U.D.O. - We Are One

Alben, Songs und Veröffentlichungen anderer Metal- & Rockbands

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Quebec-weekend-warrior89
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#16

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Das Lied ist ziemlich schwach und vor allem passt Udo Dirkschneiders Reibeisenstimme überhaupt nicht zur Musik. Da passt der Gesang der mir unbekannten Gesangspartnerin schon besser. Ich schätze mal, dass das Album angemessen verrissen werden wird, ausser natürlich von den Magazinen, die vom Label Geld bekommen und selbst den grössten Unfug in den Himmel loben würden.
''Hanako and the Suicide Forest'': http://kluseba.eklablog.com/hanako-and- ... a187892062 (Mai 2020)
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chemicalwedding
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#17

Beitrag von chemicalwedding »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
6. Jul 2020 20:07
Da passt der Gesang der mir unbekannten Gesangspartnerin schon besser.
die Dame überzeugt mich leider auch nicht. Sie singt nicht schlecht, aber auch nicht auffällig gut. Dieses Song/Duett finde ich sehr unglücklich.
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eddie666
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#18

Beitrag von eddie666 »

Ein Auszug aus einem MH Interview:

Hier wurde der umtriebige U.D.O.-Boss tatsächlich gefragt, ob er sich damit anfreunden könnte, demnächst in Rente zu gehen. Darauf antwortete Udo Dirkschneider: „Nein. Ich denke nicht. Viele Leute fragen mich das: ‚Denkst du an den Ruhestand?‘ Nein. Ich habe immer noch Spaß dabei, dies zu tun. Im Augenblick, mit diesem Album [das kommende U.D.O.-Werk WE ARE ONE erscheint am 17. Juli 2020 – Anm.d.A.], bin ich sehr begeistert und kann es nicht erwarten, wieder auf Tour zu gehen.

Er ist sehr begeister! :facepalm2:

"We Are One" konzentriert sich in jedem Song thematisch auf die globalen Herausforderungen und Probleme unserer Zeit, darunter den Klimawandel ('Future Is The Reason Why)', die weltweite Flüchtlingslage ('Live Or Die'), die Bewegung "Fridays for Future" ('Children Of The World') und die Umweltverschmutzung ('Mother Earth').

Mit Songs über Fridays for Future hab ich persönlich auch ein Problem. Diese Scheibe ist defintiv nichts für mich.
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Quebec-weekend-warrior89
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#19

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Mit den Texten habe ich eigentlich keine Probleme. Ich finde es beispielsweise lobenswert, dass die jetztige Generation mutiger ist als meine, Probleme konkret anspricht und versucht Dinge zu verändern, auch wenn das karnivoren autofahrenden Frührentnern oder lobbyvernetzten Politikern vielleicht nicht in den Kram passt. Damit hat aber Udo nichts zu tun, der hier einfach auf einen Trend aufspringt und versucht sich der jüngeren Generation anzubiedern. Gerade als Musiker, der ständig um die Welt reist und somit die Umwelt verpestet, ist es ja gegensprüchlich und gar scheinheilig, sich nun in eine Debatte über Klimaschutz einzuschalten.

Das Problem mit Udo ist, dass er krampfhaft versucht sich neu zu erfinden um sich jünger zu geben als er wirklich ist. Der Mann ist aber inzwischen 68 Jahre alt und in dem Alter sollte man entweder schon im Ruhestand sein oder aber ernsthaft darüber nachdenken. Eigentlich hätte er nach der letzten Tour mit Accept-Liedern vor etwa drei Jahren in Würde aufhören können.
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chemicalwedding
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#20

Beitrag von chemicalwedding »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
7. Jul 2020 19:08
Gerade als Musiker, der ständig um die Welt reist und somit die Umwelt verpestet, ist es ja gegensprüchlich und gar scheinheilig, sich nun in eine Debatte über Klimaschutz einzuschalten.
ist so, wobei es deutlich schlimmere Beispiele gibt. Ich denke da an Bono von U2. Labbert oder labberte ständig über Umweltschutz und bei den Auftritten von U2 mussten fast zusätzlich Kernkraftwerke ins Netz dazugeschaltet werden weil sonst ein Stromengpass gedroht hat.
Aber auch als Musiker kann man versuchen ein wenig Nachhaltiger unterwegs zu sein.
Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
7. Jul 2020 19:08
Eigentlich hätte er nach der letzten Tour mit Accept-Liedern vor etwa drei Jahren in Würde aufhören können.
Das wäre tatsächlich ein guter Zeitpunkt gewesen und quasi ein Aufhören auf einem Höhepunkt. Im Moment sieht es leider eher nach dem Gegenteil aus. Ich hoffe bei Udo wirds nicht das klassische "er hat den richtigen Zeitpunkt verpasst". Das hätte Udo wirklich nicht verdient, er hat viel für die Metalszene gemacht und hat hart und lange dafür geschuftet. Er ist eine Art Ikone.
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#21

Beitrag von ZoSo_Capricorn »

Dieses Album ist der beste Beweis dafür, dass er den Zeitpunkt verpasst hat. Und auch wenn seine Songs (natürlich auch die Acceot-Dinger) immer noch super sind, so wirkte er und die Band nicht besonders leidenschaftlich auf der Bühne. Man hat gemerkt, dass das gerade auch für seine Mitmusiker eher ein Job ist. Nicht falsch verstehen: Er und die Band spielen grundsätzlich gut, aber es kommt eben nicht die Energie rüber, die man erwarten würde.

Ich habe es ja zuvor schon geschrieben ... Es ist schon ein wenig heuchlerisch sich jetzt mit Themen wie Klimawandel und Flüchtlingen zu brüsten, wenn man gerade Bundeswehrpropaganda betreibt, die mit Nahost und Afrika Einsätzen für Flüchtlingsursachen mitverantwortlich ist. Das ist schon ein großer Zwiespalt. Keine Ahnung, ... vielleicht merkt er das selber nicht oder es interessiert ihn nicht.

Dabei fand ich den "One Heart, One Soul"-Track von Steelfactory ja ziemlich gelungen. Und da hatte er noch nicht dieses dämliche Bundeswehrengagement.

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chemicalwedding
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#22

Beitrag von chemicalwedding »

ZoSo_Capricorn hat geschrieben:
8. Jul 2020 00:41
Dieser Song gefällt mir auch gut, wobei für mich der Refrain haarschaft an peinlich vorbeirauscht, ziemlich grenzwertig dieser Refrain.
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#23

Beitrag von ZoSo_Capricorn »

chemicalwedding hat geschrieben:
8. Jul 2020 19:53
Dieser Song gefällt mir auch gut, wobei für mich der Refrain haarschaft an peinlich vorbeirauscht, ziemlich grenzwertig dieser Refrain.
Machen wir uns nichts vor, die Leute im Video sind natürlich Darsteller und es ist auch ziemlich plakativ. Also das Video und die Lyrics. Aber wie gesagt ist die Message damals rübergekommen. Und hier ist es ja auch ein ganz klassischer Heavy Metal Sound. Am Ende kommt es halt einfach an. Trotz Schema-F Struktur und Pathos.
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#24

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Dieses Interview macht mir Udo Dirkschneider leider nicht unbedingt sympathischer: https://www.blabbermouth.net/news/udo-d ... ican-tour/

Er will jetzt doch wieder, zumindest vereinzelt, Accept-Lieder zocken, weil die Fans und Promoter ja so sehr gebettelt haben, dass er einfach nicht nein sagen konnte. Da geht es dann leider auch nur noch um Aufmerksamkeit und Geld. Er kann ja dann gerne im Vorprogramm der Scorpions spielen, die auch schon vor zehn Jahren aufhören wollten. Der Titel ''German Liars Tour'' würde sich da doch sicher gut machen :D

Aber mal im Ernst, ich habe Udo Dirkschneider auf seiner Accept-Abschieds-Nichtsabschiedstour in Kanada gesehen und es war bestenfalls durchwachsen. Der Mann wirkte wie auf der Bühne festgeschraubt und bewegte sich kein bischen. Er wirkte irgendwie wie ein Roboter. Die meiste Stimmung kam von den Fans. Es war interessant ihn mal gesehen zu haben, aber noch einmal muss ich das nicht haben.
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#25

Beitrag von chemicalwedding »

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
9. Jul 2020 03:17
Er will jetzt doch wieder, zumindest vereinzelt, Accept-Lieder zocken, weil die Fans und Promoter ja so sehr gebettelt haben
also das war ja so was von klar. Udo kann nicht auf Accept-Songs verzichten, sonst kommen die Leute nicht mehr

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
9. Jul 2020 03:17
Aber mal im Ernst, ich habe Udo Dirkschneider auf seiner Accept-Abschieds-Nichtsabschiedstour in Kanada gesehen und es war bestenfalls durchwachsen. Der Mann wirkte wie auf der Bühne festgeschraubt und bewegte sich kein bischen. Er wirkte irgendwie wie ein Roboter.
So war doch Udo immer. Habe in zum ersten Mal 1997 oder 1998 gesehen, leider nie mit Accept. Da bewegte er sich auch nur minimal. Das ist seine Art zu performen. Da kann man ihm glaube ich nicht viel Vvorwerfen. Er ist einfach so. Rob Halford ist da in etwa der gleiche Typ.

Aber ja, stimmt schon. Bei Udo kommt die Stimmung nicht aktiv von der Band, wird eher durch die Musik und Fans aufgeschaukelt. Welcher Teil der Tour hast du dann gesehen. Auf dem zweiten Teil spielte er ja hauptsächlich Songs der neueren Accept-Platten. Da hatte ich auch ein wenig den Eindruck, es ist für ihn mehr eine Art "Muss". Aber er hatte glaube ich schon damals Probleme mit seinen Knien. Vielleicht hat das seine Lust ein wenig gedämpft.

Ich brauche auch nicht unbedingt eine weitere Udo Show. Falls er aber mal mit dem kompletten "Animal House" Album auf Tour kommen würde, dann wäre ich aber nochmals dabei.
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#26

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Judas Priest und Rob Halford habe ich 2018 auf ihrer Firepower Tour in Ottawa gesehen und sie waren in hervorragender Spiellaune. Rob Halford ist zwar bei weitem nicht so aktiv wie Bruce Dickinson, aber doch deutlich mehr als Udo Dirkschneider. Man konnte spüren, dass alle Bandmitglieder mit voller Leidenschaft dabei waren.

Dirkschneider habe ich mit dieser Setlist in Ottawa gesehen: https://www.setlist.fm/setlist/dirkschn ... e4bd6.html

Es war durchwachsen bis gut. Die Setlist war richtig gut gemischt, die Performance mitunter aber eher halbherzig. Ehrlich gesagt fand ich die Vorband Lycanthro deutlich stärker.
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#27

Beitrag von eddie666 »



Es ist einfach nichts für mich! :think:
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#28

Beitrag von chemicalwedding »

Dieser Song gefällt mir recht gut, deutlich besser als die beiden vorherigen. Speziell der Anfang finde ich instrumental ganz stark.

Aber auch da ist das Schlagzeug ja fürchterlich banal. Kann der gute Mann wirklich nichts ausser den ganzen Song hauptsächlich Sabaton-mässig "bum taff bum taff bum taff bumbum taff" zu spielen? Mit so einfalllosen Drums klingt der beste Song schlussendlich nur noch normal, mit der Zeit schon fast ein wenig langweilig. Schade, gerade bei einem Song wie diesem könnte ein guter/versierter Schlagzeuger noch einges rausholen. Da könnte man doch viel interessanter Spielen als nur quasi den Rhythmus halten. :ka:
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