Wie steht ihr zu dem Thema?
Stört euch solche stark übersteuerte ("brickwalled") Musik oder macht es euch nichts aus und ihr hört vielleicht gar keinen Unterschied?
Ich finde diesen Trend der Musikindustrie (der ja schon in den 90ern anfing) schrecklich und sehe es als Vergewaltigung der Musikkonsumenten und zudem starke Schädigung der Musikqualität und somit auch dessen Wert. Ich frage mich, aus welchem Grund man die Musik so übersteuert, macht man es nur für die ganzen IPod Hörer? Oder weil es sich tatsächlich besser verkauft? Daran glaube ich nicht. Es scheint aber auch die meisten nicht zu stören und die Musik wird weiter gekauft, also kommt die Industrie damit bisher durch.
Mittlerweile kann ich mir persönlich keine stark übersteuerte Musik mehr anhören, nach eine paar Songs schmerzt es schon in den Ohren und verursacht Kopfschmerzen, zudem fühle ich mich nach einem ganzen Album regelrecht "erschöpft" vom Hören. Und das geht auch vielen anderen so.
Hier ein Video mit guter Erklärung und Veranschaulichung in deutsch:
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Durch das Übersteuern klingt alles wie ein Brei, verwaschen und ohne jedgliche Dynamik.
Hier kann man sehen, wie es bei Maiden im Verlauf der Jahre immer übersteuerter wurde:
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Dance of Death war da bisher am schlimmsten und hatte schon deutlich viel "Clipping", bei AMOLAD haben sie es glücklicherweise richtig gemacht und durch das Weglassen des Mastering viel mehr Dynamik als die drei Vorgänger-Alben erhalten.
Das traurige ist ja, dass man in den meisten Fällen bei neuerer Musik (ab ca. 2000) keine Alternative hat und es so mit Übersteuerung ertragen muss, wenn man die Musik denn hören will. Einzig Vinyl-Veröffentlichungen sind ein Ausweg, denn bei Vinyl gibt es keine Übersteuerung, da es keine digitale Grenze für die Lautstärke gibt. Bei älterer Musik muss man statt zu Remasters (die fast immer übersteuert sind), zu Original Pressungen greifen.










