So, seit vorgestern besitze ich das Album, seit gestern auch als Original
Da ich es seit Donnerstag Abend durchgängig gesuchtet habe, kann ich sogar schon einen kleinen ersten Eindruck zu den Songs schreiben:
1. Resistance: Das fast 2-Minütige Intro ist die perfekte Vorbereitung auf die brutale Atmosphäre des restlichen Albums. Sägende Gitarrenklänge und verzerrte Vocals, die einfach nur Hass und Aggression ausdrücken. Wirklich gelungene Einleitung!
2. World Scum: Die bereits bekannte Single ist ein perektes Beispiel für den auf "Enslaved" eingeschlagenen Stil. Ein an und für sich ultrabrutaler Mid-Tempo Song in Richtung Death Metal, der durch einen schnell eingeleiteten, langsam fortgeführten Mittelteil perfektioniert wird.
3. Intervention: Und ab gehts! Soulfly treten volle Kanne auf's Gaspedal und formen einen Thrasher in Richtung Cavalera Conspirac, erweitert durch einen Death-Part in der Mitte und ein langsamer werdendes Outro. Ebenfalls perfekt!
4. Gladiator: Der zweite bereits bekannte Song ist auf jeden Fall einer der absolut besten Tracks. Purer Thrasher, verfeinert mit gelegentlichen Blast-Beats und einem Mitröhl-Part am Ende. Besser geht's echt nicht mehr.
5. Legions: Und schon wieder ein schneller Song. Allerdings gibt es hierbei sehr gut nach vorne groovende Strophen, einen absolut geilen Stampfer-Refrain und das beste Solo auf dem Album!
6. American Steel: Und ein weiterer Track, den man als einen der besten bezeichnen könnte. American Steel beginnt mit zwei Strophen purem Thrash mit voll angetretenem Gaspedal, mündet dann in einen Mid-Tempo-Thrash Part und weist zwischendurch sogar kurz mal wieder einen chilligen Part auf. Einfach nur perfekt!
7. Redemption of Man by God: So, hier nun der erste Song, der meiner Meinung nach nicht perfekt ist. Das heißt noch lange nicht, dass dieser Song durchschnittlich oder gar schwach ist. Das langsame Intro, die schnelle, thrashige erste Strophe und der Refrain sind saugeil! Allerdings find ich die zweite langsame Strophe nicht so gut gemacht und der zweite Part des Songs wird etwas zu oft wiederholt.
8. Treachery: Woah! Sauhart! Und dazu auch noch perfekt arrangiert! Beginnend mit Black-Metal ähnlichem geknüppel und thrashigen Mid-tempo Strophen über einen atmosphärischen langsamen Solopart bis zu einer fetten Thrash Party gegen Ende! Genial!
9. Plata O Plomo: Juhu! Soulfly haben wenigstens ein paar World Music-Elemente am Start, was auf Omen von 2010 leider nicht mehr der Fall war. Plata O Plomo ist ein ultrabrutaler, bestens nach vorne groovender Song mit Flamenco-Elementen und einem thrashigen Mittelpart. Auch ein absolutes Highlight auf der Platte.
10. Chains: Auch hier betreten Soulfly teilweise Neuland. Mit Chains liefert die Band zum ersten mal einen richtigen Longtrack ab. Der erste Part, ultralangsam, ist teilweise mit Tryptikon (!!!) zu vergleichen, der zweite Part groovt wie die Hölle, bis es am Ende wieder ein Thrash Fiasko und ein ruhiges Outro gibt. Sicher auch einer der stärksten Songs hier.
11. Revengeance: Dieser Song beweist, dass Max definitiv der beste Sänger in seiner Familie ist. Seine Söhne singen zwar auch wirklich gut, aber Max singt hier alles in Grund und Boden. Dieser Song groovt einfach nur, ist musikalisch eher weniger anspruchsvoll, macht aber richtig Spaß!
12. Slave: Der erste "Bonus Track". Wieder ein grooviger Song mit einem thrashigen Mittelpart und auch wieder World Music-Elementen am Ende! Klasse!
13. Bastard: Warum dieser Song auch ein Bonus Track weiß man nicht, ist aber auch egal, schließlich besitze ich die Special Edition. Bastard beginnt mit einem langsamen, ultrabrutalen und teilweise leicht progressiv angehauchtem Intro und mutiert letztendlich zu einem perfekten Thrasher, wie man ihn von Soulgly erwartet!
14. Soulfly VIII: Dass das chillige Instrumental von Soulfly ein Bonus Track ist, finde ich auch inakzeptabel. Musste mich zwar erst an die Geigen (!!) gewöhnen, trotzdem ist das Stück geil!
Alles in Allem also sehr positiv. An Conquer wird es nicht rankommen, da ich doch mehr auf reinen Thrash stehe, als auf die Death-Einflüsse. Allerdings schließt das die Höchstpunktzahl nicht aus, aber um das zu beurteilen muss ich die Platte noch öfter hören. Glaubt mir leute, man muss weder Nu Metal, noch Hardcore, noch Alternative, noch Groove Metal mögen, um Enslaved geil zu finden. Gebt der Band ne Chance!
