Seventh Son of a Seventh Son
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Moonchild
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Weil ich den Refrain genial finde! Und den rest finde ich nicht besonders heißt ja nicht dass dich den Rest schlecht finde!
The twins they are exhausted, seven is this night
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Ich meinte sicher nicht den Song, sondern "Moonchild", "Infinite Dreams" und "Seventh Son...".The Clairvoyant hat geschrieben:
prophecy hat mehr punkte als CIPWM, aber fällt gegen die anderen lieder etwas ab... interressant
"Aber ich glaube wir schweben gerade in "Davuxsche Off Topic Dimensionen" davon
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
also dann mach ich halt auch mal mit:
10 - perfekt/Meisterwerk
9 - genial
8 - klasse
7 - gut
6 - solide
5 - okay
4 - schwach
3 - dürftig
2 - schlecht
1 - miserabel
0 - Müll
Moonchild 5/10
das ist laut bewertung okay, und das ist der song auch. das synthesizer-intro mag ich nicht, im refrain klingt bruce jaulend und der schluss wurde planlos drangehängt, um den song zu beenden. nach den openern der vorgängeralben eine reine enttäuschung.
Infinte Dreams 10/10
wie bereits erwähnt, für mich nach HBTN der beste maiden-song der 80er. jeder einzelne teil ist genial.
Can I Play With Madness? 8/10
gefällt mir sehr gut, live immer wieder spaßig. ich mag den kleinen tempowechsel zwischen strophe und refrain
The Evil That Men Do 8/10
ebenfalls ein klasse song. ich mag die bridge vorm refrain sehr gern.
Seventh Son Of A Seventh Son 5/10
der song ist genial, bis es zu diesem sprechteil kommt. ab da skippe ich den song, weder der sprechteil noch die soli nachher sprechen mich in irgendeiner weise an. der song ist für mich 50/50, weshalb er auch 50% von 10 bekommt, also 5.
The Prophecy 7/10
gefällt mir sehr, das schlagzeug ist im mittelteil sehr interessant und klasse gespielt. ich mag auch das outro sehr gerne. insgesamt reicht der song allerdings nicht an CIPWM oder TETMD heran.
The Clairvoyant 9/10
nach infinite dreams der beste song der platte, es stimmt einfach alles, geile bassline, toller gesang, starker tempowechsel. bin beeindruckt
Only The Good Die Young 6/10
solider rocker, nichts herausragendes. nicht besser als ein mercenary oder alchemist.
58 von 80 punkten = 72,5%. gutes album mit ein paar schwachstellen.
bevor ich jetzt für diese kritik zerrissen werde, schaut euch mal das bewertungssystem genauer an...
10 - perfekt/Meisterwerk
9 - genial
8 - klasse
7 - gut
6 - solide
5 - okay
4 - schwach
3 - dürftig
2 - schlecht
1 - miserabel
0 - Müll
Moonchild 5/10
das ist laut bewertung okay, und das ist der song auch. das synthesizer-intro mag ich nicht, im refrain klingt bruce jaulend und der schluss wurde planlos drangehängt, um den song zu beenden. nach den openern der vorgängeralben eine reine enttäuschung.
Infinte Dreams 10/10
wie bereits erwähnt, für mich nach HBTN der beste maiden-song der 80er. jeder einzelne teil ist genial.
Can I Play With Madness? 8/10
gefällt mir sehr gut, live immer wieder spaßig. ich mag den kleinen tempowechsel zwischen strophe und refrain
The Evil That Men Do 8/10
ebenfalls ein klasse song. ich mag die bridge vorm refrain sehr gern.
Seventh Son Of A Seventh Son 5/10
der song ist genial, bis es zu diesem sprechteil kommt. ab da skippe ich den song, weder der sprechteil noch die soli nachher sprechen mich in irgendeiner weise an. der song ist für mich 50/50, weshalb er auch 50% von 10 bekommt, also 5.
The Prophecy 7/10
gefällt mir sehr, das schlagzeug ist im mittelteil sehr interessant und klasse gespielt. ich mag auch das outro sehr gerne. insgesamt reicht der song allerdings nicht an CIPWM oder TETMD heran.
The Clairvoyant 9/10
nach infinite dreams der beste song der platte, es stimmt einfach alles, geile bassline, toller gesang, starker tempowechsel. bin beeindruckt
Only The Good Die Young 6/10
solider rocker, nichts herausragendes. nicht besser als ein mercenary oder alchemist.
58 von 80 punkten = 72,5%. gutes album mit ein paar schwachstellen.
bevor ich jetzt für diese kritik zerrissen werde, schaut euch mal das bewertungssystem genauer an...
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
ich dachte das ist eine sehr komisch klingende gitarreiron_maiden hat geschrieben:Moonchild 5/10
das ist laut bewertung okay, und das ist der song auch. das synthesizer-intro mag ich nicht, im refrain klingt bruce jaulend und der schluss wurde planlos drangehängt, um den song zu beenden. nach den openern der vorgängeralben eine reine enttäuschung.


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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Bei Flight 666 hört es scih Gitarrenmäßig an, auf dem aLBUM hört man es wirklic heraus, dass es sich um einen synthie.intro handelt.The Clairvoyant hat geschrieben:
ich dachte das ist eine sehr komisch klingende gitarreich meine, bei f666 sieht man ja auch das adrian das intro spielt :crazy:
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
ich glaube schon, dass es eine gitarre ist, allerdings wurde da ein effekt darüber gelegt. wer's besser weiß, darf mich gerne korrigieren. es ging mir ja auch nicht um das instrument an sich, sondern um den klangThe Clairvoyant hat geschrieben:
ich dachte das ist eine sehr komisch klingende gitarreich meine, bei f666 sieht man ja auch das adrian das intro spielt :crazy:
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
"Seventh Son Of A Seventh Son" war mein drittes Maiden-Album und ab der ersten Minute hat mich das besondere feeling von dem Album gepackt. Ich bin ein großer Fan von Konzeptalben (gibt es ja viele verschiedene Versionen von, mit vielen Intros, Sprechparts und an vielen stellen von manchen Bands sehr in die Länge gezogen). Bei Maiden kommt dieses Konzeptalbum mit so einer Leichtigkeit um die Ecke, ohne das sich Maiden verbiegt und ohne das sich etwas am typischen Maiden-Sound ändert. Statt komplexer, wie man es bei vielen Konzeptalben gewohnt ist wird Maiden eingängiger, aber verliert nicht an härte.
Nach dem wahnsinns Album "Somewhere In Time" ist "Seventh Son Of A Seventh Son" (was für ein geiler Titel) ein logischer Schritt.
Moonchild 4,5/5: Ein schönes Akustik-Intro führt uns in das Konzept des siebten Sohnes ein. Starker Opener, wenn auch nicht so eingängig. Für meine Ohren gibt es Stärkere Maiden Opener aber trotzdem klasse Song und war eine schöne Überraschung zur "Somewhere Back In Time Tour".
Infinite Dreams 5/5: Was für ein wahnsinns Song. "Infinite Dreams" ist definitiv der komplexeste Song auf dem Album und gehört mit zum stärksten was das Album zu bieten hat. Wie gerne würde ich ihn mal Live erleben!
Can I Play With Madness 3,5/5: Klar, sehr eingängig und lässt einen so schnell nicht mehr los. Doch nutzt sich der Song ziemlich schnell ab
Wird dann doch eher mal übersprungen.
The Evil That Man Do 5/5: Auch ziemlich eingängig, aber nutzt sich nicht annähren so ab wie "Can I Play". Für mich ein großartiger Song, der super in das Konzept passt und immer wieder Laune macht!
Seventh Son Of A Seventh Son 5/5: Nun kommt der große Titeltrack. Hammer Song und großartige Leistung von Bruce. "Seventh Son" kann meiner Meinung nach nicht mit "The Rime" von "Powerslave" mithalten, aber hat genauso volle Punktzahl verdient. Mir persönlich gefällt besonders der ruhige Chor Part, nach dem gesprochenem Text von Bruce. Ich bekomme jedes mal eine Gänsehaut. Man kann die Geburt spüren.
The Prophecy 4,5: Diese Song ist genauso unterbewertet wie "Déjà Vu" vom Vorgänger. Sehr stark wird der weitere Verlauf der Geschichte erzählt. Mir gefällt besonders die kleine akustik-Einlage am Ende des Songs!
The Clairvoyant 5/5: Sehr starker Song, der immer wieder funktioniert. Die Strophen vor dem Refrain haben es mir besonders angetan.
Only The Good Die Young 5/5: Auch sehr unterbewertet! Mein Highlight auf dem Album. Im gegensatz zu den Vorgängern, bei denem am Ende sich immer ein Epos bereit hielt, wird man hier mit einen sehr eingängigem Song (der Refrain lässt einen nicht mehr los) aus dem Album geschmissen, bevor das Outro des Albums beginnt. Genial!
So also ich könnte sofort wieder PLAY drücken und von vorne beginnen!
"Seventh Son Of A Seventh Son" gehört definitiv zu meinen Topp 3, nur "Somewhere In Time" und "Powerslave" konnten sich noch auf die vorderen Plätze schmuggeln. Besser konnten die Goldenen 80er nicht beendet werden.
Nach dem wahnsinns Album "Somewhere In Time" ist "Seventh Son Of A Seventh Son" (was für ein geiler Titel) ein logischer Schritt.
Moonchild 4,5/5: Ein schönes Akustik-Intro führt uns in das Konzept des siebten Sohnes ein. Starker Opener, wenn auch nicht so eingängig. Für meine Ohren gibt es Stärkere Maiden Opener aber trotzdem klasse Song und war eine schöne Überraschung zur "Somewhere Back In Time Tour".
Infinite Dreams 5/5: Was für ein wahnsinns Song. "Infinite Dreams" ist definitiv der komplexeste Song auf dem Album und gehört mit zum stärksten was das Album zu bieten hat. Wie gerne würde ich ihn mal Live erleben!
Can I Play With Madness 3,5/5: Klar, sehr eingängig und lässt einen so schnell nicht mehr los. Doch nutzt sich der Song ziemlich schnell ab
The Evil That Man Do 5/5: Auch ziemlich eingängig, aber nutzt sich nicht annähren so ab wie "Can I Play". Für mich ein großartiger Song, der super in das Konzept passt und immer wieder Laune macht!
Seventh Son Of A Seventh Son 5/5: Nun kommt der große Titeltrack. Hammer Song und großartige Leistung von Bruce. "Seventh Son" kann meiner Meinung nach nicht mit "The Rime" von "Powerslave" mithalten, aber hat genauso volle Punktzahl verdient. Mir persönlich gefällt besonders der ruhige Chor Part, nach dem gesprochenem Text von Bruce. Ich bekomme jedes mal eine Gänsehaut. Man kann die Geburt spüren.
The Prophecy 4,5: Diese Song ist genauso unterbewertet wie "Déjà Vu" vom Vorgänger. Sehr stark wird der weitere Verlauf der Geschichte erzählt. Mir gefällt besonders die kleine akustik-Einlage am Ende des Songs!
The Clairvoyant 5/5: Sehr starker Song, der immer wieder funktioniert. Die Strophen vor dem Refrain haben es mir besonders angetan.
Only The Good Die Young 5/5: Auch sehr unterbewertet! Mein Highlight auf dem Album. Im gegensatz zu den Vorgängern, bei denem am Ende sich immer ein Epos bereit hielt, wird man hier mit einen sehr eingängigem Song (der Refrain lässt einen nicht mehr los) aus dem Album geschmissen, bevor das Outro des Albums beginnt. Genial!
So also ich könnte sofort wieder PLAY drücken und von vorne beginnen!
"Seventh Son Of A Seventh Son" gehört definitiv zu meinen Topp 3, nur "Somewhere In Time" und "Powerslave" konnten sich noch auf die vorderen Plätze schmuggeln. Besser konnten die Goldenen 80er nicht beendet werden.
Re: Seventh Son of a Seventh Son
Dem Punkt bek Only the good die young schließ ich mich voll und ganz an, irgendwie hat der Song was und mir gefällts extrem gut, llerdings kann ich absolut nicht das geringste mit Prophecy anfangen, der Song hat sich mir nie erschlossen
Re: Seventh Son of a Seventh Son
Da ich die Platte zur Zeit wieder rauf und runter höre, werd ich mal mein Review von damals auch hier reinkopieren. Das ist zwar mehr als drei Jahre her, aber an der Bewertung hat sich nichts geändert:
Tracklist:
01 Moonchild
02 Infinite Dreams
03 Can I Play with Madness
04 The Evil That Men Do
05 Seventh Son of a Seventh Son
06 The Prophecy
07 The Clairvoyant
08 Only the Good Die Young
Das folgende Review stellt für mich eine Art Herzensangelegenheit dar, denn ich werde mich im Folgenden der Bewertung eines Albums einer Band widmen, die mich seit meinen Metalanfängen 2003 immer wieder begleitet und vor allem begeistert hat. Es handelt sich hierbei natürlich um die britische Speerspitze in Sachen Heavy Metal: Iron Maiden! Und es soll hier nun eben um DAS Album, um das meiner Meinung nach absolut beste und perfekteste Album der 14 Tonträger umfassenden Diskographie der Band gehen. Dieses Album stellte den songwriterischen Höhepunkt der Briten dar und sollte bis heute nicht mehr übertroffen werden und wird auch wohl leider unübertroffen bleiben. Es ist auch gleichzeitig eines der ungewöhnlichsten Maidenalben, da zum allerersten Mal in der Bandgeschichte hier ein festes lyrisches Konzept zu Grunde liegt. Die Rede ist von “Seventh Son of a Seventh Son”!
Die Band hatte sich Mitte der 80er verändert. Nachdem man mit den ersten 5 Alben allesamt Klassiker abgeliefert hatte merkte man schon beim 84er Werk “Powerslave”, dass die Band anfing, immer mehr in ihrem Soundgewebe zu experimentieren, da auch die Stück immer mehr an Komplexität zunahmen. Das Album leitete ja auch gleichzeitig die sogenannten “Golden Years” ein und führte Maiden mit der dazugehörigen “World Slavery Tour” auf den Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens. Doch danach wurden die Briten noch mutiger. Nachdem ebenfalls zum allersten Mal in der Bandgeschichte nicht sofort ein Jahr nach “Powerslave” ein weiteres Album erschienen war, die Band sich ergo eine kleine kreative Pause gönnte, machten sie einen gewagten Schritt. Das 86er Werk “Somewhere in Time”, welches sich auch nur ganz knapp der 7th Son-Scheibe geschlagen geben muss, markierte ein neues Kapitel in der Musik der Band. Man experimentierte mit Synthezisern, steigerte die Komplexität der Lieder gewaltig, was auch längere Songs zur Folge hatte, wurde zum Teil etwas poppiger auf Grund der Synths, aus demselben Grund aber auch wieder in manchen Teilen düsterer. Nun, also wiederum 2 Jahre nach Erscheinen dieses Albums erschien dann also 1988 das Maidenmeisterwerk “Seventh Son of a Seventh Son”.
Zunächst sticht einem natürlich sofort das erneut herrliche Coverartwork heraus. Klar, das Niveau und die Genialität eines “Somewhere in Time” Covers konnte nicht erneut erreicht werden, was aber auch daran liegt, dass sich beide Motive deutlich unterscheiden. Wo das Cover des Vorgängers noch mit zahlreichen Details bespickt war, erscheint einem das 7th Son-Cover auf dem ersten Blick geradezu schlicht. Trotzdem, je länger man sich das Bild anschaut, desto faszinierender und mysteriöser wirkt es auf einen. Da hatte sich Derek Riggs mal wieder selbst übertroffen und leider sollte es bis heute das wirklich letzte wunderbare Cover sein. Äußerst schade…
Zur Produktion der Platte lässt sich sagen, dass alle Instrumente im Gegensatz zum Vorgänger einen viel wärmeren Klang haben und alles mehr wie eine Einheit erscheint. Zwar sind dem ein oder anderem die Gitarren wieder zu dünn produziert, ich dagegen finde den Klang dieser aber absolut passend und genial und grade eben die Gitarrenproduktion empfinde ich neben der “Piece of Mind” (die in dieser Hinsicht unerreicht bleiben wird) und eben dem Vorgänger mit seinem futuristischen Klangbild als eine der besten! Über das textliche Konzept werde, bzw. kann ich nicht besonders viele Worte verlieren, da es sich mir zum Teil nicht ganz erschließt. Die Geschichte einer Prophezeiung, dass der siebte Sohn eines ebenfalls siebten Sohnes besondere Heil- und Seherkräfte besitzen soll wird in manchen Songs nicht ganz deutlich. Letztendlich könnte man zusammenfassend aber sagen, dass es um den Kampf “Gut gegen Böse” geht. Trotzdem hat das Konzept grade auf Grund dieser Tatsachen seinen Reiz und macht die Platte zu etwas Besonderen. Somit wären schon mal die äußeren Bedingungen für ein Meisterwerk gegeben. Doch wie sieht es mit der Musik aus?
Maiden experimentierten auch auf diesem Album weiterhin mit den Synthezisern, die im Gegensatz zum Vorgänger aber viel besser in den Sound eingebettet waren und auch im gewissen Sinne songdienlicher eingesetzt wurden. Von der Grundstimmung her wurde alles mögliche aufgeboten: Hoffnung, Melancholie, majestätische Klänge, aber auch ebenso eine gewisse Portion Härte. Die Mannen um Bassist Steve Harris lieferten in Sachen Songwriting auf dieser Scheibe ihr Maximum ab. Die Komplexität nahm beim Großteil der Lieder erneut zu, obwohl gleichzeitig die Songs wieder kürzer wurden. Es wurden zahlreiche interessante Details wie der Einstaz von Chören, Akkustikgitarren, ein Album Intro, sowie Outro, gesprochene Erzählpassagen, usw. eingebaut. Manche Lieder waren eingängig, manche besonders sperrig. Kurzgesagt: Maiden wurden progressiv. Und das stand ihnen verdammt gut zu Gesicht! Zu der instrumentalen Leistung muss ich ja nicht viel sagen. Alle Musiker spielten wieder auf höchsten Niveau, besonders aber die Leistung von Bruce muss ich hier hervorheben. Einfach UNGLAUBLICH, was der Mann hier von sich gibt. So vielseitig hatte er zuletzt auf der “Piece of Mind” gesungen und es tat dem Album auch gut, dass er wieder vermehrt am Songwriting beteiligt war.
Da es sich ja um ein Konzeptalbum handelt, macht es natürlich auch Sinn, die Songs von Anfang an durchzugehen:
Das Album startet also mit “Moonchild”, bzw. wird vorerst durch einen Akkustikpart und der Stimme von Bruce eingeleitet (“Seven Deadly Sins, seven was to win…”). Dann erklingt sofort das Keyoboard mit einer interessanten Melodie und sobald die Gitarren einsetzen ist der Hörer wieder im Maidenhimmel. Man, klingt das majestätisch und geil! Es wird gekonnt Spannung aufgebaut, zwischendurch erklingen Schreie von Bruce und mit einem schönen Trommelwirbel von Nicko wird dann dieser Uptempobrecher eröffnet. Alle diejenigen, die behaupten, Maiden wären viel zu poppig geworden, werden mit “Moonchild” eines Besseren belehrt. Die Nummer ist für Maidenverhältnisse schon ziemlich hart, besonders in den Strophen, wenn die Gitarrenfraktion und der Bass den Song antreiben und Bruce in einer recht tiefen Stimmlage ziemlich bedrohlich den Text raus haut. Im Refrain überzeugen einem sofort die schönen Gitarrenmelodien und Bruce singt auch wieder in seiner gewohnt hohen Stimmlage. Ein perfekter Opener für dieses Album: hart, schnell, geile Soli, was will man mehr?;)
Was danach an Nummer 2 der Tracklist folgt ist eine weitere Sternstunde des Steve Harris: “Infinite Dreams”… Was für eine Achterbahnfahrt an Emotionen! Der Song beginnt recht zerbrechlich und im völligen Kontrast zum Opener wie eine typische Ballade, doch man merkt schon, dass sich da noch Größeres anbahnt. Plötzlich wechselt der Song von der Rhythmik her, wirkt im ersten Moment recht verwirrend, aber dann letztendlich doch genial. Bruce singt mal wieder klasse und die Melodien suchen ihresgleichen. Dann ändert sich die Stimmung und Rhythmik plötzlich schon wieder und es geht quasi mit einem Uptempopart weiter, in dem mal wieder schön soliert werden darf. Und das vom Feinsten. Einfach unglaublich… mehr Worte will ich über diesen höchst komplexen und abwechslungsreichen Song nicht verlieren.
Kommen wir zu dem Lied, welches für viele Fans den Ausschlag gegeben hat, Maiden nun als massentauglich und poppig zu bezeichnen: “Can I Play with Madness”. Gut, der Song ist mit Abstand der eingängigste auf diesem Album, der Refrain ist massentauglich und im gewissen Sinne auch poppig. ABER…es klingt geil.
Ich liebe einfach diesen Refrain mit der wunderschönen Gitarrenmelodie im Hintergrund und grade der Mitteil zeigt mit zumindest auf, dass der Song nicht so massentauglich ist, wie er immer bezeichnet wird, denn es wird mal wieder gekonnt das Tempo gewechselt, um Abwechslung einzubauen. Trotzdem als erste Single eine nachvollziehbare Wahl. Direkt danach folgt gleich die nächste Single, nämlich “The Evil That Men Do”, für mich eines der besten Stücke die Maiden je geschrieben haben. Alleine schon der Anfang, der einfach nur für Gänsehaut sorgt, dann die geniale Bridge mit diesen wunderbaren Gitarrenmelodien (grade an dieser Stelle offenbart sich die tolle Produktion) und zum Schluss der eingängige, schön zum Mitgröhlen gedachte Refrain (“The Evil That Men Do Lives On and On”). Besonders der tolle Einsatz der Syntheziser und das Gitarrenspiel machen dieses Lied zu einem Highlight und zu einer Hymne!
Doch das war nichts im Vergleich zu dem, was nun folgt: Der Titeltrack…
Wie gesagt, ich höre Maiden jetzt seit 2003, kenne jedes Lied der 14 Alben in- und auswendig, da ich alle Alben schon zig Mal gehört habe. Aber kein, ich wiederhole, KEIN anderer Song der Briten, erscheint mir beim Hören so… faszinierend, so mystisch und vor allem: so seltsam… Es ist auch mit Abstand der seltsamste Track, den die Band bis heute geschrieben hat. Das fängt schon beim Intro an: Zunächst der Einsatz der Chöre an dieser Stelle…unbeschreiblich, an dieser Stelle fällt einem wieder die perfekte, harmonische Produktion auf, die jedem Instrument seine volle Entfaltung gibt. Es wirkt einfach nur majestätisch und nimmt den Hörer (sofern er gefälligst seine Augen zu hat) auf eine besondere Reise. Alleine schon das Intro hat mich dermaßen gefesselt und begeistert. Es geht dann über in die Strophe…
Die majestätische und atmosphärische Stimmung ist plötzlich weg, es dominieren nun die Klampfen wieder das Geschehen und das in einer für Maidenverhältnisse ziemlich simplen Art. Und sobald der Gesang einsetzt weiß man auch warum: Die Leistung von Bruce ab dieser Stelle an ist phänomenal, einfach unglaublich. Er gibt hier die Melodie vor, da die Gitarren die ganze Zeit über ja, recht stumpf im Hintergrund ohne Melodie agieren und somit Bruce zum Star an dieser Stelle machen. Als Hörer hat man sich grade an die andere Stimmung gewöhnt, da wechselt diese plötzlich wieder: Die Keybaords tauchen wieder auf und spielen eine wunderbar, epische Melodie, eine Melodie, die ich mit Worten gar nicht richtig beschreiben kann. Es klingt nicht wirklich eingängig und melodisch, aber auch nicht hart, oder progressiv. Dazu noch der “ohohohoho”-Gesang von Bruce, der an dieser Stelle wunderbar passt. Der Refrain steht dann wieder im kompletten Kontrast dazu. Bruce singt einfach nur die ganze Zeit den Titel des Songs und damit ja auch Albums, das Keyboard ist wieder verschwunden, die Gitarren spielen wieder mehr im Hintergrund. Schon die erste Hälfte des Songs macht mich einfach nur fertig, aber das war ja erst der Anfang. Nach dem zweiten Refrain, wird es plötzlich langsamer, ruhiger, bis nur noch die Hi-Hat und der Bass erklingen. Und es folgt nun eine der musikalischen Glanzminuten der Band in Sachen Atmosphäre. Bruce spielt nun eine Art Erzähler und dies ziemlich gut, die Atmosphäre steigert sich immer weiter… Und dann setzen die Chöre und die Gitarren ein….
Für mich bis heute die härteste (jawohl, richtig gelesen) Stelle, die Maiden je geschrieben haben. Die Atmosphäre ist nun auf ihrem Höhepunkt angelangt und droht zu explodieren…und zwar in einem instrumental Schlussteil, der sich gewaschen hat. Und an dieser Stelle breche ich auch mal ab, denn jeder soll selbst für sich erfahren, wie genial dieser Teil klingt. Dieser Song ist ein Monument im Schaffen der Band!
Natürlich kann der nachfolgende Track da nicht mithalten. “The Prophecy” ist mit Abstand das sperrigste Stück des Albums, die Melodielinien wollen erst so gar nicht ins Ohr gehen und das wobei der Song äußerst interessant aufgebaut ist (sogar ein Akkustikoutro beinhaltet er). Soll heißen: An sich ein klasse Song, aber nur leider falsch im Album platziert.
“The Clairvoyant” dagegen zählt wiederum zu den Sternstunden der Band. Ein kurzer, kompakter, aber unglaublich genialer und atmosphärischer Song. Dabei beginnt er so unscheinheilig mit einem Bassintro (“Killers” lässt grüßen) und erinnert die ersten Minuten eigentlich eher an Alben die “Piece of Mind” oder “The Number of the Beast”, aber sobald die Strophe einsetzt ist dieser Eindruck wieder verflogen..und wie! Die Strophe des Songs gehört für mich ebenfalls zu den schönsten in der gesamten Maidengeschichte. Bruce singt hier einfach nur klasse, die Syntheziser fügen sich hier mehr denn je perfekt in den Song ein und auch das Drumming von Nicko überzeugt hier voll und ganz. Dann ändert sich die Stimmung aber wieder rasant, denn der Refrain überrascht den Hörer vollkommen. Anderer Rhythmus, progressive Ansätze, interessante Gesangslinien von Bruce. FETT!;) Ein Klassiker!
Abgeschlossen wird das beste Maidenalbum dann zur Abwechslung mal nicht mit einem epischen, langen Track, wie es bei den Alben davor war, sondern mit dem sehr eingängigen, hoch melodischen (Twinleads!!) und kurzen “Only the Good Die Young”. Hier sticht besonders der klasse Refrain hervor, ebenso wie das, mal wieder, wunderbare Gitarrenspiel. Zum Schluss erklingt dann wieder der Akkustikpart, der schon das Album eingeleitet hat…
Mir haben bei der Beschreibung der Songs oft die Worte gefehlt, was nur noch mal unterstreicht, wie sehr ich dieses Werk vergöttere. Und ich bin trotzdem der Meinung, dass es in Sachen Songwriting noch nicht ganz den Höhepunkt der Band dargestellt hat. Es wäre bestimmt noch eine Steigerung drin gewesen, aber leider wollten Maiden diesen Weg nicht weitergehen und lieber zu dem eingängigen, raueren Material der Anfangszeit zurückkehren. Daraus entstand meiner Meinung nach das mit Abstand schlechteste Maidenalbum, das je erschienen ist. Schade Schade…
“Seven Deadly Sins, Seven Ways to Win, Seven Holy Paths to Hell and Your Trip Begins“
10/10 Punkte!
Tracklist:
01 Moonchild
02 Infinite Dreams
03 Can I Play with Madness
04 The Evil That Men Do
05 Seventh Son of a Seventh Son
06 The Prophecy
07 The Clairvoyant
08 Only the Good Die Young
Das folgende Review stellt für mich eine Art Herzensangelegenheit dar, denn ich werde mich im Folgenden der Bewertung eines Albums einer Band widmen, die mich seit meinen Metalanfängen 2003 immer wieder begleitet und vor allem begeistert hat. Es handelt sich hierbei natürlich um die britische Speerspitze in Sachen Heavy Metal: Iron Maiden! Und es soll hier nun eben um DAS Album, um das meiner Meinung nach absolut beste und perfekteste Album der 14 Tonträger umfassenden Diskographie der Band gehen. Dieses Album stellte den songwriterischen Höhepunkt der Briten dar und sollte bis heute nicht mehr übertroffen werden und wird auch wohl leider unübertroffen bleiben. Es ist auch gleichzeitig eines der ungewöhnlichsten Maidenalben, da zum allerersten Mal in der Bandgeschichte hier ein festes lyrisches Konzept zu Grunde liegt. Die Rede ist von “Seventh Son of a Seventh Son”!
Die Band hatte sich Mitte der 80er verändert. Nachdem man mit den ersten 5 Alben allesamt Klassiker abgeliefert hatte merkte man schon beim 84er Werk “Powerslave”, dass die Band anfing, immer mehr in ihrem Soundgewebe zu experimentieren, da auch die Stück immer mehr an Komplexität zunahmen. Das Album leitete ja auch gleichzeitig die sogenannten “Golden Years” ein und führte Maiden mit der dazugehörigen “World Slavery Tour” auf den Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens. Doch danach wurden die Briten noch mutiger. Nachdem ebenfalls zum allersten Mal in der Bandgeschichte nicht sofort ein Jahr nach “Powerslave” ein weiteres Album erschienen war, die Band sich ergo eine kleine kreative Pause gönnte, machten sie einen gewagten Schritt. Das 86er Werk “Somewhere in Time”, welches sich auch nur ganz knapp der 7th Son-Scheibe geschlagen geben muss, markierte ein neues Kapitel in der Musik der Band. Man experimentierte mit Synthezisern, steigerte die Komplexität der Lieder gewaltig, was auch längere Songs zur Folge hatte, wurde zum Teil etwas poppiger auf Grund der Synths, aus demselben Grund aber auch wieder in manchen Teilen düsterer. Nun, also wiederum 2 Jahre nach Erscheinen dieses Albums erschien dann also 1988 das Maidenmeisterwerk “Seventh Son of a Seventh Son”.
Zunächst sticht einem natürlich sofort das erneut herrliche Coverartwork heraus. Klar, das Niveau und die Genialität eines “Somewhere in Time” Covers konnte nicht erneut erreicht werden, was aber auch daran liegt, dass sich beide Motive deutlich unterscheiden. Wo das Cover des Vorgängers noch mit zahlreichen Details bespickt war, erscheint einem das 7th Son-Cover auf dem ersten Blick geradezu schlicht. Trotzdem, je länger man sich das Bild anschaut, desto faszinierender und mysteriöser wirkt es auf einen. Da hatte sich Derek Riggs mal wieder selbst übertroffen und leider sollte es bis heute das wirklich letzte wunderbare Cover sein. Äußerst schade…
Zur Produktion der Platte lässt sich sagen, dass alle Instrumente im Gegensatz zum Vorgänger einen viel wärmeren Klang haben und alles mehr wie eine Einheit erscheint. Zwar sind dem ein oder anderem die Gitarren wieder zu dünn produziert, ich dagegen finde den Klang dieser aber absolut passend und genial und grade eben die Gitarrenproduktion empfinde ich neben der “Piece of Mind” (die in dieser Hinsicht unerreicht bleiben wird) und eben dem Vorgänger mit seinem futuristischen Klangbild als eine der besten! Über das textliche Konzept werde, bzw. kann ich nicht besonders viele Worte verlieren, da es sich mir zum Teil nicht ganz erschließt. Die Geschichte einer Prophezeiung, dass der siebte Sohn eines ebenfalls siebten Sohnes besondere Heil- und Seherkräfte besitzen soll wird in manchen Songs nicht ganz deutlich. Letztendlich könnte man zusammenfassend aber sagen, dass es um den Kampf “Gut gegen Böse” geht. Trotzdem hat das Konzept grade auf Grund dieser Tatsachen seinen Reiz und macht die Platte zu etwas Besonderen. Somit wären schon mal die äußeren Bedingungen für ein Meisterwerk gegeben. Doch wie sieht es mit der Musik aus?
Maiden experimentierten auch auf diesem Album weiterhin mit den Synthezisern, die im Gegensatz zum Vorgänger aber viel besser in den Sound eingebettet waren und auch im gewissen Sinne songdienlicher eingesetzt wurden. Von der Grundstimmung her wurde alles mögliche aufgeboten: Hoffnung, Melancholie, majestätische Klänge, aber auch ebenso eine gewisse Portion Härte. Die Mannen um Bassist Steve Harris lieferten in Sachen Songwriting auf dieser Scheibe ihr Maximum ab. Die Komplexität nahm beim Großteil der Lieder erneut zu, obwohl gleichzeitig die Songs wieder kürzer wurden. Es wurden zahlreiche interessante Details wie der Einstaz von Chören, Akkustikgitarren, ein Album Intro, sowie Outro, gesprochene Erzählpassagen, usw. eingebaut. Manche Lieder waren eingängig, manche besonders sperrig. Kurzgesagt: Maiden wurden progressiv. Und das stand ihnen verdammt gut zu Gesicht! Zu der instrumentalen Leistung muss ich ja nicht viel sagen. Alle Musiker spielten wieder auf höchsten Niveau, besonders aber die Leistung von Bruce muss ich hier hervorheben. Einfach UNGLAUBLICH, was der Mann hier von sich gibt. So vielseitig hatte er zuletzt auf der “Piece of Mind” gesungen und es tat dem Album auch gut, dass er wieder vermehrt am Songwriting beteiligt war.
Da es sich ja um ein Konzeptalbum handelt, macht es natürlich auch Sinn, die Songs von Anfang an durchzugehen:
Das Album startet also mit “Moonchild”, bzw. wird vorerst durch einen Akkustikpart und der Stimme von Bruce eingeleitet (“Seven Deadly Sins, seven was to win…”). Dann erklingt sofort das Keyoboard mit einer interessanten Melodie und sobald die Gitarren einsetzen ist der Hörer wieder im Maidenhimmel. Man, klingt das majestätisch und geil! Es wird gekonnt Spannung aufgebaut, zwischendurch erklingen Schreie von Bruce und mit einem schönen Trommelwirbel von Nicko wird dann dieser Uptempobrecher eröffnet. Alle diejenigen, die behaupten, Maiden wären viel zu poppig geworden, werden mit “Moonchild” eines Besseren belehrt. Die Nummer ist für Maidenverhältnisse schon ziemlich hart, besonders in den Strophen, wenn die Gitarrenfraktion und der Bass den Song antreiben und Bruce in einer recht tiefen Stimmlage ziemlich bedrohlich den Text raus haut. Im Refrain überzeugen einem sofort die schönen Gitarrenmelodien und Bruce singt auch wieder in seiner gewohnt hohen Stimmlage. Ein perfekter Opener für dieses Album: hart, schnell, geile Soli, was will man mehr?;)
Was danach an Nummer 2 der Tracklist folgt ist eine weitere Sternstunde des Steve Harris: “Infinite Dreams”… Was für eine Achterbahnfahrt an Emotionen! Der Song beginnt recht zerbrechlich und im völligen Kontrast zum Opener wie eine typische Ballade, doch man merkt schon, dass sich da noch Größeres anbahnt. Plötzlich wechselt der Song von der Rhythmik her, wirkt im ersten Moment recht verwirrend, aber dann letztendlich doch genial. Bruce singt mal wieder klasse und die Melodien suchen ihresgleichen. Dann ändert sich die Stimmung und Rhythmik plötzlich schon wieder und es geht quasi mit einem Uptempopart weiter, in dem mal wieder schön soliert werden darf. Und das vom Feinsten. Einfach unglaublich… mehr Worte will ich über diesen höchst komplexen und abwechslungsreichen Song nicht verlieren.
Kommen wir zu dem Lied, welches für viele Fans den Ausschlag gegeben hat, Maiden nun als massentauglich und poppig zu bezeichnen: “Can I Play with Madness”. Gut, der Song ist mit Abstand der eingängigste auf diesem Album, der Refrain ist massentauglich und im gewissen Sinne auch poppig. ABER…es klingt geil.
Doch das war nichts im Vergleich zu dem, was nun folgt: Der Titeltrack…
Wie gesagt, ich höre Maiden jetzt seit 2003, kenne jedes Lied der 14 Alben in- und auswendig, da ich alle Alben schon zig Mal gehört habe. Aber kein, ich wiederhole, KEIN anderer Song der Briten, erscheint mir beim Hören so… faszinierend, so mystisch und vor allem: so seltsam… Es ist auch mit Abstand der seltsamste Track, den die Band bis heute geschrieben hat. Das fängt schon beim Intro an: Zunächst der Einsatz der Chöre an dieser Stelle…unbeschreiblich, an dieser Stelle fällt einem wieder die perfekte, harmonische Produktion auf, die jedem Instrument seine volle Entfaltung gibt. Es wirkt einfach nur majestätisch und nimmt den Hörer (sofern er gefälligst seine Augen zu hat) auf eine besondere Reise. Alleine schon das Intro hat mich dermaßen gefesselt und begeistert. Es geht dann über in die Strophe…
Die majestätische und atmosphärische Stimmung ist plötzlich weg, es dominieren nun die Klampfen wieder das Geschehen und das in einer für Maidenverhältnisse ziemlich simplen Art. Und sobald der Gesang einsetzt weiß man auch warum: Die Leistung von Bruce ab dieser Stelle an ist phänomenal, einfach unglaublich. Er gibt hier die Melodie vor, da die Gitarren die ganze Zeit über ja, recht stumpf im Hintergrund ohne Melodie agieren und somit Bruce zum Star an dieser Stelle machen. Als Hörer hat man sich grade an die andere Stimmung gewöhnt, da wechselt diese plötzlich wieder: Die Keybaords tauchen wieder auf und spielen eine wunderbar, epische Melodie, eine Melodie, die ich mit Worten gar nicht richtig beschreiben kann. Es klingt nicht wirklich eingängig und melodisch, aber auch nicht hart, oder progressiv. Dazu noch der “ohohohoho”-Gesang von Bruce, der an dieser Stelle wunderbar passt. Der Refrain steht dann wieder im kompletten Kontrast dazu. Bruce singt einfach nur die ganze Zeit den Titel des Songs und damit ja auch Albums, das Keyboard ist wieder verschwunden, die Gitarren spielen wieder mehr im Hintergrund. Schon die erste Hälfte des Songs macht mich einfach nur fertig, aber das war ja erst der Anfang. Nach dem zweiten Refrain, wird es plötzlich langsamer, ruhiger, bis nur noch die Hi-Hat und der Bass erklingen. Und es folgt nun eine der musikalischen Glanzminuten der Band in Sachen Atmosphäre. Bruce spielt nun eine Art Erzähler und dies ziemlich gut, die Atmosphäre steigert sich immer weiter… Und dann setzen die Chöre und die Gitarren ein….
Für mich bis heute die härteste (jawohl, richtig gelesen) Stelle, die Maiden je geschrieben haben. Die Atmosphäre ist nun auf ihrem Höhepunkt angelangt und droht zu explodieren…und zwar in einem instrumental Schlussteil, der sich gewaschen hat. Und an dieser Stelle breche ich auch mal ab, denn jeder soll selbst für sich erfahren, wie genial dieser Teil klingt. Dieser Song ist ein Monument im Schaffen der Band!
Natürlich kann der nachfolgende Track da nicht mithalten. “The Prophecy” ist mit Abstand das sperrigste Stück des Albums, die Melodielinien wollen erst so gar nicht ins Ohr gehen und das wobei der Song äußerst interessant aufgebaut ist (sogar ein Akkustikoutro beinhaltet er). Soll heißen: An sich ein klasse Song, aber nur leider falsch im Album platziert.
“The Clairvoyant” dagegen zählt wiederum zu den Sternstunden der Band. Ein kurzer, kompakter, aber unglaublich genialer und atmosphärischer Song. Dabei beginnt er so unscheinheilig mit einem Bassintro (“Killers” lässt grüßen) und erinnert die ersten Minuten eigentlich eher an Alben die “Piece of Mind” oder “The Number of the Beast”, aber sobald die Strophe einsetzt ist dieser Eindruck wieder verflogen..und wie! Die Strophe des Songs gehört für mich ebenfalls zu den schönsten in der gesamten Maidengeschichte. Bruce singt hier einfach nur klasse, die Syntheziser fügen sich hier mehr denn je perfekt in den Song ein und auch das Drumming von Nicko überzeugt hier voll und ganz. Dann ändert sich die Stimmung aber wieder rasant, denn der Refrain überrascht den Hörer vollkommen. Anderer Rhythmus, progressive Ansätze, interessante Gesangslinien von Bruce. FETT!;) Ein Klassiker!
Abgeschlossen wird das beste Maidenalbum dann zur Abwechslung mal nicht mit einem epischen, langen Track, wie es bei den Alben davor war, sondern mit dem sehr eingängigen, hoch melodischen (Twinleads!!) und kurzen “Only the Good Die Young”. Hier sticht besonders der klasse Refrain hervor, ebenso wie das, mal wieder, wunderbare Gitarrenspiel. Zum Schluss erklingt dann wieder der Akkustikpart, der schon das Album eingeleitet hat…
Mir haben bei der Beschreibung der Songs oft die Worte gefehlt, was nur noch mal unterstreicht, wie sehr ich dieses Werk vergöttere. Und ich bin trotzdem der Meinung, dass es in Sachen Songwriting noch nicht ganz den Höhepunkt der Band dargestellt hat. Es wäre bestimmt noch eine Steigerung drin gewesen, aber leider wollten Maiden diesen Weg nicht weitergehen und lieber zu dem eingängigen, raueren Material der Anfangszeit zurückkehren. Daraus entstand meiner Meinung nach das mit Abstand schlechteste Maidenalbum, das je erschienen ist. Schade Schade…
“Seven Deadly Sins, Seven Ways to Win, Seven Holy Paths to Hell and Your Trip Begins“
10/10 Punkte!
"There is a road, that I must travel. May it be paved or unseen..." (Disillusion - Back to Times of Splendor)
https://www.musik-sammler.de/sammlung/maidenhead/
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Also ich kann dir nur zustimmen Abbath ( außer das SSOASS besser als SIT sein soll
). Du hast wirklich alles schön erklaert, warum das Album so geil ist, starke Bewertung. 
"Aber ich glaube wir schweben gerade in "Davuxsche Off Topic Dimensionen" davon
" - Chewie
Re: Seventh Son of a Seventh Son
Einer der schönsten Momente der ganzen CD und genial performt. Man sollte bedenken das Maiden bzw. Dave im Stuido 3 Gitarren für das Outro genutzt haben und er vereint alle
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Oh ja, sehr schoen gemacht. 
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Sehr schön! 


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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Hey Folks.......
Abbath hat das Albeum genau aufn Punkt gebracht und das was Du über SSOASS geschrieben hast, genauso fühle ich auch, der Song is einfach der Hammer !
Jut geschrieben Abbath..... !!!!!!!!!!
Abbath hat das Albeum genau aufn Punkt gebracht und das was Du über SSOASS geschrieben hast, genauso fühle ich auch, der Song is einfach der Hammer !
Jut geschrieben Abbath..... !!!!!!!!!!
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Re: Seventh Son of a Seventh Son
Weiter mit den Bewertungen... (auch wenn mir bei dieser wieder viele Leute widersprechen mögen...):
Moonchild - Das ruhige Intro passt ebenso gut wie der progressive Gitarrensound, der schön da weiter macht, wo das Vorgängeralbum aufhörte und auch der Refrain geht ins Ohr; insgesamt ein solider Opener, auch wenn er einen Tick zu lang ist - 8/10
Infinite Dreams - Musikalisch bietet das Stück sehr viel Abwechslung und auch der Gesang ist sehr variabel - 9,5/10
Can I Play With Madness - Die Spassnummer auf dem Album: angenehm simpel gehalten und sehr eingängig, aber eben auch nichts besonderes - 7/10
The Evil That Men Do - Der Refrain wird zu oft wiederholt und ist zu simpel, aber der Rest stimmt: interessanter Text, toller Gitarrensound, klasse Gesang - 9,5/10
Seventh Son Of A Seventh Son - Au weia... nach zwei tollen Epen folgt hier der Absturz: ein Lied ohne Leidenschaft, mit austauschbarem Mittelteil, ganz laschem Refrain (der Titel des Liedes wird einfach endlos aneinander gereiht) und einem nichtssagenden und vor allem für diese Länge viel zu kurzen Text - 5/10
The Prophecy - Egal wie oft ich dieses Lied höre, es bleibt einfach nie irgendetwas hängen und somit ist es für mich nur gepflegte Langeweile (wenn überhaupt...) - 3,5/10
The Clairvoyant - Endlich wieder ein starkes Stück: Das Bassspiel ist klasse, der Gitarrensound auch und der Gesang ist ohnehin auf der Höhe - 8,5/10
Only The Good Die Young - Das Stück ähnelt dem Opener insgesamt etwas zu sehr und das Ganze ist mir doch einen Tick zu soft und synthielastig geworden - 6,5/10
Insgesamt: 72%
Anmerkung: Anstatt einem ausgefeilten Konzeptalbum gibt es hier eine mehr oder wenige schlüssige (Fanboys werden es "kryptisch" nennen) Geschichte und einige etwas saft- und kraftlose Stücke, denen es an Energie fehlt und bei denen man eher in Richtung unsinspirierten Progressive Rock (Titelstück) oder simplen Pop (Can I Play With Madness) abrutscht.
Cover: Das Cover hat durchaus Atmosphäre und versucht sich an einem neuen Konzept - einziger Kritikpunkt: der "halbe" Eddie gefällt mir hier weniger.
Moonchild - Das ruhige Intro passt ebenso gut wie der progressive Gitarrensound, der schön da weiter macht, wo das Vorgängeralbum aufhörte und auch der Refrain geht ins Ohr; insgesamt ein solider Opener, auch wenn er einen Tick zu lang ist - 8/10
Infinite Dreams - Musikalisch bietet das Stück sehr viel Abwechslung und auch der Gesang ist sehr variabel - 9,5/10
Can I Play With Madness - Die Spassnummer auf dem Album: angenehm simpel gehalten und sehr eingängig, aber eben auch nichts besonderes - 7/10
The Evil That Men Do - Der Refrain wird zu oft wiederholt und ist zu simpel, aber der Rest stimmt: interessanter Text, toller Gitarrensound, klasse Gesang - 9,5/10
Seventh Son Of A Seventh Son - Au weia... nach zwei tollen Epen folgt hier der Absturz: ein Lied ohne Leidenschaft, mit austauschbarem Mittelteil, ganz laschem Refrain (der Titel des Liedes wird einfach endlos aneinander gereiht) und einem nichtssagenden und vor allem für diese Länge viel zu kurzen Text - 5/10
The Prophecy - Egal wie oft ich dieses Lied höre, es bleibt einfach nie irgendetwas hängen und somit ist es für mich nur gepflegte Langeweile (wenn überhaupt...) - 3,5/10
The Clairvoyant - Endlich wieder ein starkes Stück: Das Bassspiel ist klasse, der Gitarrensound auch und der Gesang ist ohnehin auf der Höhe - 8,5/10
Only The Good Die Young - Das Stück ähnelt dem Opener insgesamt etwas zu sehr und das Ganze ist mir doch einen Tick zu soft und synthielastig geworden - 6,5/10
Insgesamt: 72%
Anmerkung: Anstatt einem ausgefeilten Konzeptalbum gibt es hier eine mehr oder wenige schlüssige (Fanboys werden es "kryptisch" nennen) Geschichte und einige etwas saft- und kraftlose Stücke, denen es an Energie fehlt und bei denen man eher in Richtung unsinspirierten Progressive Rock (Titelstück) oder simplen Pop (Can I Play With Madness) abrutscht.
Cover: Das Cover hat durchaus Atmosphäre und versucht sich an einem neuen Konzept - einziger Kritikpunkt: der "halbe" Eddie gefällt mir hier weniger.
''Room 819'': http://kluseba.eklablog.com/room-819-a- ... a213183053 (September 2022)


