30.11.2015, 21:19 » Skullface hat geschrieben:Find ich auch. Da gefällt mir sogar die Produktion von DOD noch besser als AMOLAD.
Wie man diesen Soundmatsch vorziehen?
Sicher ist AMOLAD nicht perfekt produziert, so wie kein Album nach 1988 (und selbst über SSOASS kann man streiten), aber ist vergleichsweise sehr differenziert und dynamisch, kein Brei wie DOD mit Clipping :timeout:
"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."
Johannes 14:6
Der Sound von TBOS ist okay, aber nicht überragend. Für Maiden-Verhältnisse gut, aber verglichen mit anderen großen Metal-Bands eher unterdurchschnittlich
Ich gebe Irenicus recht, AMOLAD klingt fetter und dynamischer. Bei TBOS klingen manche Parts auch unsauber, dazu fehlt die Transparenz und manchmal auch der Druck.
Das Problem, warum Maiden heute nicht mehr so fett klingen liegt auch am Aufnahmemodus. Es wird Live eingespielt und nicht wie fast immer per Klick-Track die Gitarren gedoppelt. Bei normalen Studio-Aufnahmen spielt jeder alleine sein Instrument per Klick (Metronom) ein und kann es dann doppeln oder sogar noch öfters aufnehmen. Das lässt es dann übereinander fett, druckvoll und tight wirken.
Bei Maiden hat man praktisch kaum noch fette Rhythmusgitarren, weil diese Spuren meist nur aus 1 oder 2 Gitarren bestehen, die dann auch nicht 100% sauber eingespielt wurden. Und auf Live Gitarren kann man schlecht nachträglich noch einen 2.Spur legen, da diese einfach nicht im Takt ist und das dann noch unsauberer klingt.
Live-Aufnahmen klingen natürlich etwas roher, direkter und spontaner, aber ich würde mir bei Maiden wieder reine Studio-Aufnahmen per Klick wünschen, so wie eigentlich immer üblich, wobei AMOLAD hier als Ausnahme wohl eher die Regel bestätigt.
Verstehe gar nicht, warum Steve sich auf dieses Live-Ding festgefahren hat. Wenn ich Live-Sound will, dann höre ich mir ein Live-Album an und habe da auch besseren Sound. Diese Methode hat eigentlich nur Nachteile und lässt Maiden soundtechnisch einfach blass, alt und unsauber wirken. Ist ja nicht so, als ob man ohne dem keinen organischen Sound mehr hinbekommen könnte...
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Johannes 14:6
01.12.2015, 22:36 » Revelations hat geschrieben:Wenn ich aber im Studio weiß Gott wie viel trickse und es sich dann beim Liveauftrit total ***** anhört, dann ist auch wieder keiner zufrieden.
Das war und wäre bei Maiden eh niemals der Fall...
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Johannes 14:6
30.11.2015, 22:11 » Irenicus hat geschrieben:
Wie man diesen Soundmatsch vorziehen?
Sicher ist AMOLAD nicht perfekt produziert, so wie kein Album nach 1988 (und selbst über SSOASS kann man streiten), aber ist vergleichsweise sehr differenziert und dynamisch, kein Brei wie DOD mit Clipping :timeout:
Bin zwar kein Experte auf dem Gebiet, ist halt nur mein persönliches Empfinden beim hören.
Und da gefällt der Sound halt irgendwie besser als auf AMOLAD. Aber stimmt schon seit der "7th Son" klang keine Maiden Platte mehr richtig gut (mit Ausnahme der "Brave New World") und da find ich ist die aktuelle auf einem richtigen Weg. Also wie gesagt ich kann mich über den Sound der aktuellen Scheibe überhaupt nicht beschweren.
01.12.2015, 12:08 » rocknrolf hat geschrieben:Der Sound von TBOS ist okay, aber nicht überragend. Für Maiden-Verhältnisse gut, aber verglichen mit anderen großen Metal-Bands eher unterdurchschnittlich
Ich gebe Irenicus recht, AMOLAD klingt fetter und dynamischer. Bei TBOS klingen manche Parts auch unsauber, dazu fehlt die Transparenz und manchmal auch der Druck.
Das Problem, warum Maiden heute nicht mehr so fett klingen liegt auch am Aufnahmemodus. Es wird Live eingespielt und nicht wie fast immer per Klick-Track die Gitarren gedoppelt. Bei normalen Studio-Aufnahmen spielt jeder alleine sein Instrument per Klick (Metronom) ein und kann es dann doppeln oder sogar noch öfters aufnehmen. Das lässt es dann übereinander fett, druckvoll und tight wirken.
Bei Maiden hat man praktisch kaum noch fette Rhythmusgitarren, weil diese Spuren meist nur aus 1 oder 2 Gitarren bestehen, die dann auch nicht 100% sauber eingespielt wurden. Und auf Live Gitarren kann man schlecht nachträglich noch einen 2.Spur legen, da diese einfach nicht im Takt ist und das dann noch unsauberer klingt.
Live-Aufnahmen klingen natürlich etwas roher, direkter und spontaner, aber ich würde mir bei Maiden wieder reine Studio-Aufnahmen per Klick wünschen, so wie eigentlich immer üblich, wobei AMOLAD hier als Ausnahme wohl eher die Regel bestätigt.
besser kann man dieses Thema gar nicht zusammenfassen
Darum klingen insbesondere die Alben mit Kevin Shirley so flachbrüstig und oft matschig.
01.12.2015, 22:36 » Revelations hat geschrieben:Wenn ich aber im Studio weiß Gott wie viel trickse und es sich dann beim Liveauftrit total ***** anhört, dann ist auch wieder keiner zufrieden.
Wo ist das Problem? Hat in den Golden Years ja auch bestens funktioniert. Die Alben wurden grossartig und mit viel Trickse aufgenommen und live konnte die Band das Potential der Songs mit viel Energie bestens umsetzen.
02.12.2015, 22:24 » chemicalwedding hat geschrieben:
Wo ist das Problem? Hat in den Golden Years ja auch bestens funktioniert. Die Alben wurden grossartig und mit viel Trickse aufgenommen und live konnte die Band das Potential der Songs mit viel Energie bestens umsetzen.
01.12.2015, 14:13 » Irenicus hat geschrieben:Verstehe gar nicht, warum Steve sich auf dieses Live-Ding festgefahren hat. Wenn ich Live-Sound will, dann höre ich mir ein Live-Album an und habe da auch besseren Sound. Diese Methode hat eigentlich nur Nachteile und lässt Maiden soundtechnisch einfach blass, alt und unsauber wirken. Ist ja nicht so, als ob man ohne dem keinen organischen Sound mehr hinbekommen könnte...
Das sehe ich genau so
Diese rohen Studio-Live-Aufnahmen sind vielleicht für Punkbands oder so geeignet, wo eine gewisse Ungenauigkeit im Sound irgendwie dazu gehört. Aber nicht einer Band wie Maiden die musikalisch doch in einer ganz anderen deutlich anspruchsvolleren Liga spielt als eben Punkbands.
Ich tippe mal das ist Bequemlichkeit bzw. Zeit- und Kosten-Faktor. Das spart halt unheimlich viel Zeit und Steve wohnt ja auch nicht mehr in Europa und wollte wohl wieder schnell nach Hause
Bei AMOLAD hat das halt noch gut geklappt, vielleicht hat das die Band auch bestärkt damit weiter zu machen.