Chewie hat geschrieben:Mit dem Einstieg von Craig Goldy war das schon für mich nix dolles mehr. Sein Spiel hat die Band imo irgendwie entschleunigt. Da fehlte für mich die Spielfreude, die die ersten drei Alben ausmacht. Da konnte Ronnie noch so gut singen.
Und genau so klingt dann auch Dream Child. Da fehlt irgendwie der Pfeffer. Gut gemacht keine Frage aber irgendwie auch ziemlich öde.
Ich verstehe deine Sichtweise gut und kann deine Meinung auch nachvollziehen. Steve Harris hat selber mal gesagt, oft finden die Fans die Alben am besten, mit denen sie die Band entdeckt haben. Ich sehe das auch so beim Line-up einer Band. Wenn man Dio vor Dream Evil schon gekannt und geliebt hat, dann identifiziert man sich auf eine gewisse Weise mit dieser Form der Band und dem Sound der Band. Ich kam leider erst mit Dream Evil richtig auf Dio und liebe diesen Gitarrensound. Ich finde aber auch die Vorgängeralben sehr stark, finde aber gerade Holy Diver manchmal noch ein wenig "holperig" (ist ja auch ein Debüt). Technisch höre ich zwischen den beiden Gitarristen aber nicht viele Unterschiede. Beide sind starke Gitarristen, aber weder Goldy noch Campbell sind Götter auf ihren Instrumenten. Der Sound von Goldy scheint mir viel runder und auf eine Art sanfter zu sein, was mir gefällt. Das kann aber auch an der Produktion liegen und nicht zwingend an seinem Gitarrenspiel.
Es gibt ja auch viele Fans die schwören bei Maiden immer noch auf die Zeit mit Paul DiAnno. Sie haben Maiden mit Pauls Stimme kennen gelernt und empfanden die "Sirene" Bruce als Fremdkörper. Oder Mr. Gers wird von jüngeren Fans auch deutlich mehr akzeptiert als von älteren Fans, die Maiden bereits vor No Prayer gekannt haben.
Zurück zu Dream Child, was ich bis jetzt gehört habe passt mir gut. Mir gefällt dieser Stil sehr gut. Ich werde mir das Album sicher mal anhören und voraussichtlich auch zulegen.