Für alle die Knorkator nicht kennen:
1994 wurde die Band von Stumpen (Gesang) und Alf Ator (Gesang, Keyboard) in Berlin gegründet dauerte es noch bis 1996 bis die dann 3 Hauptmitglieder in Form von Buzz Dee (Gitarre) zusammen waren. Es gibt noch mehr Mitlgieder, aber die sind unwichtig und haben hin und wieder gewechselt
Die Band ist besonders für ihre lustigen Texte, die Wahnsinnsstimme von Sänger Stumpen (Gesangsausbildung, teilweise angestellt an der Staatsoper "Unter den Linden") sowie ihre genialen Liveshows bekannt, die eigentlich immer eine garantie für Spaß gut Laune und entusiastische Fans sind.
1997 (LP, CD ein Jahr später) erschien das erste Album, "The Schelchts Of", wobei der Name der Tatsache geschuldet ist dass die Band in den 3 Jahren seit gründuung schon 20 Songs geschrieben hatte und sich hierfür die 13 Schönsten aussuchte.
1 Absolution
2 Schwanzlich willkommen
3 Ich geh sowas von überhaupt nicht
4 Ich will nur fickn
5 Der Werwurm
6 Konflikt
7 Klartext
8 Kurz und klein
9 Weg nach unten
10 Es kotzt mich an
11 Böse
12 Ding inne Schnauze
13 Mich verfolgt meine eigene Scheiße
Obwohl ein Debutalbum gibt es das wieder was der Name sagt, da es sich teilweise wirklich wie ein best of anhört. Es gibt einige Songs mit sehr vielen Neue Deutschen Härte Elementen, dann gibt es einiges sehr experimentelles oder Songs die so gar nichts mit dem Rest zu tun haben, wie zum Beispiel der Opener "Absolution", wo Stumpen sein Stimmorgan gleich mal in beachtliche Höhen bringt oder die Ballade "Weg nach unten". Hervorzuheben ist auch noch der Song "Böse" der am ehesten an einen Metal-Song erinnert, auch aufgrund der Growls. Das Highlight sind aber ganz und klar die Lyrics die nie ernstgemeint sind und die Band so vom ganzen Rest der deutschen härteren Musik abheben. Totalausfall gibt es imo nicht, allerdings sind die Lyrics für einige Leute vielleicht nur bedingt lustig oder geeignet.
Anspieltipps: Schwanzlich Willkommen, Mich verfolgt meine eigene Scheiße und die 3 Songs die auch sehr gerne live gespielt werden, Böse, Weg nach unten, Kurz und klein.
1999 ging es dann mit dem Album "Hasenchartbreaker" weiter
1 Hardcore
2 Buchstabe
3 Ich bin ein ganz besond'rer Mann
4 Schlüpfer
5 Das Lied
6 Narrenkappe
7 With a little help from my friends
8 Highway to hell
9 Alles ist Scheiße
10 Geh zu ihr
11 Wenn mir einer was will
12 Zeig mir den Weg nach unten
13 A
14 Weihnachtsschimpfe
15 Ick wer zun Schwein
Auf diesem Album wurden nun alle Songs verbraten die es nicht aufs Debut geschafft haben sowie noch ein paar weitere. Besonders ins Auge springen natürlich die Cover (7,8,10 und teilweise 14), die ....interessante Neuinterpretationen sind sowie die Tatsache dass ein Song vom Debut, "Zeig mir den Weg nach unten", in einer veränderten Version auf der Scheibe sind. Ich persönlich finde die CD nicht so gelungen wie das Debut, wobei der Stil allerdings gleich bleibt, einzige wirkliche Neuerung sind Songs in denen Stumen und Alf Ator im Duett singen. Natürlich gibt es auch hier ein paar Highlights, z.B. das herrlich selbstironische "Hardcore", die "Weihnachtsschimpfe", natürlich wieder der Evergreen "Zeig mir den Weg nach Unten" und last but not least "Ick wer zun Schwein" mit dem die Band beim deutschen Vorentscheid zum EVSC angetreten ist. Der Rest ist imo Durchschnitt.
Hier mal noch der EVSC Vorentscheid, und ein schönes Beispiel für Knorkator live:
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2000 ging es dann schon mit der nächsten CD weiter, "Tribute dun uns selbst"
1 Khid tyng baan
2 Jetzt wird abgerechnet
3 Verflucht und zugenäht
4 VIVA Buzz Dee
5 Komm wieder her
6 Tötet sie alle
7 Extrawurst
8 Ich verachte Jugendliche
9 All that she wants (is another Baby)
10 Ich lass mich klonen
11 Weg nach unten - Campingmicks
12 Eh, Du alte Ficksau
13 Und ging
Über dieses Album kann ich am wenigsten Sagen da ich es von allen Alben am kürzesten habe und in der Zeit seit der ich es habe es noch nicht so oft gehört habe. Sagen aber kann ich dass sich Knorkator auf dem Album treu bleiben, vom sehr ruigen Opener an über wieder eineige geborte Melodien (z.B. "All that she wants (is another Baby)") und, was für ein Wunder, noch eine Version von "Weg nach unten". Das Album hat alles was man von einem Knorkator Album erwartet, tolle Texte, 1 herausragenden und einen nicht ganz so herausragenden Sänger, ruige Songs schnelle Songs, Highlights ("VIVA Buzz Dee", "Ich verachte Jugendliche", "Ich lass mich klonen", "All that she wants") und leider auch einige Songs die bei mir nicht hängen bleiben wie zum Beispiel der Opener der Diesmal imo langweilig ist. Für mich, mit dem Vorgänger, eines der schlechteren Knorkator Alben.
Das 2002er Album "High Mud Leader" lasse ich hier aus, da es nicht wirklich zu Knorkator gehört und imo eher als ein Nebenprojekt betrachtet werden kann.
Widmen wir uns nun dem 2003er Album "Ich hasse Musik"
1 Der Ultimative Mann
2 Ich hasse Musik
3 Try Again (Aaliyah cover)
4 Ich bin überhaupt nicht da
5 Mai khao djai
6 Schmutzfink
7 Schüchtern
8 Aeger sum
9 Ma Baker (Boney M cover)
10 Wie weit ist es bis zum Horizont
11 Makellos
12 Schweigeminute
13 Beating Around The Bush (AC/DC Cover)
Was an diesem Album beim ersten anspielen sofort auffällt: Kein ruiger Introsong mehr dafür mit "Der Ultimative Mann" gleich ein schöner Kracher. Auch hat das Album 3 Cover, von denen eins genial ( Ma Baker, Duett von Stumpen und Alf Ator),eins ok (Try Again) uns ein imo suboptimal ist (ist ja nur noch eins übrig
Auh finde ich sind die Lyrics für meinen persönlichen Humor um einiges ansprechender da weniger primitiver Humor sondern teilweise etwas intellektueller, und ja, das ist ein hoher Begriff für Knorkator, aber die Richtung sollte klar sein, gespaßt wird.
Bis hierhin imo die beste Knorkator-Scheibe.
Hier mal noch "Ma Baker" live vom Waken 2014
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Kommen wir nun zu dem letzten Album vor der ersten Auflösung Knorkators, "Das nächste Album aller Zeiten" (2007)

1 Alter Mann
2 Du Bist So Still
3 Lied Vom Pferd
4 Wir Werden alle Sterben
5 Nur Mal Angenommen
6 Eigentum
7 Für Meine Fans
8 www .einliebeslied.com
9 GV
10 Geld
11 Franz Hose
12 Symphonische Dichtung
Dieses Album legt auf den guten Vorgänger noch einmal eine ganze Schippe drauf. Die ersten 10 Songs sind alle spitze mit einer ganz kleinen Delle bei Nr. 2+3, zum Ende fällt es mit "Franz Hose" und dem instrumental "Symphonische Dichtung" etwas ab, was dem Album aber nicht sehr schadet. Die besten Songs des Albums lassen sich dennoch recht leicht bestimmen, das sind der Opener "Alter Mann" sowie Nr.4 "Wir werden alle sterben". Allerdigs kann der Rest sehr gut mithalten, etwa das Musikgewordene Klischee "www.einliebeslied.com" der Fan Favorit "GV" (kurz für Geschlechtsverkehr) und sogar ein wenig Gesellschaftskritik mit "Eigentum" (DER Alf Ator Song) oder "Geld". Textlich klasse, Musikalisch auch, das Knorkator-Album das ich jedem der auch nur halbwegs etwas mit dieser Spaßmusik anfangen kann empfehlen. Welch ein Abschied vor der einstweiligen auflösung.
Hier mal noch die Highlights "Wir werden alle sterben" und "Alter Mann"
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Dann kam die Ruhepause der Band (also Auflösung) die 2008 einsetzte bis 2010 verkündet wurde, dass die Band 2011 mit dem Aufhören aufhört.
2011 erschien dann auch das 6. Studioalbum "Es werde nicht"

1. Du Nich
2. Nö
3. Arschgesicht
4. Du Bist Schuld
5. Warum
6. Refräng
7. Ain´t Nobody - Knorkator 2011
8. Faster Harder Scooter
9. Kinderlied
10. Bleib Stehn
11. Auf Dem See
12. Geboren
13. Sofort
Das Album ist nicht so gut wie der Vorgänger, es sind wieder 3 Cover drauf sowie einige Songs, die davor schon verfügbar waren. So war das "Kinderlied" die letzte Single vor der Auflösung, "Warum" als Demo auch, und "Geboren" sowie "Faster Harder Scooter" wurden eigetlich für Tribut-Alben von jeweils Fanta 4 und Scooter aufgenommen. Das Album hat zwar einige Highlights, zieht sich aber zum Ende etwas und kommt mir immer etwas zu lange vor. Herausragend sind "Du Nich" sowie, um diese hier noch schnell unterzubringen, "Kinderlied" sowie "Arschgesicht", die beide von Alf Ators Sohn gesungen werden. "Ain't Nobody", "Refräng", "Du bist Schuld (vor allem live)" und "Warum" sind auch noch gut, der Rest ist imo Durchschnitt. Ich sehe dass Album in dieser Version etwa auf einer Stufe mit em Debut, vielleicht auch ein klein wenig drunter, allerdings sind die Highlights imo besser. Was das Album für mich richtig gut macht ist die limited Edition bei der es zwischen den Songs noch eine Moderation gibt die ich ziemlich gut finde. In der Version steht "Es werde nicht" für mich zwischen "Ich hasse Musik" und "The Schlechts of".
Hier mal noch das "Kinderlied", in meinem Bekanntenkreis, von denen keiner Knorkator hört, neben "wir werden alle Sterben" der einzige bekannte Song:
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2014 folgte das Album "We want Mohr", welches sich an den Struwwelpeter anlehnt.

1. Hymne
2. Zoo
3. L
4. Antwort
5. Konrad
6. Fortschritt
7. Ich Geb Es Auf
8. Robert
9. Victorious
10. Breaking The Law
11. Friederich
12. Time To Rise
13. Adé [+ Hidden Track: 'hymne' Instrumental]
Zu diesem Album kann ich nichts sagen, da ich es leider nicht besitze.
Mal hier noch das Video zum Song "Konrad"
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Am 16.09.2016 Erscheint die nächste Platte "Ich bin der Boss"

Ich bin der Boss
Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett
Eldorado
Dämon
Sie kommen
Wenn die Kinder artig sind
Die Geschichte von den schwarzen Buben
Die Geschichte vom Zappel-Philipp
Setz dich hin
Aha
Du bist kein Mensch
Videos gibt es auch schon von "Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett" sowie von "Setz dich hin", in dem Axel Prahl, der einigen Tatort Fans bekannt sein sollte, den Gesang übernimmt. Ich freue mich Drauf!
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Was meint ihr zu Knorkator?
