Fakt ist aber das die Band und besonders wohl Sänger Tim Baker wohl nicht jedem zusagen wird. Sein Kreisch Gesang ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, lässt man sich aber darauf ein, erwartet einem eine Band mit 4 Top Alben die man sich ruhig alle bedenkenlos holen kann.
Frost And Fire

Ja das Debut unterscheidet sich noch sehr von den Nachfolgealben, denn auf diesem Album klingt man noch mehr nach Heavy Rock aus den 70er (obwohl das Album `81 das Licht der Welt erblickte). Hatte schon oft in verschiedenen Reviews gelesen, dass das Album nach früheren Rush klingt und ich finde die Beschreibung passt ziemlich gut.
Das alles macht aber nix, denn hier geht's um die Songs und die finde ich allesamt spitze. Besonders erwähnenswert finde den Titelsong, "I'm Alive" (wohl das stärkste Stück des Albums), "Edge Of The Knife" oder das Instrumental "Maybe That's Why". Aber wie gesagt alle Songs finde ich, nach kurzer Eingewöhnungszeit spitze.
Leider ist das Album mit insgesamt 7 regulären Songs und einer Spielzeit von nur knapp 31 Minuten etwas knapp ausgefallen, andererseits liegt gerade darin auch der Reiz das Album häufiger zu hören.
King Of The Dead

Mit diesem Album hat die Band ihren Stil gefunden. Das Album ist düsterer, epischer und wie ich finde leider auch ein wenig sperriger als die anderen Alben.
Dieses Album gilt als Referenzwerk der Band und das eigentlich zu Recht aufgrund der oben gennannten Punkte, landet bei mir aber tatsächlich weniger im Player als die anderen Alben der Band. Was aber nix über die Qualität des Albums sagt.
Songs wie dem Titelsong, "Master Of The Pit", "Finger Of Scorn" oder dem J.S. Bach Cover "Toccata in D" fangen die Atmosphäre des Albums perfekt ein und mit "Black Machine" hat man zudem noch einen geilen Ohrwurm parat.
One Foot In Hell

Ist meiner Meinung nach ein perfektes Verbindungsalbum, das die "Eingängigkeit" des Debuts mit dem düsterem, epischem Sound des Vorgängers mischt. Und trotzdem ein absolut eigenständiges Album präsentiert.
Überzeugen können hier eigentlich wieder mal alle Songs wobei ich besonders der flotte Opener "Blood & Iron", "Chaos Descends", das meiner Meinung nach etwas unterbewertet "100 MpH", dem epischem "War Eternal", "Doomed Planet" sowie das Titelstück hervorheben möchte.
Paradise Lost

Das letzte Album der Band geht ja bei den Fans total auseinander: die einen lieben es, die anderen weniger. Grund für letzteres könnte vor allem an 2 Sachen liegen:
1. Das Ändern des Bandgefüges Gitarrist Jerry Fogle (der so manch geiles Riff auf den Vorgänger aus dem Hut zauberte) sowie Bassist Michael "Flint" Vujea (beides Gründungsmitglieder) waren nicht mehr an Bord
2. Das Tim Bakers Sirenen Kreisch-Gesang nicht mehr so extrem mehr war wie auf den anderen 3 Alben und dadurch das Album wohl etwas zugänglicher wurde.
Denn an den Songs kann es meiner Meinung nach nicht liegen, dass das Album bei manchen nicht so gut an kommt. Denn mit Songs wie der Hymne "Join The Legion", dem mystischem "The Troll", dem leicht epischen "Heaven Help Us" sowie dem Herzstück des Albums der "Paradise Lost Trilogie" hat man wieder absolute Hammersongs im Petto. Bei letzterem, bestehend aus "Chaos Rising", "Fallen Idols" & dem Titelsong, wird alles geboten was man von Cirith Ungol erwartet.






