Linkin Park - The Hunting Party (2014)

Alben, Songs und Veröffentlichungen anderer Metal- & Rockbands

Moderator: Chewie

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Aranha
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Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#1

Beitrag von Aranha »

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1. Keys To The Kingdom
2. All For Nothing (feat. Page Hamilton)
3. Guilty All The Same (feat. Rakim)
4. The Summoning
5. War
6. Wastelands
7. Until It's Gone
8. Rebellion (feat. Daron Malakian)
9. Mark The Graves
10. Drawbar (feat. Tom Morello)
11. Final Masquerade
12. A Line In The Sand

_____________________________________________

Auch wenn ich mit diesem Thread hier im Forum wahrscheinlich auf wenig Interesse stoße, bin ich doch der Ansicht, dass ein Thread zu diesem Album nicht fehlen darf.

So richtig gut gefallen haben mir Linkin Park eigentlich nur auf Meteora von 2003 und mit Abstrichen auf ihrem letzten Album Living Things. Ursprünglich hat die Band Nu Metal gespielt, später vermehrt Rock in Verbindung mit elektronischer Musik. Da ich die zuletzt genannte Entwicklung als eher negativ empfand, überraschte mich The Hunting Party dieses Jahr umso mehr! Die Band hat sämtliche Elektro-Einflüsse Anno 2014 aus ihrem Sound verbannt und liefert ein unglaublich starkes Alternative Album ab. Einige Songs verkörpern eher den Nu Metal früherer Werke (All For Nothing, Wastelands), während sich bei anderen sogar Einflüsse aus Thrash Metal und Hardcore wiederfinden (War, Rebellion, Keys To The Kingdom). Die Mischung aus den genannten Stilrichtungen verschmelzen zu einer einzigartigen Stilrichtung, wie ich sie zuvor noch nie in dieser Form gehört habe.
Ich rate jedem hier, der Platte eine Chance zu geben, für mich ist das Werk das bisher beste des Jahres 2014, da können mir sämtliche Puristen erzählen, was sie wollen.


Hier ein paar Hörbeispiele:

Rebellion - Mein absoluter Lieblingssong des Albums und von Linkin Park überhaupt:


War - Der wohl härteste Linkin Park Song aller Zeiten:


Guilty All The Same - Die erste Single der Platte:
Irenicus
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#2

Beitrag von Irenicus »

"War" klingt wie ein schlecht kopierter Punk Song, der zudem auch nicht wirklich hart ist. Die Riffs sind immer noch total 08/15 und der Gesang ist entweder weinerlich poppig oder pseudohart. Für mich wohl die überbewertetste Band der Nu Metal Welle. System of a Down oder Deftones z.b. haben 10 x mehr Talent und selbst Korn und Slipknot finde ich noch viel origineller und kreativer. Ja sogar Limp Bizkit haben noch mehr Groove und (dank Wes Borland) teils echt gute Gitarrenarbeit (Fred Durst versaut aber alles). Ich find's auch interessant, dass sie jetzt wieder versuchen hart zu sein, nachdem wohl diese eine poppige Scheibe nicht so gut ankam. Da liefen wohl die Fans weg :lol:

Fazit: Genauso schlecht wie schon vor 10 Jahren.
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Abbath
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#3

Beitrag von Abbath »

Ich war ebenfalls von dem Album extrem positiv überrascht!

Da fühlt man sich bei einigen Songs wieder wie damals, anno 2001/2002, als ich das Debüt rauf und runter gehört habe.

Habe bis jetzt auch noch keinen Song gefunden, den ich als schwach oder fehl am Platze einstufen würde.

:bang:
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https://www.musik-sammler.de/sammlung/maidenhead/
Aranha
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#4

Beitrag von Aranha »

Talent kann man der Band definitiv nicht absprechen. Mike Shinoda ist imo einer der besten Songwriter im Alternative Bereich. Übrigens ist der Gitarrist von System Of A Down (die ich auch echt klasse finde) Gastmusiker bei Rebellion. ;-)
Mag sein, dass Platz 1 in fast allen Charts ein Zeichen dafür ist, dass der eingeschlagene Stil "nicht so gut ankam". Ich denke, dass die Band musikalisch jegliche Richtungen einschlagen könnte, ohne Erfolg einzubüßen, was mir aber auch egal ist. Die aktuelle Platte ist spitze, die Platten davor eher nicht. :-)

@Abbath: Sign, abgesehen vom Debüt, welches mir gar nicht mal so gut gefällt wie das aktuelle Album oder Meteora.
Irenicus
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#5

Beitrag von Irenicus »

04.07.2014, 03:32 » Aranha hat geschrieben:Talent kann man der Band definitiv nicht absprechen.
Den Spruch kann man bei fast jeder Band bringen, denn jeder Musiker, der ein Instrument beherrscht, hat natürlich in gewissem Maße Talent. Aber für mich sind die nicht talentierter als ne typische Punkband, da helfen auch elektronische Spielereien und sowas nicht, um anspruchsvoll zu klingen. Und originell ist an dem Stil sowieso nichts, denn Crossover gibt es schon seit Jahrzehnten in allen möglichen Formen. Da ist der Stil von Korn und Slipknot viel origineller.
Mag sein, dass Platz 1 in fast allen Charts ein Zeichen dafür ist, dass der eingeschlagene Stil "nicht so gut ankam".
Ich bezog mich auf "Minutes to Midnight" und da kann ich mich erinnern, dass es viele eher schlechte Kritiken erhalten hat und Leute sich über einen zu seichten, poppigen Fahrstuhlmusik-Sound beschwert haben. Und hohe Chartplatzierungen heißen ja nicht unbedingt, dass es auch gut ankam, denn die Fans kaufen sowieso alle blind. Bei Metallica z.b. ist ja auch seit dem Schwarzen Album alles sofort auf Platz 1, allein schon nur wegen dem Bandnamen.
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#6

Beitrag von Aranha »

Ich bezog mich mit Talent schon auf die Originalität der Musik, nicht nur auf die Beherrschung der Instrumente. Kann ja auch sein, dass Korn oder Slipknot für manche origineller wirken, ich kann jedoch nichts mit deren Musik anfangen und mit Linkin Park eben schon.

Bei vielen Fans des ursprünglichen Stils kam Minutes To Midnight wahrscheinlich schlecht an, ja. Ich kenne aber auch viele, die Linkin Park erst seitdem kennen und das Album als ihre Lieblingsscheibe bezeichnen. Ich persönlich finde die Platte bis auf 3, 4 Songs jetzt auch nicht so stark. Das darauffolgende Album A Thousand Suns hatte aber auch wieder ziemlich gute Kritiken, was ich persönlich überhaupt nicht verstehen kann. So gesehen denke ich nicht, dass die Band mit dem neuen Album auf Nummer sicher gehen wollte.
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#7

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Mein Rating der Linkin Park Alben sieht mit etwas Abstand so aus:

A Thousand Suns (9/10) - ein superoriginelles Konzeptalbum mit starker Atmosphäre
Hybrid Theory (7,5/10) - ein energisches Album, das direkt ins Blut geht
Meteora (6,5/10) - praktisch leider nur eine Kopie von Hybrid Theory, aber mit einigen starken Stücken
Living Things (6/10) - Insgesamt ist mir hier das Songwriting zu schwach, die Lieder bleiben kaum hängen und sind insgesamt etwas zu weich
Minutes To Midnight (5/10) - Ein kommerzielles Rock/Pop-Album ohne Biss, aber wenigstens schlug man mal einen anderen Weg ein

Das neue Album habe ich noch nicht gehört, wird irgendwann aber gemacht, vor allem nach den positiven Kommentaren hier.
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#8

Beitrag von The_Talisman »

Also bei dem neuen Album habe ich eher gemischte Gefühle. Ich höre es zwar in letzter Zeit öfter mal..aber meist auch nur bestimmte Songs. Als den Überflieger würde ich "The Hunting Party" nicht bezeichnen.

Hier mal meine Amazon Bewertung, wer lesen mag:

Härter = besser?

Seit gestern läuft nun das neue Linkin Park Album bei mir hoch und runter. Eins ist sicher, es ist wieder einmal anders als die Vorgänger. Diesmal konzentriert sich die Band auf harte Riffs und knallende Drums, die ja von vielen auf den letzten drei Alben (besonders bei "A Thousand Suns") vermisst wurden. Also alles gut? Schauen oder besser hören wir mal:

01 Keys To The Kingdom: Nach den letzten Alben schaut man erst mal geschockt auf die CD-Hülle: ja, ich habe Linkin Park eingelegt. Chesters Screams, knackige Drums und harte Riffs fliegen einem um die Ohren.
Beim ersten Durchgang bleibt noch recht wenig hängen, steigert sich aber mit jedem Durchlauf.

02 All For Nothing (Feat. Page Hamilton): Nach dem beim Opener noch recht wenig hängen blieb, entpuppt sich "All For Nothing" zu einem Highlight des Albums. Rap-Parts wechseln sich mit dem eingängigen Refrain ab. Klasse Nummer!

03 Guilty All The Same (Feat. Rakim): Der Song ist ja schon eine Weile bekannt und hier stehen wieder die Riffs und Drums im Vordergrund. Der Songs rockt ordentlich, dennoch fehlt "Guilty All The Same" meiner Meinung nach etwas. Es knallt und kracht, aber wirklich etwas hängen bleibt nicht. Erst nach dem ich den Song öfter hörte, summte ich die Melodie vor mir her. Bei den Alben "Hybrid Theory" und "Meteora" hat das irgendwie besser geklappt.

04 The Summoning: Intro zum nächsten Song. Nichts Spektakuläres.

05 War: Man wird das Gefühl nicht los, das uns Linkin Park diesmal unbedingt zeigen wollten, das sie noch Metal spielen können. Fast schon dreckig, hart und ohne schnick schnack knallt "War" aus den Boxen. Ich höre gerne und viel Metal, aber der Song gibt mir irgendwie gar nichts. Er kommt schnell auf den Punkt, bleibt aber überhaupt nicht hängen und fliegt einfach an mir vorbei.

06 Wastelands: War auch im Vorfeld bekannt. Mike und Chester wechseln sich ab und der Song baut sich zu einem genialen Refrain auf, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt. Klasse, warum nicht gleich so? Auch wenn einem der Refrain irgendwie bekannt vorkommt.

07 Until It's Gone: Die erste Single und ruhigere Nummer des Albums. Der Song baut sich langsam auf bis er dann im Refrain komplett ausbricht. Eine typische Linkin Park Nummer, der aber irgendwie das gewisse etwas fehlt.

08 Rebellion (Feat. Daron Malakian): Langsam Typisch für "The Hunting Party" knallen Drums und Gitarren aus den Boxen. Der Song beginnt wirklich stark und man wartet gespannt auf einen großen Refrain, doch wo bleibt er? Rebellion, Rebellion, Rebellion..naja das konnten die Jungs schon mal besser! Vom Instrumental her mal wieder super, doch langsam wird deutlich, dass es dem Album irgendwie an Hits fehlt, einfach Nummern die man immer wieder hören will und zum mitmachen einladen.

09 Mark The Graves: Beginnt mit einem langen Intro, das sich immer mehr steigert bis einem die Riffs nur so um die Ohren fliegen. Mit leicht verzerrter Stimme fängt Chester an zu singen bis…eigentlich würde ich gerne schreiben: der Song in einen genialen Refrain übergeht. Aber Riffs und Drums stehen mal wieder im Vordergrund, als würden sich die Jungs sagen: okay wir haben geile Riffs, der Song klingt hart, da ist der Rest egal. Versteht mich nicht falsch, ich habe auch darauf gewartet, dass Linkin Park endlich wieder Songs wie auf "Hybrid Theory" und "Meteora" spielen, aber hier wurde einfach nur versucht harte Nummern zu schreiben. Dem Song fehlt es an Seele und wirklich hängen bleiben will einfach nichts.

10) Drawbar (Feat. Tom Morello): Beginnt sehr spannend und man denkt: was kommt denn jetzt? Aber man merkt schnell, dass es sich nur um ein Instrumental handelt. Klingt interessant, hätte mir aber als richtiger Song noch mehr gefallen.

11) Final Masquerade: Beginnt mit einem Drum Intro und der Song baut sich langsam mit Chesters Stimme auf. Hier stehen mal nicht harte und zwanghaft knallende Gitarren Riffs im Vordergrund und was soll ich sagen? Es funktioniert. Mir gefällt der Song ausgesprochen gut. Für mich ein Highlight auf dem Album

12) A Line In The Sand: Beginnt ruhig und sehr vielversprechend, bis wie erwartend die Riffs aus den Boxen knallen und Chester den Refrain ins Mikro Schreit. Ein Riff gibt dem anderen die Hand, doch irgendwie klingen sie so als hätte man sie schon ein paar Mal auf "The Hunting Party" gehört. Ich bin enttäuscht! Gerade von "A Line In The Sand" habe ich mir eine Menge versprochen, immerhin haben wir hier ein Song mit Überlänge! Doch es bleibt mal wieder nichts hängen, kein aha-, Gänsehaut-Moment, noch nicht mal ein grinsen habe ich im Gesicht nachdem es Still wird. Schade.

Ich höre schon die buh-Rufe, aber ich bin Enttäuscht. Bis jetzt konnten Linkin Park mit jedem Album meinen Nerv treffen, selbst mit dem umstrittenen "A Thousand Suns". Doch mit "The Hunting Party" haben sie mich erstmals enttäuscht. Ich habe hier definitiv kein schlechtes Album vor mir liegen, doch haben sich Linkin Park in meinen Augen diesmal zu sehr darauf konzentriert harte Songs zu schreiben und dabei vergessen nicht nur gute, sondern klasse Songs zu schreiben, wie man es eigentlich von der Band gewohnt ist.
Fans der ersten Stunde werden wahrscheinlich beim hören von "The Hunting Party" Freudensprünge machen und mich steinigen, während Fans der Radio-Linkin Park-Era geschockt vor ihren Boxen sitzen. Ich sitze irgendwo dazwischen.

Also meine Antwort lautet: härter bedeutet nicht automatisch = besser, das haben mir Linkin Park mit "The Hunting Party" bewiesen.
Aranha
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Re: Linkin Park - The Hunting Party (2014)

#9

Beitrag von Aranha »

Hm, ich sehe es genau andersherum. Mich haben Linkin Park hier (abgesehen von Meteora evtl.) erstmals begeistert. Ob das jetzt zwanghaft ist, oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Fans der von dir als Radio-Linkin-Park-Era bezeichneten Zeit sind imo keine richtigen Linkin Park Fans. Ebenso wie ich, da ich nur was mit dem neuen Album und Meteora anfangen kann. Selbst das so häufig angepriesene Debut reißt mich nicht vom Hocker.
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