Klassische Musik

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paedubucher
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Re: Klassische Musik

#61

Beitrag von paedubucher »

Valerij Gergiev und das Marinskij-Orchester aus St. Petersburg haben vor einigen Wochen in Palmyra ein Konzert aufgeführt:
[BBvideo 560,340][/BBvideo]
Das wurde von den westlichen Medien konsequent ignoriert.
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Re: Klassische Musik

#62

Beitrag von Surfer »

Habe in letzter Zeit öfters Klassik gehört und bin immer wieder beeindruckt. Bin immer noch bei den üblichen Verdächtigen wie Beethovens 9. Symphonie oder die 4 Jahreszeiten, aber das sind eben Meisterwerke. Was für ein Genie man sein muss, um solche Werke überhaupt zu kompnieren...

Das hat es mir besonders angetan:

Beethoven ist so schön melancholisch, das es einfach unbeschreiblich ist.

So ne Frage: Gibt es heutzutage nennenswerte, einflussreiche Kompnisten klassischer Musik? Die müssen nicht gegenwärtig sein, aber so in naher Verrgangenheit.
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Re: Klassische Musik

#63

Beitrag von Irenicus »

Davux, hast du dir auch mal andere von Beethoven's Klaviersonaten angehört? Ich finde es immer schade, dass die meisten Leute immer nur bei den "Hits" bleiben und sich gar nicht mehr anhören. Wenn dir die Mondscheinsonate (was übrigens gar kein original Titel ist sondern erst lange nach Beethoven's Tod so genannt wurde) gefällt, dann werden dir mit Sicherheit auch andere von seinen 32 Sonaten gefallen. Ich würde jetzt spontan die Nr. 23 "Appassionata" empfehlen, sehr emotional und dramatisch. Aber egal welche, sie sind alle großartig und stilistisch sehr vielfältig. Von den Symphonien würde ich dir die Nr. 3 "Eroica" ans Herz legen. Manchmal denke ich, dass es vielleicht seine beste ist, so sehr ich auch die Neunte liebe. Auch die Klavierkonzerte, speziell Nr. 3-5 wären empfehlenswert.

Hier mal zwei Videos:


(und ich kann Annie Fischer's Gesamteinspielung nur wärmstens empfehlen, wenn du dich mit den Sonaten mehr vertraut machen willst. Es gibt imo keine bessere Einspielung und ich habe viele gehört.)


(auch hier kann ich die Gesamteinspielung von Riccardo Chailly & Gewandhausorchester sehr empfehlen.)
Davux95 hat geschrieben:So ne Frage: Gibt es heutzutage nennenswerte, einflussreiche Kompnisten klassischer Musik? Die müssen nicht gegenwärtig sein, aber so in naher Verrgangenheit.
Ob ein Komponist einflussreich ist, kann man natürlich immer erst später wissen. Aber es gibt heute in dem Sinne nicht mehr solche Größen wie früher, also z.b. vom Status eines Stravinsky, Liszt, Debussy, Schönberg etc. oder ganz zu schweigen von Beethoven, Bach, Mozart & Co. Daher ist es nicht so leicht, welche aufzuzählen. Ich bin persönlich auch nicht sehr vertraut mit zeitgenössischer Klassik, einfach weil es aus der Vergangenheit noch viel zu viel zu entdecken gibt. Nennenswert wären aber z.b. Frederic Rzewski, Arvo Pärt oder Krzysztof Penderecki. Wenn du aber ähnliche Musik wie Beethoven oder Vivaldi suchst, dann bist du natürlich bei zeitgenössischer Klassik bzw. so gut wie alles seit der Wende zwischen 19. und 20. Jahrhundert falsch, denn das ist stlistisch ja größtenteils völlig anders.
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Re: Klassische Musik

#64

Beitrag von Surfer »

Ich bin eher so am Anfang, würde aber gerne tiefer eintauchen. :) Danke dir für die Tipps, werde mir mal die Beispiele zu Gemüte führen.
Irenicus hat geschrieben: Ob ein Komponist einflussreich ist, kann man natürlich immer erst später wissen. Aber es gibt heute in dem Sinne nicht mehr solche Größen wie früher, also z.b. vom Status eines Stravinsky, Liszt, Debussy, Schönberg etc. oder ganz zu schweigen von Beethoven, Bach, Mozart & Co. Daher ist es nicht so leicht, welche aufzuzählen. Ich bin persönlich auch nicht sehr vertraut mit zeitgenössischer Klassik, einfach weil es aus der Vergangenheit noch viel zu viel zu entdecken gibt. Nennenswert wären aber z.b. Frederic Rzewski, Arvo Pärt oder Krzysztof Penderecki. Wenn du aber ähnliche Musik wie Beethoven oder Vivaldi suchst, dann bist du natürlich bei zeitgenössischer Klassik bzw. so gut wie alles seit der Wende zwischen 19. und 20. Jahrhundert falsch, denn das ist stlistisch ja größtenteils völlig anders.
Ok, das stimmt. Den Status der genannten Komponisten wird wohl kaum jemand mehr erreichen. Im Vergleich zu zeitgenössischer Musik ist die Musik allgemein "schwieriger" zu entdecken und aufzunehmen. Ein Song dauert so 4-5 Minuten, während eines Symphonie locker ne Stunde dauern kann. :D Und versuch dass alles erstmal zu erfassen. :lol:
Kenne aus dem Musikunterricht wage die Epochen; wenn ich mir aber z.B.Tschaikowski anhöre, fällt mir auf, dass ich die "Klassiker" wie Vivaldi oder Beethoven doch leichter hören kann. (Auch wenn beide aus verschiedenen Epchen stammen) Vielleicht braucht's aber auch mehr Zeit. :)
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Re: Klassische Musik

#65

Beitrag von Orkboss »

Also an zeitgenössischen Komponisten würde ich noch György Ligeti oder Thomas Jennefelt empfehlen. Sind aber stilistisch natürlich weit von Beethoven und co entfernt. Und zum Thema schwieriger zu Entdecken: Kommt auch darauf an, was man mag. Es gibt genug Motetten oder kleine Geistliche Werke mit um die 3-10 min im Klassischen Bereich, allerdings sind das fast ausschließlich Chorwerke oder Solist mit Begleitung. Wenn man das nicht mag wird es schwierig.

Interessant finde ich es auch, dass du bei allen drei Komponisten, die du genannt hast, verschiedene Musikalische Epochen bedienst, Beethoven( Wiener Klassik, anfang der Romantik), Vivaldi (Barock) und Tschaikowski (Romantik).
Ich persönlich bin ja ein Freund vom Barock und der Renaissance, also Komponisten wie Bach, Schütz, Schein, Schei, Orlando di Lasso, Giovanni Pierluigi da Palestrina, und so weiter. Ist häufig aber sehr Chorlastig, wenn dir das nicht zusagt empfehle ich beim Späatbarock, also Bach oder Händel, einzusteigen.
Ist allerdings wieder ein komplett anderer Stil als eben Beethoven.
Hier mal ein Schütz Beispiel:


Von Bach kann ich prinzipiell noch die Brandenburgischen Konzerte empfehlen, sind zwar imo auch "Hits", lohnt sich aber. Falls du auch Chorgesang magst empfehle ich seine Motetten. Wenn du ein weing bombastisches aus dem Barock magst, höre dir mal die "Missa Salisburgensis" von Biber an.


Im Bereich der Klassik kenne ich mich nicht so aus, also musst du da Irenicus fragen ;)

Und in der Romantik würde ich Mendelsohn oder Elgar empfehlen. Ich muss allerdings hinzufügen dass ich viele Romantiker, Richard Strauss z.B., nicht mag.
Beispiel für Elgar:


Im Bereich der Modernen Künstler empfehle ich auch noch Schönberg, aber wenn man mit Schönberg nichts anfangen kann verstehe ich das auch.


Und zum Thema Zeitgenössische Komponisten mal hier etwas von Jennefeld
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Re: Klassische Musik

#66

Beitrag von Irenicus »

Davux95 hat geschrieben:Kenne aus dem Musikunterricht wage die Epochen; wenn ich mir aber z.B.Tschaikowski anhöre, fällt mir auf, dass ich die "Klassiker" wie Vivaldi oder Beethoven doch leichter hören kann. (Auch wenn beide aus verschiedenen Epchen stammen) Vielleicht braucht's aber auch mehr Zeit. :)
Oder du magst vielleicht Tschaikowski oder generell Romantik einfach nicht so sehr ;)
Orkboss hat geschrieben:Im Bereich der Klassik kenne ich mich nicht so aus, also musst du da Irenicus fragen ;)
Da kenn ich mich eigentlich genau so wenig aus. Also abgesehen von Beethoven kenne ich nur Mozart, Haydn, C.P.E. Bach (wobei der ja zum Übergang zwischen Barock und Klassik zählt) und sonst noch hier und da ein paar Werke von anderen wie z.b. Boccherini. C.P.E. Bach mag ich sehr, die anderen genannten haben mir nie viel gegeben.
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Re: Klassische Musik

#67

Beitrag von Orkboss »

Sind immernoch mehr Komponisten als mir spontan zur Klassik einfallen würden :D ;)
Zumal ich Klassik so gut wie gar nicht höre, auch kein Beethoven oder Mozart...
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Re: Klassische Musik

#68

Beitrag von Irenicus »

Orkboss hat geschrieben:Zumal ich Klassik so gut wie gar nicht höre, auch kein Beethoven oder Mozart...
Sozusagen "reine" Klassik höre ich auch eigentlich gar nicht. CPE Bach und Beethoven zählen ja beide zur Übergangszeit und das hört man imo auch deutlich. Von Beethoven mag ich auch hauptsächlich die mittleren und vor allem späten Werke, die auf jeden Fall mehr zur frühen Romantik zählen. Mozart und Haydn finde ich beide ziemlich uninteressant.
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Re: Klassische Musik

#69

Beitrag von Surfer »

Irenicus hat geschrieben: Oder du magst vielleicht Tschaikowski oder generell Romantik einfach nicht so sehr ;)


Da kenn ich mich eigentlich genau so wenig aus. Also abgesehen von Beethoven kenne ich nur Mozart, Haydn, C.P.E. Bach (wobei der ja zum Übergang zwischen Barock und Klassik zählt) und sonst noch hier und da ein paar Werke von anderen wie z.b. Boccherini. C.P.E. Bach mag ich sehr, die anderen genannten haben mir nie viel gegeben.
Kann auch sein; wobei mir gerade auffällt, dass ich den Schwanensee und den Nussknacker aber doch mag. Man merkt halt echt die stilistischen Unterschiede zwischen den Epochen. Mozart habe ich vergessen zu nennen, finde ich imo großartig. Die 40. Symphonie oder eben der türkische Marsch sind schon wirklich großartig. Bach müsste ich mir mal anhören, kenne jetzt bewusst nichts von ihm.
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#70

Beitrag von Orkboss »

Muss hier mal einen Thread widerbeleben.

Ich versuche gerade mich ein wenig mehr mit den Komponisten des 20. Jahrhunderts zu beschäftigen. Dabei bin ich ein wenig bei Samuel Barber hängen geblieben und höre mir jetzt mal seine nicht so bekannten Werke an (sein Adagio, werden hier vermutlich sehr viele schon mal gehört haben, auch wenn der Name dazu nicht bekannt ist).

Bin gerade bei dem Werk (Klaviersonate, Op. 26) hängen geblieben, was mich ein wenig an Yoshiki Hayashis Solo in "Art of Life" erinnert, auch wenn es natürlich eher da war.
Mag noch jemand hier solche Musik?
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#71

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Hayashi Yoshikis Solo in ''Art of Life'' ist in der Tat absolut herausragend und wer es noch nicht gehört hat, hat in der Tat wirklich etwas verpasst :D

Samuel Barber hat mich jetzt nicht so sehr begeistert. Klar, der Herr ist technisch hervorragend. Mir persönlich fehlt aber irgendwie die emotionale Tiefe. Vielleicht braucht die Musik aber auch ein paar mehr Durchgänge um zu wachsen. Warten wir es mal ab ;)
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