Stimmt, aber St.Anger finde ich nicht nur wegen der Snare nicht hörbar. Die Songs gefallen mir generell igrnedwie nicht. Sind viel zu stark auf Agressivität getrimmt, etwas was ich der Band damals so nicht abgenommen habe und heute immer noch nicht mehr abnehme. Klingt für mich nicht authentisch. Und abgesehen von der Snare sind auch die Gitarren komplett überproduziert. Aber sie hatten ja auch mit dieser Platte einen riesigen Erfolg.ZoSo_Capricorn hat geschrieben: ↑30. Jul 2020 18:53Wenn du diese Snare aufnimmst, brauchst du auch ein riesiges Ego.
Metallica - St. Anger
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Metallica - St. Anger
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Seh ich auch so. Authenzität gleich null. Klingt einfach wie ein paar alte, reiche Säcke, die mal etwas "Krach" machen wollen; nicht nach einer Band, die gute Musik schreiben wollte. Und auch wenn ich die späteren Alben nicht so schlecht finde, fehlt mir auch die Authenzität und ein organisches, nicht-konstruiert-wirkendes Songwriting.chemicalwedding hat geschrieben: ↑31. Jul 2020 07:33Stimmt, aber St.Anger finde ich nicht nur wegen der Snare nicht hörbar. Die Songs gefallen mir generell igrnedwie nicht. Sind viel zu stark auf Agressivität getrimmt, etwas was ich der Band damals so nicht abgenommen habe und heute immer noch nicht mehr abnehme. Klingt für mich nicht authentisch. Und abgesehen von der Snare sind auch die Gitarren komplett überproduziert. Aber sie hatten ja auch mit dieser Platte einen riesigen Erfolg.
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Johannes 14:6
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Metallica - St. Anger
Ich glaube jedes Album was released wird und auf dem Metallica steht, wird ein Erfolg.
Noch schlimmer als St. Anger war übrigens Lulu, aber das zählt ja nicht zur offiziellen Disco.
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Dann oute ich mich mal und verteidige das Album. Selbstverständlich reicht es nie im Leben an Ride the Lightning, Master of Puppets oder ...And Justice for All heran. Ich fand das Album, als ich es als Dreizehnjähriger erstmals gehört habe, schrecklich aggressiv und klischeebehaftet. Vor etwa zehn Jahren habe ich es im Rahmen der gesamten Diskografie mit einem guten Freund neu entdeckt und auch relativ häufig gehört. Heute würde ich das Album irgendwo im Mittelfeld einordnen.
Das Album hatte eine therapeutische Wirkung für die Band, die damals kurz vor der Auflösung stand und jede Menge Probleme hatte. Diese Angst, dieser Druck, dieser Frust spiegelt sich in den emotionalen Texten, dem dreckigen Sound und dem ungewöhnlichen Songwriting ohne Gitarrensoli und Balladen wieder. Das ist eben nicht nur ein Album, auf dem ein paar gelangweilte Millionäre Krach machen wollten. Dies ist die Seele Metallicas Anfang der Jahrtausendwende. Dies zeigt der Dokumentarfilm Some Kind of Monster ja auch recht klar.
Das Endresultat ist für mich auf jeden Fall weitaus authentischer als die auf Nummer sicher gehenden und streckenweise extrem langweiligen Death Magnetic und Hardwired... to Self-Destruct. Auch der häufig genannte Vorwurf, die Band hätte versucht auf einen Trend aufzuspringen und System of a Down zu kopieren, ist nicht gegeben, da rasante Stilwechsel in kurzen und kompakten Nummern hier eben nicht gegeben sind. Die Stücke sind stattdessen überlang und repetitiv. Ich finde schon, dass das Album relativ eigenständig klingt. Dazu trägt eben auch der Schlagzeugsound bei. Er passt zu den rohen Nummern und ein melodischer oder technischer Sound hätte hier meiner Meinung fehl am Platz gewirkt. Das ist ja auch nicht das erste Mal, dass Metallica so ein Experiment eingehen. Bei der ...And Justice for All hört man ja auch beispielsweise den Bass nicht heraus. Ich habe dies übrigens immer als Tribut an Cliff Burton interpretiert, so als ob der nicht vorhandende Bass so eine Art stille Trauer repräseniert.
Natürlich könnte ich mir dieses Album auch nicht ständig anhören. Man muss dafür schon in der richtigen Stimmung sein. Ich will auch niemanden zu dem Album konvertieren. Es ist logisch, dass so ein Stil die Fans spaltet. Aber ich finde St. Anger persönlich deutlich besser als seinen Ruf.
Das Album hatte eine therapeutische Wirkung für die Band, die damals kurz vor der Auflösung stand und jede Menge Probleme hatte. Diese Angst, dieser Druck, dieser Frust spiegelt sich in den emotionalen Texten, dem dreckigen Sound und dem ungewöhnlichen Songwriting ohne Gitarrensoli und Balladen wieder. Das ist eben nicht nur ein Album, auf dem ein paar gelangweilte Millionäre Krach machen wollten. Dies ist die Seele Metallicas Anfang der Jahrtausendwende. Dies zeigt der Dokumentarfilm Some Kind of Monster ja auch recht klar.
Das Endresultat ist für mich auf jeden Fall weitaus authentischer als die auf Nummer sicher gehenden und streckenweise extrem langweiligen Death Magnetic und Hardwired... to Self-Destruct. Auch der häufig genannte Vorwurf, die Band hätte versucht auf einen Trend aufzuspringen und System of a Down zu kopieren, ist nicht gegeben, da rasante Stilwechsel in kurzen und kompakten Nummern hier eben nicht gegeben sind. Die Stücke sind stattdessen überlang und repetitiv. Ich finde schon, dass das Album relativ eigenständig klingt. Dazu trägt eben auch der Schlagzeugsound bei. Er passt zu den rohen Nummern und ein melodischer oder technischer Sound hätte hier meiner Meinung fehl am Platz gewirkt. Das ist ja auch nicht das erste Mal, dass Metallica so ein Experiment eingehen. Bei der ...And Justice for All hört man ja auch beispielsweise den Bass nicht heraus. Ich habe dies übrigens immer als Tribut an Cliff Burton interpretiert, so als ob der nicht vorhandende Bass so eine Art stille Trauer repräseniert.
Natürlich könnte ich mir dieses Album auch nicht ständig anhören. Man muss dafür schon in der richtigen Stimmung sein. Ich will auch niemanden zu dem Album konvertieren. Es ist logisch, dass so ein Stil die Fans spaltet. Aber ich finde St. Anger persönlich deutlich besser als seinen Ruf.
''Room 819'': http://kluseba.eklablog.com/room-819-a- ... a213183053 (September 2022)
Metallica - St. Anger
Ich denke, dass das Album (wie auch Load) ein Versuch war dem Zeitgeist ein wenig entgegenzukommen. Der Titeltrack und Frantic sind mMn ganz gute Songs da einprägsam und in sich schlüssig. Der Rest ist kompositorisch für die Tonne. Allerdings sind der Sound und die Performance absoluter Vollschrott, James Stimme auf einem ewigen Tief, da kann man sich auch diese Stücke nur in besseren Konzertfassungen geben. Zumindest aber war es das letzte interessante, diskussionswürdige Album der Band. DM und Hardwired waren öde Versuche alte Glanzleistungen zu wiederholen. ST. Anger ist ein Desaster, aber zumindest auf interessante und mutige Art gescheitert. Über dieses Album habe ich damals diskutiert, DM und Hardwired nur mit einem Schulterzucken abgetan.

