Hier folgt eine kurze chronologische Werkschau aller Studio-Alben für Einsteiger und Liebhaber:

War And Pain (1984) ist ein ziemlich chaotisches, unharmonisches und experimentierfreudiges Debüt-Album, das noch fest im räudigen Thrash verankert ist, aber schon die ganze Klasse der Band aufzeigt. Das Album klingt vor allem wild, spontan und ehrlich. (8/10)
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Rrröööaaarrr (1986) wirkt ein wenig wie ein Album, auf dem Ausschussware des ersten Albums verwendet wird, um möglichst schnell eine neue Scheibe an den Mann zu bringen. In der Tat wurden viele Songs schon einige Jahre zuvor geschrieben und daher ist dieses Album hier wohl das einzige, bei dem man im Hinblick auf den Vorgänger nicht von einer Evolution sprechen kann. Das Album ist ziemlich räudig und hart und geht immer schön auf die Zwölf. (6,5/10)
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Killing Technology (1987) vereint neben den Thrash-Wurzeln auch schon die progressivere Seite der Band und ist ein ziemlich starkes Transitionsalbum, wenn man es denn so nennen will. Die Band fabriziert hier einige ihrer besten Abrissbirnen, obwohl die Musik immer technischer und vielseitiger wird. (8,5/10)
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Dimension Hatröss (1988) stösst in immer progressivere Gefilde vor und überrascht mit vertrackten und originellen Songs, die zunächst schwerer zugänglich erscheinen, danach aber umso mehr wachsen und einfach einzigartig klingen. (8/10)
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Nothingface (1989) wendet sich weiter vom Thrash ab und den progressiveren Gefilden zu, was den drei herausragenden Technikern und dem vielseitigen Sänger der Band sehr gut zu Gesicht steht. Für viele Fans ist dieses heute leider vergriffene Album genau die richtige Dosierung und wird zu Recht oft als eines der besten Alben der Band betrachtet. (9/10)
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Angel Rat (1991) ist das ruhigste Album der Band, die hier ein Progressive Rock Revival feiert zu einer Zeit als eben jener Stil völlig aus der Mode war. Der entrückte, verträumte, psychedelische Sound der Scheibe zieht einen unbarmherzig in den Bann. In Kompositionen voller Magie kann man gar Orgeln, Mundharmonikas und vieles mehr entdecken. (9,5/10)
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The Outer Limits (1993) ist das letzte Album der progressiven Trilogie der Band und nach dem Abgang von Bassist Blacky kratzte nach diesem Album auch Sänger Snake die Kurve, der an Depressionen litt, während die verbliebenen zwei Bandmitglieder vor einem Scherbenhaufen standen. Allerdings klingt dieses nach einer bekannten amerikanischen Science-Fiction-Serie benannte Album hier noch einmal extrem kreativ, vielseitig und hochmotiviert. Das experimentierfreudige Cover und Booklet mit beiligender 3D-Brille und das mehr als siebzehnminütige Epos "Jack Luminous" zeigen noch einmal den ausserordentlichen Status der Band an. (8,5/10)
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Negatron (1995) war definitiv ein Neustart für die Band. Mit E-Force fand man ein neues Mitglied, das gleichzeitig die vakanten Posten des Sängers und des Bassisten gleichzeitig übernahm und die Band zurück auf metallischere Pfade führtel. Das Endresultat klingt teils sehr anstrengend, disharmonisch und ist teils auch im technischen Death-Metal verankert, sodass die Band hier erneut eine völlig neue Fassade präsentiert. (7/10)
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Phobos (1997) entschwebt in psychedelisch-alptraumhafte Dystopie-Gefilde mit vielen Soundsamples, derben und dennoch teils völlig entrückten Riffs, peitschenden Schlagzeugattacken und verstörenden Gesangstupfern, die beinahe selbst wie ein Instrument klingen, welche die Stimmung des Album noch brilliant erweitern. (9/10)
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Voivod (2003) markiert die Rückkehr Snakes als Sänger der Band während Ex-Metallica-Gitarrist Jason Newsted den vakanten Posten des Bassisten übernahm. Heraus kam dabei ein insgesamt leider nur durchwachsenes Album, das sich dem Alternative Rock widmet und wieder einmal etwas völlig Neues ausprobiert während thematisch die Kozeptgeschichte des Voivods hier zu Ende geführt wird. (6/10)
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Katorz (2006) ist das erste Album nach Ableben des Gitarristen Piggy, der ein jahr zuvor an Wiberlsäulenkrebs plötzlich verstarb und nur einen Tag vor seinem Tod seinen Bandkollegen noch das Passwort seines Computers gab, auf dem er mehrere Gitarrenparts abgespeichert hatte. Rund um diese Gitarrenparts herum komponierten die verbliebenen Bandmitglieder die Songs, die ohnehin auf das nächste Album gekommen wären, das dieses Mal in Richtung dreckiger Hard Rock geht und als das Partyalbum der Band angesehen werden kann ohne dabei aber plump oder zu retro zu klingen. (8,5/10)
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Infini (2009) ist eine Art Kompilation der verbliebenen Kompositionen von Piggy, um welche die Band hier ein vielseitiges Album eingespielt hat, das zwar grösstenteils spannend ist, aber automatisch auch etwas zusammengewürfelt klingt. Nach dreijähriger Pause wurde die Band auch live wiederbelebt. Der ehemalige Bassist Blacky kehrte zurück und als neuer Gitarrist konnte man Daniel "Chewy" Mongrain von der Technical Death Metal Band "Martyr" gewinnen, dessen grösster Einfluss eben der verstorbene Piggy war. (7,5/10)
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Im Frühjahr 2012 folgt in eben jener Besetzung nun ein brandneues Album, das die Band in diesem Herbst einspielt. Einige Songs sind schon geschrieben und einer wurde sogar mehrfach live performt. Hier also ein kleiner Vorgeschmack auf eine spannende neue musikalische Richtung:
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