Nach bisher einem Monat Queensryche-Trip muss ich sagen, dass ich The Warning, Empire und Rage for Order leicht unter- und Promised Land leicht überbewertet habe...
Vor allem die Empire find ich mal sowas von geil, das hätte ich nach dem ersten Hören nie gedacht!!!
Reihenfolge nun wiefolgt:
1. Operation: Mindcrime (10/10)
2. Empire (9,5/10)
3. Rage for Order (9,5/10)
4. Promised Land (9/10)
5. Queensryche/The Warning (9/10)
Hm, klingt alles sehr emotional. Kann ihn da grundsätzlich schon gut verstehen, da es schon so wirkt, als wäre das Meiste hinter seinem Rücken abgelaufen. Wobei ich dem Vorwurf der Geldgeilheit gegenüber den anderen Bandmitgliedern nicht nachvollziehen kann. Mag sein, dass es auch Meinungsverschiedenheiten im Bereich der Businessangelegenheiten gab, aber die Gründung von Rising West und die darauffolgende Einstellung Todd la Torres als Sänger spricht, denke ich, deutlich dagegen. Einerseits wird deutlich, dass die weiteren Bandmitglieder zurück zu ihren Wurzeln wollen, was sie Tate anscheinend nicht richtig klar machen konnten oder es gar nicht erst versucht haben. Andererseits ist es keine sichere Sache, einen neuen Sänger einzustellen. Es ist eher ein hohes Risiko, eine Band und das dazugehörige Unternehmen komplett umzukrämpeln. Von daher hätte man sich von Seiten der anderen Bandmitglieder vielleicht besser von vorne herein um eine Einigung, was den Stil der Band betrifft, einigen sollen.
Wenn Tate sagt, er sei für den größten Teil der Queensryche-Songs verantwortlich, war aber auch das vielleicht genau das Problem. Die anderen Bandmitglieder dachten womöglich, er lasse sich da nicht reinreden und will sein Ding weiter durchziehen. Wobei das meiner Ansicht nach auch in einem Gespräch mit ihm hätte geregelt werden können. Allerdings muss ich auch sagen, dass Tate sich mit der Aussage, er sei der Hauptsongwriter der Band, insbesondere seitdem Chris DeGarmo die Band verlassen hat, ein wenig disqualifiziert hat. Seitdem ging es mit der Band nämlich kontinuierlich Bergab.
Im Großen und Ganzen sieht das Ganze für mich nach einem völlig gescheitertem zwischenmenschlichen Verhältnis aus. Die anderen Bandmitglieder hatten kaum oder wenig Mitspracherecht, haben aber auch nichts dagegen getan. Die logische Schlussfolgerung daraus ist ein Abschied, der kaum konfliktbehafteter hätte sein können. Vielleicht hätte man vorher mal das Gespräch suchen müssen und Tate von vorne herein auf seiner kreativen Linie bremsen müssen, bevor ein solches Ende passiert. Trotz Allem wirkt Tate im Interview sehr divenhaft und von sich selbst überzeugt. Solchen Leuten geigt man halt nicht einfach so die Meinung.
Den Kommentar von Tate, dass seine Songs nun von einem "Kind" gesungen werden, finde ich sehr unangebracht. Er kann froh sein, dass es Sänger gibt, die sein früheres Niveau halten können, da er es anscheinend nicht mehr kann. Er muss einsehen, dass er entweder an seinem Gesang arbeiten muss oder dass Todd LaTorre mitlerweile nunmal der bessere Sänger ist.
Revolution Calling, Speak, Suite Sister Mary, Anybody listening?, Silent Lucidity, Walk in the Shadows, London, Damaged, Roads to Madness, Queen of the Reich
Beim Reinhören in spätere Werke der Band ist mir aufgefallen, dass "Tribe" und "American Soldier" gar nicht mal sooo schlecht sind. Der Rest ist imo für die Katz, da Tate ja auch kaum noch in die Höhen geht und die Musik einfach zum Einschlafen ist... :gaehn: