Iron Maiden - Run For Your Lives World Tour 2025/26

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Dorschbert
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Iron Maiden - Run For Your Lives World Tour 2025/26

#466

Beitrag von Dorschbert »

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Und wenn jemand drei Reisen tut, dann noch mehr. Und wenn diese drei Reisen noch in drei Städte zu Iron fucking Maiden führen, ja dann erst recht.

Station 1: Hannover: Meine persönlicher Tourauftakt in diesem Jahr führte mich ins schöne Hannover. Pardon, nach Hannover. Da dort aber wegen einer parallel stattfindenden Messe die Hotels entsprechend teuer waren schlug ich mein Hauptquartier in Celle auf – ein Traum von einer (Alt)Stadt. Nach mehr oder minder entspanntem Einchecken im Hotel ging es dann auf direktem Weg zur Richtung Heinz von Heiden Arena, um mich mit einem Bekannten zu treffen. Gemeinsam begaben wir uns dann – frisch eingedeckt mit dem gar nicht mal sooo schönen deutschen Event-Shirt – in den vorderen Bereich der Arena, um gemeinsam dem leidigsten, aber sicher auch erprobtesten aller Spiele regelmäßiger Konzertgänger zu frönen: dem Wartespiel. Megadeth ist definitiv eine der passenderen Vorbands der letzten Jahre gewesen, hat mich aber trotzdem nicht wirklich abgeholt. Insgesamt bin ich auch viel zu wenig im Metallica-/Megadeth-Universum unterwegs und habe erst einen Tag später beim Blick auf setlist.fm festgestellt, dass Herr Mustaine ein Lied seines ehemaligen Arbeitgebers gecovert hat. Auch wenn Hannover mein Maiden-Gig #36 war, so ist es doch immer wieder ein magischer Moment, wenn ohne Vorwarnung gegen +/- 20:50 Uhr auf einmal die ersten Takte von Doctor, Doctor über die PA abgefeuert werden. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich aufgrund diverser Gerüchte dieses Mal vorab geschaut wie die Setlist der Herren Harris, Murray, Smith, Dickinson, Gers und Dawson aussieht. Plus: nur ein Song wurde ausgetauscht. Minus: ausgerechnet „The Clairvoyant“ musste „Infinite Dreams“ weichen. Der ist im Vergleich natürlich ein absoluter Deepcut (fast vier Jahrzehnte ohne Platz in der Setlist sind schon ‘ne Ansage), aber Clairvoyant holt mich um Längen mehr ab. Was mir bei den unendlichen Träumen aber mal wieder auffiel ist wie unfassbar gut das Duo Murray/Smith und die twin-lead-guitars funktionieren und es hat mich trotzdem unfassbar gefreut, dass Arry den Mut hatte etwas tiefer in der Geschichte der Band zu wühlen und auch die Reaktion der Fans sprach, nicht nur in Hannover, für sich. Ähnliches gilt für den Mariner: ich war stets bemüht, aber auch 2026 und nach unzähligen Versuchen, ob live oder auf Platte: der Song kriegt mich einfach nicht. Wahrscheinlich werde ich gleich mit Fackeln und Mistgabeln hier verjagt, aber: das Lied ist imo der überbewertetste Song der Bandhistorie – Sorry an alle, die ihn hier und bei den Konzerten feiern oder gefeiert haben. Der Rest der Setlist war/ist ja bekannt und hat einfach wieder jede Menge Spaß gemacht, lediglich die Animation bei Hallowed sorgte nach wie vor für Gänsehaut, wenn auch keine schöne. Nach dem Konzert trennten sich die Wege von meinem Bekannten und mir. Glücklicherweise war ich auf dem Weg zurück nach Celle kein man, who walked alone, denn: mal wieder haben sich auf nahezu schicksalhafte Art und Weise die Wege von unserem Trooper und mir gekreuzt, da dieser seine cold cell ebenfalls in Celle hatte. Bereits gut durchgenässt mussten wir auf der Straßenbahnfahrt von der Haltestelle Waterloo (den Namen hätte sich kein Autor besser ausdenken können an dem Abend) dann mit Erschrecken feststellen, dass die nächste einigermaßen passable Verbindung zurück nach Celle nur rund 10 Minuten nach Ankunft in Hannover HBF startet. Am HBF angekommen ging es dann also flux zu den Bahngleisen. Passabel war die Fahrt deswegen, weil wir nach rund 20 Minuten bereits auf halber Strecke zwischen Hannover und Celle austeigen und in einen allseits beliebten Schienenersatzverkehr steigen durften, mit dem wir dann nochmals rund 40 Minuten durch die niedersächsische Provinz gegurkt sind. Da wir aber genug Gesprächsstoff hatten verging die Zeit wie im Flug. In Celle angekommen haben wir uns noch ein Wegbier an einem äußerst seriösen Kiosk geholt (der Besitzer hatte kein Wechselgeld, ist in ein Hinterzimmer gegangen, in dem ein Mann benommen an einem Spielautomaten saß und öffnete einen zweiten Automaten gekonnt mit einem Handkantenschlag um dort unser Wechselgeld zu entnehmen) und sind dann noch ein Stück gemeinsam durch den Regen gelaufen, ehe sich unsere Wege trennten bis zur…

Station 2: Amsterdam: Wenn der Frühling kommt, dann schick ich Dir Tulpen aus Amsterdam. Und wenn Maiden kommt, dann fahre ich zum Ziggo Dome nach Amsterdam. Was liebe ich diese wunderschöne Stadt; da sie vom Ruhrgebiet aus schneller zu erreichen ist als viele deutsche Großstädte frage ich mich nur, warum ich da nicht viel öfter mal bin. Nach problemloser Anreise mit der Bahn ging es ab ins gleiche Hotel wie beim letzten Mal 2023 zur Future Past-Tour. Leider war das Zimmer diesmal wesentlich unangenehmer als vor drei Jahren, da es direkt neben dem Aufzug lag und die Klimaanlage sehr laut und nicht auszustellen war. Aber egal, ich will ja Maiden und nicht das Zimmer sehen. Nach einer kurzen Dusche stand Essen fassen auf der Agenda und da ich mich im echten Leben wirklich mehr als gesund ernähre habe ich es mir auch dieses Jahr nicht nehmen lassen die gleiche, ranzige Imbissbude wie `23 aufzusuchen und mir einen pappigen Burger und Pommes reinzuschrauben. Den Geist hat es gefreut, den Körper eher weniger – im Gegensatz zum alkoholfreien Heineken, das ich mir für die Warteschlange vorm Ziggo Dome gekauft habe. Davon waren weder Geist noch Magen erfreut, denn das war das mit weitem Abstand schlimmste alkoholfreie Bier, das ich je trinken „durfte“. An der Haltestelle vorm Dome trafen Forum-Trooper Marvin und ich uns dann erneut und haben die kurze Wartezeit bis zum Einlass wieder mal bestens rumgekriegt. Nach selbigem ging es dann direkt nach vorne rein ins Getümmel. Evergrey hat mir als Vorband – wenn auch nicht durchgehend bei allen Songs – ziemlich gut gefallen und die Band machte auch den Eindruck, dass sie mehr als dankbar sind als Support Act auftreten zu dürfen. Die Stimmung bei Maiden war sensationell, die Jungs bestens aufgelegt und selbst die unendlichen Träume haben mir Spaß gemacht. Absoluter Pluspunkt: das Konzert im Ziggo Dome war das erste Konzert der aktuellen Tour, das ich in einer Indoor-Arena gesehen habe und es hat sich einfach gezeigt, dass Licht- und Bühnenshow im geschlossenen Rahmen einfach wesentlich besser funktionieren als Outdoor. Dort ist mir ob der Helligkeit auch bis dato nie aufgefallen, dass man bei Iron Maiden noch Eddies leuchtende Augen sehen konnte, nachdem die Band die Bühne temporär verlassen hat. Mein absolutes Highlight war aber der Typ im Publikum schräg hinter mir. Dieser hat vor wirklich JEDEM Solo von Adrian gebrüllt „ADRIAN, GIVE IT TO ME!“ und ging dann ab, als sei der Leibhaftige hinter ihm her. Immer wieder krass, was Musik für Emotionen auslösen kann. Das Verlassen der Halle war ähnlich problemlos wie die Rückfahrt Richtung Hotel und am nächsten Tag die Rückfahrt Richtung Essen. Zwar ohne Event-Shirt (gab halt keins), dafür aber wie immer, wenn ich in den Niederlanden bin, mit reichlich Erdnussbutter im Gepäck. Weniger problemlos verlief die Anreise zur letzten…

Station 3: Paris: Wenn meine Lieblingsband in der Stadt der Liebe ein Live-Album aufzeichnet, dann steht fest: da muss ich hin. Wie 2018 zur Legacy-Tour wollte ich ganz entspannt mit dem Thalys/Eurostar von Essen aus fahren und wieder erreichte mich wenige Stunden vorher die Info, dass der Halt in Essen entfällt und die Fahrt erst in Köln beginnt. Sonntags ging es dann also erstmal rund 80 Minuten mit der Bahn in die Domstadt, wo ich am Bahnhof nahezu fürstlich frühstückte (Backwerk) und dann mit ‘nem Kaffee Richtung Bahnsteig trottete. Die Fahrt von dort aus verlief dann aber – genau wie 2018 – völligst problemlos. Unterwegs dann natürlich die ersten Wetterwarnungen verfolgt, aber beim Aussteigen hat mich dann doch die Hitzekeule erwischt, holy Moly. Da ich genug Zeit hatte war mein ganz ursprünglicher Plan (wie schon 2018) zu Fuß Richtung Hotel aufzubrechen (knapp 6 km Fußweg), angesichts der Hitze habe ich diesen dann aber doch sofort ad acta gelegt. Im Hotel dann erstmal versucht zu akklimatisieren, was aufgrund einer fehlenden Klimaanlage ein Ding der Unmöglichkeit war. Wenige Stunden nach mir kam dann auch Marvin aka The Trooper in Paris an und wir verabredeten uns direkt zum Essen. Als Treffpunkt machten wir den Place de la Bastille aus, was als Treffpunkt nicht unpassender hätte gewählt werden können, da dort aufgrund der Fête de la Musique Menschenmassen ohne Ende waren und von allen Ecken Musik, hauptsächlich von DJs, dröhnte. Nach einer abenteuerlichen Entdeckungsreise rund um den Place de Bastille haben wir glücklicherweise dann einen Imbiss gefunden, bei dem direkt vor der Tür eine Live-Band statt DJs spielte und die Songs waren hauptsächlich Cover von Rocksongs aus den 70ern und 80ern, daher gab es nicht nur einen kulinarischen, sondern auch einen akustischen Genuss. Nach erfolgreicher Stärkung gingen wir zurück in unsere Hotels. Der nächste Tag bestand aufgrund der immer noch unerträglichen Hitze bei mir dann nur aus ‘nem Frühstück außerhalb des Hotels, bevor es mich wieder in selbiges verschlug, um der Mittagssonne zu entgehen – Icarus hätte gar nicht abheben müssen an dem Tag, schon am Boden wären seine Flügel geschmolzen. Nachmittags dann wieder mit Marvin zum Dinieren getroffen, auch wenn es sich auf ‘nen simplen Salat beschränkte. Schon beim Essen diskutierten wir, ob es in dieser speziellen Nacht was Spezielles geben wird: ein zusätzlicher oder ausgetauschter Song? Eher unwahrscheinlich. Ein Gastauftritt von Nicko? Nette Idee, aber auch nicht realistisch. Sonstige Überraschungen? Auch eher ausgeschlossen, da wussten wir aber noch nicht, dass dieser Abend tatsächlich etwas mehr als Spezielles beinhalten wird. Danach ging es dann endlich los Richtung la Défense (oder LA DEFOHNS, wie der Franzose sagt und uns ein Typ später in der Arena ungefragt mitteilte) und ab in die Warteschlange, die zwar gefühlt endlos erschien, dann aber doch überraschend schnell besiegt wurde. Nach dem Eindecken mit dem ziemlich schicken Event-Shirt schnell das Handy ausgeschaltet, es unkompliziert eintüten lassen, das WC aufgesucht und ab nach vorne. Evergrey waren wieder sehr unterhaltsam und die Stimmung in der Halle wie 2018 sensationell. Allerdings tippten mir ca. 10 Minuten vor Konzertbeginn auf einmal Leute von hinten auf die Schulter. Was war passiert? Wir standen relativ nah vor einer der Kameras und ich war mit meinen 202 cm wohl zu groß, so dass die Kamera statt der Bühne wohl nur meinen Hinterkopf eingefangen hätte. Also verzogen wir uns etwas aus dem Sichtfeld, was natürlich bei den Leuten, denen ich jetzt im Weg war, für Unmut sorgte. Verständlich, aber für meine Größe kann ich nun mal nix.
Schon zu Beginn von Doctor, Doctor merkte man: der Abend wird episch. Die Band war extrem on fire und das Publikum hat ihr echt aus der Hand gefressen. Ob es alleine auf das Smartphone-Verbot zurückzuführen kann ich nicht beurteilen, aber: WAHNSINN! Lediglich Bruce tat mir etwas leid, als er ausgebuht wurde nach der (verständlichen) Ansage an diesem Abend kein/kaum französisch zu sprechen. Als aber bei 2 Minutes zu Beginn ein Teil des Hallenlichts anging, war ich etwas irritiert und als kurz darauf das komplette Licht samt PA ausging etwas sehr irritiert. Bedingt dadurch, dass im Innenbereich die Smartphones ja nicht zugänglich waren, war es dort natürlich entsprechend unruhig, konnte man doch außer der Notbeleuchtung und ein paar vereinzelten Taschenlampen auf und hinter der Bühne kaum was sehen bzw. selbst für Licht sorgen. Als das Hallenlicht dann nach ca. 10 Minuten wieder da war hoffte sicher nicht nur ich auf eine schnelle Weiterführung des Konzerts, aber nach weiteren endlosen Minuten gab es dann zumindest mal eine Ansage. Da diese leider nur auf Französisch war und meine Schulzeit und der Französischunterricht viele Monde zurücklagen habe ich leider nicht wirklich was verstanden außer „Mesdames et Messieurs“, konnte mir aber anhand der Reaktion vom Großteil des Publikums ableiten, dass die Ansage nichts Positives bedeutet. Weitere Minuten vergingen, zahllose Flaschen Wasser flogen von vorne ins Publikum und alles, was man irgendwie verwerten konnte, wurde zu kleinen Fächern umfunktioniert. Wenn ich sage, dass es stickig war, wäre das noch untertrieben. Das Wartespiel ging weiter, bis die nächste französische Ansage und dann schließlich Bruce und der Rest der Mannschaft wieder auf die Bühne kam. Frei nach dem Motto „Was interessiert mich mein Geschwätz von vor 90 Minuten?“ hat er dann leider doch auf Französisch seinem Unmut freien Lauf gelassen und wirklich was verstanden habe ich nicht außer „Je préfère Bercy“ – diesbezüglich kann ich ihm nur beipflichten. Die Ansage „This is what not to do, if La Défense shits on you!“ war natürlich großes Kino (ich hoffe, sie wird mit veröffentlicht) und ich war froh, dass das Konzert weiterging. Die Stimmung war zwar insgesamt etwas gedrückt, kochte aber doch mehr und mehr wieder hoch bis zum jähen Ende nach Iron Maiden. Was für ein trauriges und unwürdiges Ende, wobei man der Band natürlich definitiv keinen Vorwurf machen kann und Rod backstage vermutlich mehr rotiert und rumgeturnt ist als Janick während der gesamten Tour. Immer noch ungläubig und wie im falschen Film verließen wir die Arena, ließen die Handys wieder entpacken und traten mit gesenktem Kopf den Rückweg Richtung Hotel an. Alles in allem ist uns aber da wirklich mal wieder bewusst geworden, in was für einer unfassbar privilegierten Situation wir eigentlich sind: wir haben die finanziellen, politischen und rechtlichen Möglichkeiten, haben beide unsere Lieblingsband über 30 mal live gesehen und haben eigentlich keinen Grund zur Klage – aber die Tatsache, dass wir bei einer Live-Aufzeichnung dabei waren, die jetzt aber vermutlich GANZ anders als geplant veröffentlicht werden wird, hat dann leider doch einen mehr als faden Beigeschmack hinterlassen. Eine perfekte Definition also von First-World-Problems.
Nach einer recht abenteuerlichen Fahrt Richtung Bercy, wo mein Hotel war, und einem noch abenteuerlicheren, ca. 20-minütigem Fußweg Richtung Hotel, habe ich dann mehr oder weniger schnell ins Reich der Träume gefunden.
Schon in Amsterdam haben Marvin aka The Trooper und ich festgestellt, dass wir auf der Rückfahrt nach Deutschland (bzw. dem Abschnitt von Paris nach Köln) zufälligerweise im gleichen Zug und im gleichen Wagen, wenn auch nicht direkt nebeneinander sitzen werden. Den Plan etwaige Sitznachbarn zu fragen, ob sie die Plätze tauschen möchten, haben wir dann doch recht schnell verworfen, da wir beide noch gut gerädert waren und bei aller Sympathie doch froh waren unsere Ruhe zu haben – aber Dank diesen neumodischen Smartphones waren wir zumindest digital ein wenig in Kontakt. Während der Rückreise im Thalys habe ich dann die Mitteilung bekommen, dass mein ICE von Köln nach Essen ausfällt, so dass ich mir am HBF in Köln noch ne alternative Verbindung habe geben lassen. Tja, und wie es der Zufall so wollte, war dies exakt der Zug, mit dem es für Marvin in den Norden der Republik ging, so dass wir zumindest doch noch einen Teil der Reise wirklich gemeinsam bestreiten durften! Cooler Typ auf jeden Fall und wir haben festgestellt, dass wir mittlerweile 16 Maiden-Konzerte gemeinsam bestritten haben, seitdem wir uns 2017 zufällig in Oberhausen über den Weg gelaufen sind!

Was soll ich nun nach meinen neun Konzerten 2025/2026 der „Run for your Lives“-Tour als Fazit sagen?
Setlist: ziemliche Vollbedienung, auch wenn ich (wiederholte Wiederholung in 3 – 2 – 1) mit dem Mariner nicht mehr warm werden werde. Mit „Infinite Dreams“ gab’s natürlich nen krassen Deepcut dieses Jahr, mit dem ich echt nicht gerechnet habe. Nach wie vor allerdings unverständlich für mich, dass NPftD KOMPLETT ignoriert wurde. Das Album bietet meiner Meinung nach ziemlich viele starke Songs und ich denke der Titeltrack oder „Bring Your Daughter... to the Slaughter“ wären sicher gut gekommen. Alles in allem bin ich aber alleine deswegen überglücklich, weil ich nach 2013/2014 im Leben nicht damit gerechnet hätte Seventh Son nochmal live hören zu dürfen – ich habe echt jede verdammte Sekunde mitgefühlt, auch wenn ich doch denke, dass beim letzten „Oh-oh-oh“-Gesangspart ein bisschen beim Hall nachgeholfen wurde.
Bühnenshow: Da hat sich mein Eindruck vom letzten Jahr nicht geändert: richtig geniale Animationen wie bei Fear, Seventh Son oder 2 Minutes haben sich abgewechselt mit solchen, die viel zu viel und viel zu ablenkend vom eigentlichen Bühnengeschehen waren. Und nach wie vor wirklich grausig anzusehen ist die Animation bei Hallowed, in der Bruce vor dem Geist flieht.
Neuzugang Simon: Er macht echt einen super Job, kommt aber natürlich vom Spiel und vor allem von der Sympathie und der Bühnenpräsenz niemals in Nicko ran.
Stimmung: Dieses Jahr – abgesehen von Amsterdam, wo es mal etwas unruhiger wurde – hatten wir eigentlich immer Glück mit dem Publikum, sprich: eigentlich kaum Leute, die auf Krawall gebürstet waren. Da war es letztes Jahr in Frankfurt um EINIGES schlimmer, das war mit das asozialste Verhalten, was ich je bei einem Konzert erlebt habe. Ansonsten war mein absolutes Highlight Mr. „ADRIAN, GIVE IT TO ME!“ in Amsterdam.


Alles in allem bin ich echt dankbar für die Eindrücke und Erfahrungen, die ich dieses und letztes Jahr sammeln konnte und will mir jetzt schon nicht mal im Ansatz ausmalen, wenn es in ein paar Jahren zum Letzen Mal heißt „Thank you and good night from Iron Maiden, from Eddie and from the Boys!“.

In diesem Sinne:


So understand
Don't waste your time always searching for
those wasted years
Face up... make your stand
And realise you're living in the golden years


UP THE IRONS!
"Der Mensch strebt nicht nach Gleichheit, sondern danach, an der Ungleichheit als Privilegierter teilzuhaben."

(zugeschrieben Rainer Malkowski (1939 - 2003), Lyriker)
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Iron Maiden - Run For Your Lives World Tour 2025/26

#467

Beitrag von rocknrolf »

Toller Bericht und so wie du es beschreibst kann ich gut nachvollziehen, wie hart das sicherlich alles war. Hitze, Reisestress und miese Hotels. Ich glaube ich wäre zu alt dafür :)
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aschi
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#468

Beitrag von aschi »

In Knebworth wird das Konzert nun auch aufgezeichnet

https://www.ironmaiden.com/eddfest_filming/
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