Seit letztem Freitag ist das mittlerweile achte Album der schwedischen Depri-Black Metaller Shining auf dem Markt. Ich spare mir an dieser Stelle mal eine nähere Beschreibung der Band, für die, die sie noch nicht kennen. Lest euch am besten selber dazu schlau.
Hier die Fakten:
Tracklist:
01. Du, Mitt Konstverk
02. The Ghastly Silence
03. Han Som Hatar Människan
04. Hail Darkness Hail
05. Det Stora Grå
06. For the God Below
Cover:

Schon auf dem letzten Album merkte man ganz deutlich, dass die Band immer mehr von diesem krassen Image abrücken und nur noch die Musik sprechen lassen möchte. Und dies mal richtig!
Diese wurde um einiges melodischer, es gab mehr Klargesangstellen und Akkustikparts und auch die Produktion wurde etwas glatter. Dennoch blieb die düstere/morbide Stimmung in der Musik erhalten. Aber vor allem diese ruhigen Stellen erinnerten mich des Öfteren an eine Band wie Opeth und zeigten auf, dass die Band immer mehr in virtuosere Sphären abdriftete.
Das neue Album geht in diesem Sinne einen Schritt zurück und zwei nach vorne.
Zum einem orientiert sich Mastermind Niklas auf "Redefining Darkness" (dessen plakativen Titel man zur Abwechslung meiner Meinung nach durchaus relativ ernst nehmen kann) wieder an seinem bisherigen Schaffenshöhepunkt in Sachen Emotion und Atmosphäre (V - Halmstad) und zeigt sehr abwechlungsreiche, kranke Riffs, welche die meist im Midtempo gespielten Songs ihren Stempel aufdrücken. Dieses Gitarrenspiel ist imo um einiges origineller und morbider, als 90% der restlichen konventionellen Black Metal Musik. Es geht ergo wieder ein wenig zurück zu den alten Alben.
Zum anderen jedoch bauen Shining ihre Akkustikteile ein weiteres Mal extrem aus, weben sie sehr treffsicher in die langen Songs ein und machen damit den Graben zwischen den harschen Metalanteilen und den ruhigen Parts nochmals deutlich breiter. Auch die Klargesangsanteile sind deutlich angestiegen und offenbaren teilweise sogar richtigen Hitcharakter.
Allein der Opener ist hierfür ein Paradebeispiel und zeigt die musikalische Bandbreite der Schweden auf diesem Album perfekt auf:
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Der zweite Track ist dann schonmal ein ganz anderes Kaliber und in meinen Augen einer der besten Songs aus diesem Jahr!!
Alleine die Einbettung des 28 Days Later Soundtracks im Akkustikgewand klingt unglaublich packend. Dazu das Saxophonsolo und der epische, clean vorgetragene Refrain machen diesen Song schon jetzt für mich zu einem Klassiker. Hier können auch mal die Leute reinhören, die sonst eher nichts mit exremer Musik anfangen können:
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Track 3 ist der meiner Meinung nach exremste Song auf diesem Album, wo besonders Sänger Niklas mal richtig die Sau rauslässt:
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Am ungewöhnlichsten ist der Abschlusstrack "For the God Below". Hiermit liefern Shining den wohl melodischsten Song ihrer Karriere ab mit Melodien zum Niederknien. Auch hier können die eher traditionellen Leute mal ein Ohr riskieren:
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Vielleicht kann ich ja den ein oder anderen für diese Musik begeistern. Ich habe persönlich nun mein Top Album 2012 und bin mit der Wahl auch mehr als glücklich. Bin gespannt, wohin der Weg noch führen wird.



