So, jetzt werde ich mal meine Einschätzungen zu den ersten 7 Alben schreiben:
1980 - Blizzard Of Ozz
Ozzys Erstling hat eine Dichte an Klassikern, die nur noch von wenigen Alben übertroffen werden kann. Mit I Don't Know, Crazy Train, Mr. Crowley und Suicide Solution (mein persönlicher Favorit!) sind gleich 4 Songs vorhanden, die bis heute einen festen Platz in Ozzys Live-Set haben. Und das vollkommen zurecht, da diese Songs durch Killerriffs, Ohrwurmmelodien und vor Allem durch die großartigen Soli von Gitarrengott Randy Rhoads brillieren. Allerdings können auch nicht alle Songs dieses Level halten. Lediglich Revelation (Mother Earth) kommt mit seiner großartigen und epischen Atmosphäre an diese vier Oberknaller ran. Bei der Ballade Goodbye To Romance und den Midtempo-Rockern No Bone Movies und Steal Away (The Night) kann man hier "nur" von guten bis sehr guten Songs sprechen. Somit gibt's im Endeffekt doch noch einen halben Punkt von der Höchstpunktzahl abgezogen!
Anspieltipps: I Don't Know, Crazy Train, Suicide Solution
Wertung: 9,5/10
1981 - Diary Of A Madman
Hier zeigen Ozzy, Rhoads, Daisly, Kerslake und Neuzugang Don Airey (Keyboard), dass sie nicht nur ein Händchen für großartige Riffs und catchige Klassiker haben, sondern auch für atmosphärische, okkulte und bösartige Melodien. Direkt beim Opener Over The Mountain beweist die Band alle ihre Stärken und hält dieses Level auch bis zum Ende. Bei S.A.T.O. geht sogar mal richtig zur Sache und der Titeltrack macht seinem Namen alle Ehre: Man hat wirklich das Gefühl, hier einen Wahnsinnigen zu hören. Dieses Album ist nicht mehr zu übertreffen (also nicht von Ozzy) und macht von Anfang bis Ende Spaß. Lediglich die Ballade Tonight ist meiner Ansicht nach austauschbar, was aber auch nichts mehr an der 10-Punkte Marke ändert!
Anspieltipps: Over The Mountain, Believer (war sicher auch ein Einfluss für Mercyful Fate), S.A.T.O., Diary Of A Madman
Wertung: 10/10
1983 - Bark At The Moon
Mit Bark At The Moon wollte Ozzy wohl auf Nummer Sicher gehen und vereint sozusagen den jeweiligen Stil der beiden Vorgängeralben. Songs wie der Titeltrack oder Rock N' Roll Rebel errinern an die eingängigen Ohrwürmer des Debuts, Now You See It (Now You Don't), Waiting For Darkness, Slow Down oder Centre Of The Universe in ihrer Atmosphäre dann doch eher an Diary Of A Madman. Dennoch ist die Qualität der Songs nicht ganz die Gleiche und mit So Tired ist sogar ein richtig grottiger Song dabei. Insgesamt ein starkes Album, das aber nicht ganz an die ersten beiden Alben rankommt. Hier fehlt es wohl an Randy Rhaods.
Anspieltipps: Bark At The Moon, Centre Of The Universe, Waiting For Darkness
Wertung: 8,5/10
1986 - The Ultimate Sin
The Ultimate Sin klingt ganz anders als die ersten drei Werke, was aber nichts Schlechtes ist. Die Killerriffs wurden minimiert und man setzt eher auf Hair Metal geprägte Ohrwürmer. Merkwürdigerweise passt dieser Stil sogar einigermaßen zu Ozzy, was diese Platte zu einem wirklich guten Album macht. Die Melodien haben ordentlich Wiedererkennungswert und trotz aller Kommerzialität eine gewisse Atmosphäre, die den Hörer packt. Meiner Ansicht nach wird dieses Album viel zu oft unterbewertet und ist wenigstens keine Kopie der großen ersten beiden Alben.
Anspieltipps: The Ultimate Sin, Secret Looser, Killer Of Giants (Großartiger Text!), Shot In The Dark
Wertung: 8,5/10
1988 - No Rest For The Wicked
Das erste Album mit Gitarrengott Zakk Wylde bedeutet wieder eine nicht ganz unbedeutende Veränderung im Sound Osbournes. Wie auch schon beim Vorgänger bedeutet das absolut nichts schlechtes, da sich das Ganze auf durchgehend hohem Niveau abspielt. Allerdings sprechen wir hier zwar von durchgehend guten bis sehr guten Songs, aus denen aber kein Song so richtig heraussticht. Am ehesten würde ich hier noch Devil's Daughter (Holy War) oder Breaking All The Rules nennen. Einen halben Pluspunkt gibt's hier noch für die geilen Riffs von Zakk!
Anspieltipps: Miracle Man, Devil's Daughter (Holy War), Breaking All The Rules
Wertung: 8,5/10
1991 - No More Tears
Nach drei zwar guten bis sehr guten, aber nicht überragenden Alben, veröffentlicht Ozzy hier nochmal ein absolutes Götterwerk. Die einzige Scheibe in seinem Repertoire, die sich mit der Diary messen kann, wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Zakk Wylde hat seinen Stil und vor Allem auch seine Riffs perfektioniert. Hier funktioniert wirklich jeder Song und herausstechen tut hier auch so Einiges! Eine Scheibe, die zwar nicht unbedingt anspruchsvoll ist, aber von Anfang bis Ende Spaß macht! Dass hier auch eine gewisse Kommerzialität eine Rolle spielt, steht außer Frage, stört aber nicht, da hier wirklich jeder Song ein absolute Oberkracher ist!
Anspieltipps: Mr. Tinkertrain, I Don't Wanna Change The World, Mama I'm Coming Home, No More Tears, Hellraiser
Wertung: 10/10
1995 - Ozzmosis
Die vorerst letzte richtig gute Ozzy Scheibe. Ozzmosis hat durchweg gute Songs, bei denen man aber schon merkt, dass der Madman das Level der Vorgängeralben nicht ganz halten kann. Mit den ersten 3 Songs und Tomorrow sind hier immerhin noch 4 Übersongs vorhanden, allerdings fällt es hier auch nicht ganz einfach, die Platte am Stück zu hören. Kein Song geht so richtig nach vorne los, selbst Mid-Tempo Tracks gibt es hier eigentlich nicht. Normalerweise fehlt es mir bei solchen Scheiben an Abwechslung, da aber wie schon gesagt, alle Songs wirklich gut sind und 4 davon sogar sehr gut bis überragend, kann ich hier noch guten Gewissens die 8 Punkte geben!
Anspieltipps: Perry Mason, I Just Want You, Ghost Behind My Eyes, Tomorrow
Wertung: 8/10
Ranking:
1. Diary Of A Madman
2. No More Tears
3. Blizzard Of Ozz
4. Bark At The Moon
5. The Ultimate Sin
6. No Rest For The Wicked
7. Ozzmosis