Zu den Alben:
Alice In Hell (1989)

Wer Annihilator kennt kommt nicht um das grandiose Debut der Band rum. Jeder der Speed/Thrash Metal mag kommt eigentlich um das Album nicht drumherum. Besonders auffällig schon im Vergleich zu anderen Thrash Metal Band die häufigen Tempowechsel während der Songs und schon beim Instrumental-Opener "Chrystal Ann" zeigt Jeff sein Können. Mit "Alison Hell" kommt dann vermutlich der Annihilator Song schlechthin zum Zuge: Schon beim ersten Hören war ich damals gepackt von dem Song (und dem Video). Mit den nächsten Songs gehts aber viel schneller zu Zuge: "W.T.Y.D", "Burns Like A Buzzsaw Blade" oder das pfeilschnelle "Human Insecticide" seien nur als Beispiel genannt. Insgesamt ein sehr geiles Speed/Thrash Metal Album ohne Füller und eigentlich durch die Bank weg geil (inklusive geilem Cover) und einem geilem keifendem Randy Rampage der perfekt zu den Songs passt.
Meine Favoriten: Alison Hell, Burns Like A Buzzsaw Blade, Word Salad oder W.T.Y.D.
Never, Neverland (1990)

Wer das Debut mochte wird auch den Teil lieben. Insgesamt gibt auch hier wieder 10 geile Thrash Perlen wobei hier doch etwas mehr das Tempo gewechselt wird als noch auf dem Debut, man könnte sagen die Band gibt sich hier schon reifer (obwohl sie das schon auf dem Debut waren). Coburn Pharr übernimmt hier die Gesangsrolle (und ist mein Lieblingssänger in der Bandgeschichte). Das sich die Ban aber nicht allzu ernst nimmt merkt man am Song "Kraf Dinner". Für mich eins meiner absoluten Lieblingsalben überhaupt und mit meinem absoluten Lieblingscover im Metalbereich (als Poster, Shirt und Avatar hier noch viel geiler
Anspieltipps: The Fun Palace, Road To Ruin, Never Neverland, Stonewall, Phantasmagoria
Set The World On Fire (1993)

Drittes Album, dritter Sänger: Coburn Pharr fliegt, Aaron Randall kommt. Er klingt eigentlich wie eine perfekte Mischung aus Coburn Pharr und Randy Rampage. Das Album selbst kommt bei vielen ziemlich geteilt an. Die Thrash Elemente sind zum großen Teil weg nur bei Songs wie dem geilem Titelsong, No Zone oder Brain Dance gibts diese noch zum Teil zu finden. Ansonsten ist dieses Album ein wunderbares abwechslungsreiches Metalalbum geworden, bei dem eigentlich für jeden was dabei ist. Thrash (wie oben erwähnt), eine Megaballade ohne Kitsch "Pheonix Rising", davor natürlich einen schönen Anti-Love Song "Snake In The Grass" (mein Favorit), einen abgedrehten Song "Brain Dance" und ein Haufen Ohrwurmsongs wie z.B. "Knight Jumps Queen" (genial), "Bats In The Belfry" oder "The Edge".
Meine Favoriten: Set The Word On Fire, Snake In The Grass, Pheonix Rising, Knight Jumps Queen oder Brain Dance
King Of The Kill (1994)

Anscheined hatte selbst Jeff denn ständigen Sängerwechsel satt, deshalb übernimmt der Gute ab hier für die nächsten 3 Alben gleich den Gesang mit. Das Album wird von vielen Annihilator Fans geliebt und eigentlich auch zu recht gibt hier auch wieder eine volle Spannbreite des Metals den Jeff hier zelebriet aber irgendwie find ich das Album im Vergleich mit manch anderem Album der Band doch irgendwie schwach. Aber Fakt ist das schon der Titelsong einer der besten Songs der Band und auch im Metalbereich ist: Schnell, kurz aber absolut eingänig. Spitze. Aber auch "21", "The Box", "Fiasco", die Bandhymne "Annihilator" (obwohl man hier doch etwas mehr hätte machen können) oder der Bonussong der aktuellen Version des Albums die Ballade "Only Be Lonley" (welche "Pheonix Rising" eigentlich in nix nachsteht) find ich klasse. Aber ansonsten hör ich das Album nicht so gerne aber anderen dürfte es bestimmt gefallen.
Favoriten: King Of The Kill, 21, The Box, Annihilator oder (Bonussong) Only Be Lonley
Refresh The Demon (1996)

Also das Album gefällt mir im Gesamten einfach besser als KOTK. Immer noch mit Jeff am Gesang geht es hier wieder etwas mehr zur Sache als noch bei KOTK. Das zeigt sich schon beim Titeltrack oder "Ultra Paranoia". Aber leider gibt für mich auch zum Schluß hin ein paar schwächere Nummern aber insgesamt doch ein sehr starkes Album, welches ich als stärkstes der "Jeff als Sänger" Phase sehe.
Meine Favoriten: Refresh The Demon, Ultra Paranoia, City Of Ice, A Man Called Nothing
Remains (1997)

Mit Abstand wohl das schwächste Album. Obwohl es aber ein paar sehr gute Songs drauf gibt wie z.B. "Murder", "Tricks And Traps" oder "I Want" sind gar nicht schlecht und auch die restlichen Songs sind eigentlich ganz in Ordnung (fürs nebenbei hören) aber das eigentliche Problem beim Album find ich die Produktion (Jeff spielt hier alles selbst ein, inkl. Drumcomputer). Sorry Jeff das ging leider nach hinten los.
Meine Favoriten: I Want, Murder, Tricks And Traps
Criteria For A Black Widow (1998)

Nach dem für viele damals entsetzlichem "Remains" meldet sich Jeff und seine Band hier verdammt stark zurück. Ja richtig gelesen Band: Nach dem Soloausflug der "Remains" Scheibe holt er Debutsänger Randy Rampage zurück. Und komischerweise find ich Randy hier doch extrem geil, seine Schreie find ich geil (besonders am Ende von "Back To The Palace"). Das Album geht eindeutig mehr Back To the Roots (Alice, Neverland) und dürfte deshalb für Freunde dieser Album eigentlich unverzichtbar sein. Mit "Schizos (Are Never Alone) Part III" & "Sonic Homicide" gibts Fortsetzungen vom Debut und von der "Neverland" Scheibe gibts "Back To The Palace" eine Fortsetzung. Und obwohl ich alle Songs der "Neverland" Scheibe liebe und besonder "The Fun Palace" zu den Klassiker der Band gehört, Teil 2 hier find ich gesamter noch viel geiler. Insgesamt eine meiner absoluten Lieblingsscheiben der Band. Mit "Bloodbath" gehts knallhart voran, "Punctured" oder Titelsong sind da etwas "moderner" gehalten sind aber trotzdem spitze und mit "Sonic Homicide" gibts nochmal eine Speedgranate.
Meine Favoriten: Back To The Palace, Sonic Homicide, Punctured, Critieria For A Black Widow oder Bloodbath
Carnival Diablos (2001)

Also Jeff hat es sich nehmen lassen und hat auf diesem Album doch tatsächlich Bruce Dickinson beim Mittelteil von "Epic Of War", Rob Halfords Schrei bei "Time Bomb" oder Bon Scott von den Tode aufstehn lassen um "Shallow Grave" einzusingen. Aber Quatsch natürlich handelt es sich hier um (ex Liege Lord Sänger) Joe Comeau der hier die Gesangsrolle übernimmt aber den oben genannten Personen an den Stellen wirklich zum verwechseln ähnlich anhört. Fakt ist mit Joe Comeau hat man wohl den stärksten und abwechslungreichsten Sänger der Bandgeschichte und auch das Album selbst ist alles andere als eintönig. Zwar muss ich zugeben hatte ich anfangs Problem mit dem Album aber inzwischen gehört es zu den stärksten der Bandgeschichte (und die hat nicht wenige). Mit dem oben genannte "Shallow Grave" haben Annihilator doch tatsächlich eine 1a AC/DC Song gemacht der Band sicher gut zu Gesicht stehn würde.
Meine Favoriten: Epic War, Denied, The Rush, Time Bomb oder The Perfect Virus
Waking The Fury (2002)

Ok ich hab das Album bis jetzt erst 2mal durch aber insgesamt muss ich doch sagen all Killer, no Filler. Insgesamt doch wieder etwas speediger als noch der Vorgänger und Joe Comeau macht seine Sache weiterhin sehr gut. Mit "Nothing To Me" gibts wieder, wie schon beim Vorgänger, eine AC/DC mäßigen Song. Muss aber das Album noch etwas öfter hören um was richtiges dazu sagen zu können.
Momentale Favoriten: Blackest Day, My Precious Lunatic Asylum, Thorn, Striker oder Ultra-Motion
All For You (2004)

Hier kommt das schwächste Album der neueren Alben Phase. Und erneut gabs ein neuen Sänger diesmal hinterm Mikro und 2. Gitarre: Dave Padden. Und ja es ist der gewöhnungsbedürftigste Sänger der Bandgeschichte. Aber dabei hat das Album doch für mich 2 absolut geniale Songs: Nummero 1 wäre die Ballade "The One" die anfangs zwar auch durch Dave's Gesang, etwas gewöhnungsbedürftig ist aber nach ein paar Durchläufe doch zu eine Wahnsinnsballade im Stile "Pheonix Rising" oder "Only Be Lonley" mausert. Wer hätte das gedacht. Und Nummero 2 ist für mich das geile "Dr. Psycho": Anfangs schön ruhig steigert sich der Song immer mehr und wird als verrückter (solche Songs erwartet man von Annihilator). Eigentlich ist das gesamte Album kein Reinfall und ganz ordentlich aber Vergleich zu den anderen Alben eben nur ganz gut.
Meine Favoriten: Dr. Psycho, The One, Demon Dance, The Nightmare Factory
Schizo Deluxe (2005)

War der Vorgänger nur ganz gut und das Album für mich der Wahnsinn. Für mich eins der Top 3 Alben der Band. Hier wird nochmals ein Haufe Kohle ins Feuer geschoben und besonders Dave zeigt sich hier von seiner besten Gesangsleistung. Mit "Drive" gibts meiner Meinung nach den schnellste Annihilator Song (und mein absoluter Liebling), "Maximum Satan" haut rein, dann gibts "Warbird" mit der geilem "FLLLLLYYYYYYY" gehaltenen Schrei von Dave in den letzten 20 Sekunden des Songs, das melodische und im Mittelteil thrashige "Clare" (Fans wissen wer gemeint ist) oder ein typischer Annihilator Song wie z.B. "Invite It". Einfach ein klasse abwechslungsreiche modernes Thrash/Power Metal Album.
Meine Favoriten: Drive, Invite It, Clare, Warbird, Like Father Like Gun
Metal (2007)

Das All Star Album. Hier versammelt Jeff mehr Gastmusiker als sonst wo, die alle hier und da ein Solo beisteuern. Danko Jones und Angela Gossow liefern bei "Couple Suicide" ein Gesangs Duett ab, welches zwar ungewöhnlich ist und klingt aber irgendwie dadurch doch seinen Charme hat. Auf "Operation: Annihilator" übernimmt Jeff (wie schon bei den beiden Vorgängern) für einen Song die Vocals. Insgesamt wieder sehr geiles Annihilator Album welches aber im Vergleich durch den sehr geilen Vorgänger und dem Nachfolger etwas schwach wirkt (es aber nicht).
Für Annihilator Anfänger die das Album sich zulegen wollen: Holt euch die Ltd. Edition mit einer Bonus Best Of CD der Band (umfasst die Zeit von der "King Of the Kill" bis "Waking The Fury" Zeit, wobei aber unmissverständlicher weise die "Criteria" fehlt).
Meine Favoriten: Clown Parade, Couple Suicide, Army Of One, Haunted
Annihilator (2010)

Das selbstbetitelte Album gilt für viele die die Band aus den Augen verloren haben irgendwie als Rückkehr (keine Ahung warum nicht schon bei "Schizo Deluxe"). Naja jedenfalls geht es bei den ersten 3 Songs schon sehr zur Sache: Beim Opener gut 7 minütigem "The Trend" könnte man fast meine das es sich erst um einen Instrumental Song handelt ehe sich Dave's Gesang nach gut 2Minuten einsetzt. Aber nach den der ersten 3 (wirklich sehr starken) Thrash Nummer geht's wieder hier und da ruhiger und abwechslungreicher zur Sache, wobei auch hier wieder Dave's Gesang glänzt (der Typ hat sich mit jedem Album verbessert) und je öfter man ihn hört desto mehr begreift man wie passend er eigentlich für die Band oder Jeff ist. Insgesamt hat sich die Band laut Sticker des Albums auf ganze 66 Solos (ganz zufllig) hinreißen lassen, wobei es aber irgendwie bei Annihilator nie nervig wird. Und mit dem wirklich geilem "Romeo Delight" Cover von Van Halen gibt einen geilen Rock Song al la "Shallow Grave". Klasse Album.




