Rock City (1977)
Riot's Debut klingt noch ziemlich Hardrock-mäßig wenn aber auch schon mit ordentlich "Wumms" dahinter. Mark Reale lieferte wie immer wunderschöne Solis die sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund dringen sondern perfekt mit der Musik harmonieren und sein Co Writer und Sangeswunder Guy Speranza liefert auch hier eine klasse Perfomance ab. Insgesamt schon sehr gutes Debut was Spass macht.
Meine Highlights: Warrior, Rock City, Tokyo Rose, Gypsy Queen & This Is What I Get
Narita (1979)

Das zweite Album der Band klingt schon mehr nach frühen Heavy Metal und ein paar Songs gehen schon sehr Richtung Speed Metal. Sehr gutes Weg das konsequent den Weg des Debut weitergeht.
Meine Highlights: Kick Down The Wall, Narita (spitzen Instrumentalsong)
Fire Down Under (1981)

Das dritte und letzte Album mit Sänger Guy Speranza (er verließ danach die Band) ist eines der besten Riot Alben. Schon der grandiose Doppel Opener "Swords & Tequilla" & "Fire Down Under" sind Speed Metal Granaten der spitzen Klasse und das geniale "Outlaw" nicht zu vergessen. Aber das Album nur auf diese 3 Songs zu fokusieren wäre Schwachsinn da man hier wirklich alles nur Killer, No Filler hat. Ein Muss für jeden Metal Fan!
Meine Highlights: Swords & Tequilla, Fire Down Under, Feel The Same & Outlaw
Sänger Guy Speranza starb 2003 an Bauchspeicheldrüsenkrebs R.I.P.
Restless Breed (1982)
Das erste Album mit Sänger Rhett Forrester wird von vielen Leute als schwächstes Riot Album angesehn. Sowieso ist die "Forrester-Phase" bei vielen nicht sehr beliebt. Ich kann es wirklich nicht verstehn denn meiner Meinung ist dieses Werk als auch der Nachfolger absolut spitze. Vielleicht lag es daran das man nach dem damals "speedmetallastigem" Vorgänger man hier ein paar Gänge zurück geschaltet hat und man deswegen enttäuscht war. Aber an Sänger Rhett Forrester kann es meiner Meinung nicht liegen, denn der hat eine geile Röhre die auf jeden Fall erdiger und dreckiger klingt als noch sein Vorgänger, außerdem fand ich klang die Band mit Forrester mehr "amerikanischer" als zuvor oder dana. Zwar hat man mit Songs wie "Over By You" & "Dream Away" ein paar Füller aber der Rest ist durchweg extrem stark wie ich finde. Schon allein der Titeltrack, das geniale "C.I.A." oder mit Mundharmonika unterlegte "Loved By You".
Meine Highlights: C.I.A., Restless Breed, When I Was Young, Loanshark, Loved Be You
Born In America (1983)

Während ich bei "Restless Breed" die negativen Kriterien noch einigermassen verstehn konnte, kann ich diese bei diesem Werk überhaupt nicht verstehn. Das Album gehört für mich nicht nur zu den besten Alben der Band, nein auch außerhalb des Riot Katalogs sehen manch andere Alben ganz schön schwach gegen dieses Teil aus. Über den Titelsong mit der Mitsinghymne schlechthin, über die beiden typisch genialen Riot Nummern "You Burn In Me" & "Wings Of Fire" und den speedlastigen Doppel "Vigilante Killer" & "Heavy Metal Machine" so muss meiner Meinung nach eine Metal Scheibe klingen. Auch gibts hier endlich wieder keinen Durchhänger sondern nur Killer.
Meine Highlights: You Burn In Me, Wings Of Fire, Vigilante Killer, Heavy Metal Machine, Gunsfighters
Sänger Rhett Forrester wurde 1994 erschossen. R.I.P.
Nach diesem Album löste Mark Reale die Band erstmal auf und zog weg. Als er jedoch von ehemaligen Kollegen hörte das Riot immer noch gefragt sind ging er wieder zurück und reformierte die Band neu. Als Sänger verpflicht er Tony Moore, Bobby Jarzombek nahm hinter den Drums platz und am Bass ist Don Van Stavern zu hören. Und nahm folgendes Album auf:
Thundersteel (1988)

Ich bin ganz ehrlich: Das ist meine absolute Lieblingsscheibe der Jungs und wird mit Sicherheit noch ne ganze Weile in meiner persönlichen Top 10 Alben stehn. Hier präsentiert uns die Band exzellenten hochmelodischen Speedmetal, welcher einfach ein Genuss ist. Aber während man auf der ersten Seite man noch die Power-Speedmetal Keule schwingt gibt es auf der zweiten Seite mit "Bloodstreets" ein etwas "ruhigeren" Song welcher wirklich das Zeug zum einem Singleerfolg hätte, mit "Buried Alive" sogar einen ziemlich langen Song für Riot Verhältnisse und mit "Johnny's Back" (mein Lieblingssong) zeigt die Band das sie und Johnny (das Seerobenmaskottchen der Band) wirklich zurück sind, klasse. Ich finde das Album muss man wirklich einmal gehört haben, Punkt.
Meine Highlight: Alles!!!!
The Privilege Of Power (1990)

Mit diesem Album geht man konsequent die eingeschlagenen Weg der "Thundersteel" Scheibe weiter. Heißt: Hochmelodische Speedmetal Songs mit Power Metal Einschlag. Wobei man aber diesmal mit "Runaway", "Killer" & "Maryanne" 3 "kommerziell" geraten Songs hat, die aber komischerweise überhaupt nicht abfallen sondern überraschenderweise angenehm Abwechslung bringen. Wer die "Thundersteel" mag wird auch mit diesem Album glücklich werden, ich kann jedenfalls nix schlechtes finden. Und trotzdem muss ich sagen, gehört das Album nicht zu meinen persönlichen Riot Favoriten. Ich weiß wirklich nicht warum, alle Songs sind klasse aber irgendwie hör ich das Album nicht so oft wie die anderen Alben der Band.
Meine Highlights: Runaway, Killer, Maryanne, Black Leather & Glittering Steel, Little Miss Death
Nightbreaker (1993)

Neuer Sänger der Band ist diesmal Mike DiMeo und mit jedem neuem Sängerwechseln ändert natürlich auch Mark die Richtung der Band. Weg mit dem Speed-Power Metal der beiden vorherigen Alben, nun wieder mehr klassicher Metal mit leichtem Hardrock Tendenzen, aber natürlich mit alles meist im schnelleren Bereich. Ganz ehrlich von den nachfolgende Alben mit DiMeo muss ich sagen das diese Scheibe mein Liebling dieser Era ist. Durch die Bank weg sehr gut und mit "Burn" von Deep Purple hat man ein sehr gelunges Cover, ebenso gibts ne Neueinspielung des "Fire Down Under" Klassikers "Outlaw" der aber leider nicht an das Original ran kommt. Insgesamt ein wirklich sehr empfehlenswertes Album.
Meine Highlights: Soldier, Destiny, Nightbreaker, Medicine Man, Magic Maker
Brethren of the Long House (1995)

Ein weiteres Album im Riot Katalog das immer untergeht, obwohl eigentlich nicht weiß warum. Für mich ein weiteres durchweg gelunges Album der Band, das sich diesmal mit dem Konzept der Ureinwohners Amerika beschäftigt (toll umgestzt). Und eine logische Fortsetzung des "Nightbreakers" Stils.
Meine Highlight: Glory Calling, Rolling Thunder, Rain
Inishmore (1998)

Für mich das letzte Album welches man wirklich noch von der Band haben sollte. Das Album steht für mich fast auf einer Stufe mit "Nightbreaker". Und mit "Angel Eyes" hat man tatsächlich wieder einer absoluten Top Song der mir auf dem Vorgänger und auf den noch nachfolgen DiMeo Alben fehlt. Für mich ein weiteres Highlight und wie gesagt auch erstmal das letzte mit DiMeo am Mikro.
Meine Highlights: Angel Eyes, Liberty, The Man, Kings Are Falling, Watching The Signs
Sons of Society (1999)

Juhu das Seerobben Maskottchen Johnny ist wieder zurück. Naja ganz so toll wie das ansprechende Cover (und davon haben Riot nicht wirklich viel) aussieht ist das Album leider nicht. Zwar gibt es zum Anfang mit "On The Wings Of Night" und "Sons Of Society" zu starke Stücke aber danach klingt das Album ziemlich Riot-typisch nicht schlecht aber fehlt mir danach noch das gewisse Etwas. Außerdem hab ich bei diesem Album den Eindruck als klingt die Band hier wie eine Euro Power Metal Band, wobei ich aber sagen muss eine verdammt gute, aber irgendwie fehlt mir hier der eigentliche US Power Metal Anteil der Band. Schade nicht schlecht das Album, bloß für Riot Verhältnisse etwas wenig.
Meine Highlights: On The Wings Of Night, Sons Of Society, Bad Machine, Twist Of Fate
Through the Storm (2002)

Das Gute an dem Album zuerst, man klingt hier nicht mehr so sehr nach Euro Power Metal wie auf dem Vorgänger sondern wieder mehr nach Melodic Metal wie auf "Brethren of the Long House". Wobei ich aber bei diesem Album auch die wirklichen Highlights vermisse. Das Album läuft irgendwie so durch und klingt nicht schlecht aber es fehlt hier eindeutig was. Für mich ein eher verzichtbares Album.
Meine Highlights: Turn The Table, Lost Inside This World
Army of One (2006)

Das bislang einzigste Album der Band was ich nicht besitz und dazu auch nicht wirklich was sagen kann. Aber was man so liest, denke ich das es den Weg der letzten beiden Alben gleich ist und es nett aber ohne Höhepunkte vorbeizieht. Werd es mir vielleicht mal der Vollständigkeitshalber holen aber ansonsten bräuchte ich es nicht. Es war außerdem das letzte Album mit DiMeo.
Immortal Soul (2011)

Mark hat es tatsächlich geschafft: Nicht nur das es das "Thundersteel" Line Up wieder zusammen brachte, nein er hat es tatsächlich nochmal geschafft ein wirklich geiles Metal Scheibchen zu machen. Ich hätte es ehrlich gesagt gar nicht gedacht, aber das Album schafft es tatsächlich an die "Thundersteel" und "Privileg" Zeiten zu erinnern ohne sich komplett daran zu irritieren. Mit dem Opener und der Bandhymne "Riot" hat die Band, meiner Meinung nach, sogar ihren härtesten Song aufgenommen und das an "Johnny's Back" erinnerende "Still Your Man" zeigt das die Band es wirklich nochmal wissen wollte. Gehört für mich auf jeden Fall zu den Top 3 der Riot Alben. Wahnsinns Comeback.
Meine Highlights: Riot, Still Your Man, Wings Are For Angels, Immortal Soul, Whiskey Man
Leider ist damit auch das traurige Ende der Band gekommen: Mark Reale starb 2012 an den Folgen seiner langen Morbus Crohn Erkrankung. R.I.P.
Der Rest der Band will wohl unter den Namen Riot V weitermachen. Ich bin gespannt das letzte Album war gut, aber Riot ohne Mark Reale kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen. Ich lass mich überraschen.











