für Mr. Universe nochmal neu aufnahm.
Musikalisch ließen Gillan sich damals ohne weiteres in die NWOBHM Ecke drücken, auch wenn man Ian aufgrund seiner Deep Purple Vergangenheit eigentlich nicht dazu rechnen kann. Gillan, das war purer, ziemlich roher und laut gespielter Heavy Rock, der so energiegeladen war, daß der Eindruck entstand, die Jungs hätten löffelweise Speed gefressen.
"Secret of the Dance", "Roller", "Message in an Battle" überrollten tempomäßig sogar jenes Zeug wie "Speed King", "Highway Star" oder "Space Truckin'" von den alten Deep Purple Alben und das waren ja ihrerzeit weiß Gott keine lauwarmen Sachen.
Dagegen stehen die klasse in Szene gesetzte Ballade "Fighting Man", die man unverändert von dem 1978er Japan Album übernommen hatte, das etwas düster klingende "Dead of Night" und das treibende "Vengeance", eine Widmung an Ian's alten Manager ("I break you in two").
Als Bonus Track gibt es eine Neuaufnahme von "Smoke on the Water" mit einem überlangen Gitarrenintro von Bernie Tormé, welches live im Studio eingespielt wurde und damals als B'Seite für die "Vengeance" Single verwendet wurde.


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Trackliste
CD 1:

1. Unchain Your Brain
2. Are You Sure?
3. Time and Again
4. No easy way
5. Sleeping on the Job
6. On the Rocks
7. If you believe me
8. Running, White Face, City Boy
9. Nervous

CD 2:
For Gillan Fans Only

1. Higher and Higher
2. Your mother was right
3. Redwatch
4. Abbey of Thelema
5. Trying to get to you
6. Come Tomorrow
7. Dragon's Tongue
8. Post Fade Brain Damage
9. Egg Timer
10. Harry Lime Theme

Bonus tracks:
11. Handles on her hips
12. I might as well go home

Line Up
Ian Gillan (v)
Colin Towns (k)
John McCoy (b)
Bernie Tormé (g)
Mick Underwood (d)

Das neue Jahrzehnt begann nicht gerade verheißungsvoll für Ian Gillan. Das Comeback Album Mr Universe hatte im Oktober 1979 in Großbritannien zwar einen respektablen 11. Platz in der Chartsnotierung erreicht, aber sein neues Label Acrobat war geradewegs in die Pleite gesteuert. Gillan (der die Aufnahme und die Produktion der Platte aus eigener Tasche bezahlt hatte), finanziell sowieso nicht gerade auf Rosen gebettet, hätte dies beinahe seine Zweitkarriere gekostet. Erst im März 1980 gelingt es ihm, mit Virgin Records einen großen Plattendeal an Land zu ziehen.


Glory Road, der erste Gillan Releases bei Virgin und im August 1980 auf die Menschheit losgelassen, kletterte im heimischen UK bis auf Platz drei der Charts und stand dem Vorgänger nichts nach. Der schnelle Opener "Unchain your Brain", das energiegeladene "Sleeping on the Job" oder das durch ein wunderschön melancholisches Keyboardintro von Colin Towns eingeleitete "On the Rocks" gehören mit zu den besten Sachen, die Ian jemals aufgenommen hat. Nicht zu vergessen die etwas an Led Zeppelin erinnernde bluesige Ballade "If you believe me", welches zu einem jahrelanger Favourit bei Live Konzerten wurde.

Glory Road erschien in England auch als limitierte Doppel LP, deren Auflage von 15.000 Exemplaren mit 'For Gillan Fans Only' eine Gratis LP beilag, welche auf Plattenbörsen allerdings kaum noch zu bekommen ist. Teile davon wurden in den späten 80ern zwar auf CD neu aufgelegt, aber hier bekommt man erstmals die komplette Version dieses Albums zu hören.

"Higher and Higher" und "Your Mother Was Right" sind Überbleibsel aus der "Glory Road Session, während "Abbey of Thelema" schon 1978 auf dem Gillan Album, welches nur in Japan erschien, zu hören war. Bei "Redwatch" handelt es sich um die B'Seite einer nur in Deutschland veröffentlichten Single namens "Earthquake at the Savoy" von Drummer Mick Underwood.

Die restlichen Tracks sollte man nicht zu ernst nehmen - teilweise sehr roh produziert, zeigt sich die Band von ihrer verspielten Seite. "Harry Lyme Theme" besteht eigentlich nur aus Keyboards und dezent eingesetzten Schlagzeug, untermalt von einem Live Publikum aus einem Pub und das in einem einzigen Geschnarche endet. Oder "Egg Timer", eine ziemlich softe Version des Samson Klasikers "Vice Versa", sowie "Come Tomorrow, ein recht herbes Zusammenspiel von Bassist John McCoy, Gitarrist Bernie Tormé und dem damaligen Samson Drummer Thunderstick.

Die beiden Bonus Tracks "Handles on her hips" und "I Might As Well Go Home", B'Seiten der "No Easy Way" Single, bilden den krönenden Abschluss dieser Doppel CD, die wie alle anderen aus dieser remastered Serie auch, ein dickes Booklet enthält mit zahlreichen Fotos, Single Abbildungen, einem Vorwort von Ian Gillan und Liner Notes von Valerie Potter. Texte zur Glory Road sind zwar abgedruckt, zur 'For Gillan Fans Only' allerdings nicht. Auf diese hat man schon 1980 bei der Doppel LP verzichten müssen.


Bild
Trackliste
01. Future Shock
02. Night Ride out of Phoenix
03. The Ballad of the Lucitania Express
04. No laughing in Heaven
05. Sacre Bleu
06. New Orleans
07. Bite the Bullet
08. If I sing softly
09. Don't Want the Truth
10. For Your Dreams

Bonus Tracks:
01. Trouble
02. Your Sister's on my List
03. Mutually Assured Destruction
04. The Maelstrom
05. Take a Hold of Yourself
06. One for the Road
07. Bad News
08. Lucille

Line Up
Ian Gillan (v)
Colin Towns (k)
John McCoy (b)
Bernie Tormé (g)
Mick Underwood (d)

Im Frühjahr 1981 erschien das für mich stärkste Solo Album aus der Gillan'schen Schaffensphase, denn Future Shock präsentierte Ian Gillan als den gewohnten Schreihals, seine Mannschaft um Keyboarder Colin Towns, Basser John McCoy, Schlagzeuger Mick Underwood (ein alter Bekannter aus Gillans Episode Six Tagen) und Axeman Bernie Tormé war seit knapp zwei Jahren unverändert beisammen und hatte sich als eine solide Einheit erwiesen.


Der neue Output Future Shock konnte freilich nicht mit der großartigen Produktion von Rainbow's Difficult to Cure mithalten, welches zum selben Zeitpunkt herauskam. Doch während Gillans alte Kollegen Roger Glover und Ritchie Blackmore auf langen Tourneen den großen internationalen Durchbruch hinterherliefen und sich mit Pop Rock Songs á la "I Surrender" und "Spotlight Kid" langsam aber sicher in eine musikalische Sackgasse hineinmanövrierten, aus der sie nicht mehr herauskamen, blieb ihr einstiger Sangesmann aus gemeinsamen Deep Purple Tagen eher auf dem Teppich. Und so liefert Future Shock den gewohnten, recht einfachen und teilweise ziemlich rohen Sound, der eben so ungestüm bei Live Konzerten, die stets ausverkauft waren, rüberkam, wie auf der Platte.

Neben so Gillan typisch ziemlich schnellen Songs "Bite the Bullet", "Sacre Bleu" und "The Ballad of the Lucitania Express" gibt es mit "For your Dreams" wieder eine 1a Powerballade, wo Colin Towns aus seinem Piano jede Taste einzeln herauszukloppen scheint. Gillan schrieb nie besonders anspruchsvolle Texte, aber "No laughing in Heaven", so eine Art Gespräch mit den Drums während der Strophen, war lyrisch gesehen ein kleines Meisterwerk. Vermutlich handelt das Stück von ihm selbst. Liebend gern möchte er in den Himmel, weil er denkt, dort kann er fortan auf ewig in Saus und Braus leben so wie er es schon auf der Erde tut. Oben angekommen stellt er dann mit Erschrecken fest, daß der Himmel eigentlich die Hölle auf Erden ist.

Es gibt weiterhin noch reichlich Bonusmaterial, welches für einen wie mich, der sämtliche Gillan-Singles im Schrank stehen hat, nichts neues, aber doch eine tolle Sache ist. Auf CD hört sich das eben bequemer an, schon allein deshalb, weil zu faul bin, alle drei Minuten zum Plattenspieler zu laufen um die Scheiben umzudrehen.

Die Leiber/Stoller Komposition "Trouble" mit der dazugehörigen B Seite "Your Sister's on my List" erschien parallel zum 1980er Glory Road Album als Single - ebenso wie der Anti Kriegs Song "Mutually Assured Destruction" mit "The Maelstrom" auf der Rückseite. Jene vier Songs sind auf keinem regulären Album zu finden.

"Take a Hold of Yourself" ist ein recht unspektakulärer Song, der seinerzeit als B Seite für die "New Orleans" Single verwendet wurde und um das Wirrwar komplett zu machen, erschien im Sommer 1981 noch eine 4 Track Single "No laughing in Heaven" mit den Bonus Songs "Bad News", "One for the Road" und dem Little Richard Cover "Lucille".

Future Shock ist eine Perle, die man nicht bei den Säuen lassen sollte und die zwar 1981 in den heimischen UK Charts einen respektablen zweiten Platz verbuchen konnte, aber leider Gottes wie alle anderen Gillan Alben auch, nach der Deep Purple Reunion drei Jahre später langsam in Vergessenheit geriet. Ich hab's mir trotz der Thrash Metal und Grunge Welle in den 90ern immer wieder angehört - ich hänge eben an dem alten Zeug.


Bernie Torme verließ die Band 1981 kurz vor Beginn der Deutschlandtour und wurde durch Janick Gers ersetzt. Die Alben mit ihm werde ich dann morgen vorstellen!
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Stonehenge
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Re: Gillan

#2

Beitrag von Stonehenge »

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Trackliste

CD 1: (Studio)
1. I'll Rip Your Spine Out
2. Restless
3. Men Of War
4. Sunbeam
5. Nightmare
6. Hadely Bop Bop
7. Life Goes On
8. Born To Kill
9. Spanish Guitar (Bonus Track)


CD 2: (Live)
1. No Laughing In Heaven*
2. No Easy Way*
3. Trouble*
4. Mutually Assured Destruction*
5. If You Believe Me**
6. New Orleans*

Bonus Tracks:
7. Bite The Bullet*
8. On The Rocks*
9. Mr. Universe***
10. Vengeance***
11. Smoke On The Water***

* Live from Reading Festival 29.08.1981
** Live at the Rainbow 04.03.1981
*** Live from Reading Festival 22.08.1980

Line Up
Ian Gillan (v)
Colin Towns (k)
John McCoy (b)
Janick Gers (g)
Mick Underwood (d)

on ** and ***
Bernie Tormé (g)

Hatte man zuletzt zwei Alben von nur innerhalb 7 Monaten veröffentlicht incl. diverser Singles, so schob der ex Deep Purple Sänger ein halbes Jahr nach dem Release von Future Shock schon wieder neues Futter für die Ohren nach und zwar in Form einer Doppel LP, welche zur einen Hälfte aus neuen Studio Songs und zur anderen Hälfte aus Live Material vom gleichjährigem Auftritt vom Reading Festival bestand.


Personell hatte es im Line Up eine kleine Veränderung gegeben. Bernie Tormé verließ die Band im Juni 1981 kurz vor Beginn der Deutschland Tournee und wurde durch den ex White Spirit und heutigen Iron Maiden Axeman Janick Gers ersetzt. Während Tormé stilistisch mehr an Hendrix orientiert war, kam mit Gers ein Gitarrist in die Band, der den Gillan Sound mit seinen Ritchie Blackmore Einflüssen in eine etwas andere Richtung bugsierte. Produktionstechnisch gesehen bewegte sich Double Trouble ohnehin auf einem ganz anderen Niveau. Nichts mehr war zu hören von dem barbarisch rohen, mit Punk Rock durchzogenen Elementen, Gillan Sound, der auf den bisherigen Alben Mr Universe, Glory Road und Future Shock noch triumphierte. Plötzlich klang die Produktion glasklar, auch wenn sich an gewohnten Songstrukturen nichts geändert hatte.

Gillan kreischt sich immer noch mit seinem unglaublichen Organ durch Songs wie "Men of War" oder "Hadely Bop Bop". "Born to Kill" ist wohl eine der besten Balladen, die er bis heute gemacht hat. Eine Ballade, die sich wie "Child in Time" allmählich in einen tosenden Rocksong verwandelt. Dem gegenüber stehen mit "Sunbeam" und "Nightmare" zwei Songs, die deutlich am Pop orientiert sind und der Gillan Band weniger gut zu Gesicht stehen. Mit "Spanish Guitar", ein Titel, der ab der zweiten Hälfte seinen Namen vollends gerecht wird, ist ein Bonustrack vertreten, der bisher nur auf einer im Dezember 1981 veröffentlichten Flexy Single zu hören war.

Der Zweite Teil von Double Touble beschäftigt sich mit dem Konzertmaterial der Future Shock Tour. 5 der 6 Songs stammen vom Reading Festival, welches Gillan 1981 headlinerten, während "If you believe me" bereits im Frühjahr im legendären Rainbow Theatre mitgeschnitten wurde. Die Songs kommen allesamt weitaus besser rüber als in ihren Studioversionen, klingen wesentlich dynamischer und auch die Stadionstimmung des Publikums trägt dazu bei, daß bei dieser Live Platte auch wirklich alles live klingt.

Bonus Tracks gibt es auch auf dieser zweiten CD reichlich. "Bite the Bullet" und "New Orleans" (beide ebenfalls vom 1981er Reading Festival) wurden damals als B Seiten der "Nightmare" und "Restless" Singles verwendet. Die restlichen Songs "Mr Universe", "Vengeance" und "Smoke on the Water" stammen vom Reading Festival ein Jahr zuvor und waren bereits zusammen mit den Studioversionen von "Trouble" und "Your Siste's on my List" auf einer speziellen Mini LP vertreten, die 1980 nur in Japan veröffentlicht wurde und bis heute ein sehr begehrtes Sammlerstück darstellt und kaum noch zu bekommen ist.

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Trackliste
01. What's The Matter
02. Caught In A Trap
03. Long Gone
04. Driving Me Wild
05. Bluesy Blue Sea
06. Living A Lie
07. Demon Driver
08. You're So Right
09. Living For The City
10. Demon Driver (reprise)

Bonus tracks:
01. Breaking Chains
02. Purple Sky
03. Fiji
04. Helter Skelter
05. Smokestack Lightning
06. South Africa
07. John
08. South Africa (extended "12" Version)
Line Up
Ian Gillan (v)
Colin Towns (k)*
John McCoy (b)*
Janick Gers (g)*
Mick Underwood (d)*

*außer der Tracks "South Africa" und "John"

1982 erscheint mit Magic das letzte Gillan Album und gleichzeitig auch das erfolgloseste und wohl uninteressanteste. Zwar sind mit "What's The Matter", "Demon Driver" und dem Stevie Wonder Cover "Living For The City" drei richtige Kracher vertreten, aber angesichts der allmächtig anwachsenden Konkurrenz von Bands wie Motörhead, Iron Maiden oder Saxon wirkte der typische Gillan Sound trotz der hervorragenden Produktion hoffnungslos überaltert. Und Songs wie "Long Gone", "Living A Lie" und "You're So Right" waren einfach zu poppig, was der Band gar nicht gut zu Gesicht stand. Da steckte eben kein Schwung mehr dahinter.


Etwas besser fallen dem gegenüber die Bonus Tracks aus, von denen es zwar mal wieder reichlich gibt, aber nicht unbedingt etwas neues, da alle schon auf einer früheren CD Ausgabe von Magic zu finden waren. "Smokestack Lightning" und "Helter Skelter" waren lediglich Überbleibsel aus der Magic Session, die es damals nicht auf das Album geschafft hatten. Die Coverversion des Beatles Klassikers klingt hier wesentlich lebendiger als jene von Mötley Crüe ein Jahr später.

Das wunderbar schön melancholisch klingende "Fiji" und das eher langweilige "Breaking Chains" dagegen waren bereits auf den den B Seiten der Single Auskoppelungen "Long Gone" und "Living For the City" zu finden. "Living For the City" war seinerzeit auch als Picture Single zu haben, von denen einige Fehlpressungen im Umlauf sind, welche anstelle von "Purple Sky" "Breaking Chains" enthalten.

Ian Gillan nahm 1988 mit dem ex Whitesnake Gitarristen Bernie Marsden und anderen Musikern eine Benefiz Single namens "South Africa" auf, die zusammen mit der Rückseite "John" jetzt zeitlich gesehen überhaupt nicht zu der CD paßt, aber eine äußerst willkommene Abwechslung darstellt. Das ist gut gemachte, radiotaugliche Rockmusik, die nur wenig mit dem typischen Gillan Material (egal ob Solo oder mit Purple) zu tun hat.

Wie oben bereits erwähnt, ist Magic das letzte Solo Album aus der Gillan'schen Schaffensphase vor der Deep Purple Reunion, welche knapp 18 Monate später erfolgte. Der letzte Auftritt findet am 17. Dezember 1982 in der Londoner Wembley Arena statt, bevor Big Ian seine Band kurzerhand auflöste und 4 Monate später zu Black Sabbath ging, was Bassist John McCoy und Drummer Mick Underwood ihm auch heute noch sehr übel nehmen.

Die Stimmbandprobleme, die Gillan während der UK Tour arg zu schaffen machten, wollten die beiden als Grund genauso wenig gelten lassen wie das Argument, daß ihrem Brötchengeber seine eigene Band mittlerweile zum Halse raushing. Eine unbestreitbare Tatsache war allerdings, daß Ende 1982 die Gillan Band nach ihrem kurzen, schnellen Erfolg ebenso schnell wieder vom Fenster weg war.

Fazit
Für einen Hardcore Fan wie mich ist Magic natürlich ein unverzichtbares Album, das eigentlich nur im CD Schrank steht, um diese Remastered Serie komplett zu haben. Es ist aus meiner Sicht immer besser als das, was Gillan heutzutage mit Deep Purple so verbricht, aber jemand, der mit seinen Solo Sachen nicht vertraut ist, investiert seine Kohle besser in andere Veröffentlichungen.
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Re: Gillan

#3

Beitrag von maidenpriest »

Ian Gillan hat mit seinen Veröffentlichungen auf jeden Fall einen eigenen Thread verdient :clap:

Nur das kann ich so nicht stehen lassen ;-)
14.04.2014, 10:20 » Stonehenge hat geschrieben: Es ist aus meiner Sicht immer besser als das, was Gillan heutzutage mit Deep Purple so verbricht,
Gerade die letzte Purple ist ja wohl saustark!!!
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Re: Gillan

#4

Beitrag von maidenpriest »

Schicke Neuauflagen :clap:
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Re: Gillan

#5

Beitrag von Stonehenge »

16.04.2015, 14:59 » maidenpriest hat geschrieben:Schicke Neuauflagen :clap:
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Jo...wobei es seinerzeit auch schon schicke Picture Disc gab von ihm

Magic LP

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Restless “7”

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Living For The City “7”

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