Meiner Meinung nach verlässt uns nämlich eine Band, die den Doom Metal bzw. Stoner Rock/Metal entscheidend mitgeprägt und weiterentwickelt hat, eine Band, deren Musik oft sehr "freakig" und speziell daher kam und vllt. deshalb immer etwas untergegangen ist.
Möchte im Folgenden auf die verschiedenen Alben eingehen:
--> 01: Forest of Equilibrium (1991)

Das Debüt bietet extrem zähen und schweren (Death)Doom Metal auf, bei dem man sofort merkt, dass Sänger Lee Dorian vorher noch bei Napalm Death beschäftigt war. Besitze das Album zwar bisher noch nicht, aber kenne die Songs, die viel Zeit benötigen, um zu zünden imo. Keine einfach zu konsumierende Platte! Dennoch klangen Cathedral in der Folgezeit mit wenigen Ausnahmen nie mehr so doomig und brutal. Als Anspieltiipp wähle ich den mMn noch eingängigsten Song.
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--> 02: The Ethereal Mirror (1993)

Album nummero zwo entfernt sich schon sehr stark vom Doom, klingt jedoch noch weiterhin extrem heavy. Der eigenwillige Gesang von Dorrian, den ich aus tausenden heraushören könnte, wird melodischer und verständlicher. Mit dem Song Midnight Mountain hat man schon seinen ersten Stonerhit am Start. Für mich eines der stärksten Alben der Band.
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--> 03: The Carnival Bizarre (1995)

Für viele der Klassiker der Band, der mit Hopkins (The WItchfinder Genereal) wohl den bekanntesten Song der Briten enthält. Bietet enorm viele verschiedene Idden und Stile, von Doom bis Stoner und klassischen Heavy Metal.
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--> 04: Supernatural Birth Machine (1996)

Das Album finde ich persönlich eher schwach. Hier konzentrieren sich die Jungs auf eher "hippie-mäßigen Schweinerock" und bieten leider eher wenig Abwechslung. Dennoch hat es auch ein paar eingängige Hits zu bieten.
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--> 05: Caravan Beyond Redemption (1998)

Gehört in meine persönliche Top 3 der Cathedral Alben. Enorm viel Abwechslung, alle Stile der Band vereint, enorm starkes Songwriting, welches sogar leichte progressive Teile beinhaltet! Besonders gefallen mir diese leichten Rocksongs, die einfach Spaß machen.
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--> 06: Endtyme (2000)

Mit dem sechsten Album machen Cathedral eine Rolle rückwärts und bewegen sich wieder in extrem doomigen und zähen Gefilden. Bin mit der Platte eher langsam warm geworden, da man den zum Teil echt extrem langsamen Songs schon seine Aufmerksamkeit schenken muss. Mittlerweile finde ich das Album recht gut. Habe als Songbeispiel mal einen der schleppenden Songs gewählt.
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--> 07: The Seventh Coming (2002)
Wiederum eine Rückbesinnung auf klassischeren Heavy Metal, jedoch mit den doomigen Parts des Vorgängers. Insgesamt ein Album, was in der Diskographie eher untergeht. Denoch lohnenswert mMn.
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--> 08 The Garden of Unearthly Delights (2005)

Bestes Album der Band imo! Hier wird echt alles geboten, was den Doom/Metalfan glücklich macht. Jeder Song unterscheidet sich vom anderem. Der Titeltrack als Herzstück des Albums (27 Minuten) ist einer der besten Songs, die ich bisher gehört habe!
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--> 09: The Guessing Game (2010)

Das abwechslungsreichste und auch melodischste Album. Cathedral geben sich hier verstärkt den 70ern hin und zeigen eine von ihnen bisher unerkannte Virtuosität.
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--> 10: The Last Spire (2013)

Das Abschiedsalbum (vor einigen Wochen erschienen) vollendet den Kreis uns geht wieder zurück zu den doomigen Wurzeln. Abgesehen vom Debüt klangen Cathedral auf keinem Album so heavy und heftig. Für mich ein würdiger Abschied einer Band, die mir viel Freude bereitet hat.
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Alle Coverartworks stammen von Dave Patchett und sind bei jedem Album Gesamtkunstwerke, die sich erst beim Aufklappen des Booklets vollends entfalten. Lohnt sich!
So Leute, legt los!





