Der beste Sänger aller Zeiten

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Irenicus
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#166

Beitrag von Irenicus »

26.10.2013, 15:30 » Stonehenge hat geschrieben:Über was soll man ihn den sonst als einen Gott definieren?
Wie wäre es mit gar nicht? :rolleyes: Kein Sänger, kein Mensch ist ein "Gott" und jeder hat seine Schwächen und Makel. Auch Dio. Ich finde dieses vergöttern albern, solange man es nicht ironisch gemeint macht. Ich kenne alle Dio Soloalben und da haben bei weitem nicht alle Klassikerstatus und es gibt genug schwache Songs. Ein "Gott" müsste ja eigentlich dann nur hammer Songs schreiben, oder?

Diese ganzen anderen Argumente kann man wie schon gesagt auch bei anderen Sängern bringen, das macht Dio jetzt nicht so außergewöhnlich besonders. Besonders war vielleicht nur, dass er mit Mitte 60 noch so gut bei Stimme war, aber selbst da gibt es auch gewiss andere Beispiele.
Dio hatte unheimliche Qualitäten als Frontmann, Songwriter und scheinbar auch menschlich.
Er ist immer integer dem Metal (bzw. der härteren Rockmusik) gegenüber geblieben.

Und das macht auch den Unterschied zu anderen Gesangsgöttern (wie Dickinson und Halford) aus.
Warum Unterschied? Inwiefern haben Bruce oder Halford keine unheimlichen Qualitäten als Frontmann und Songwriter? Und was hat es mit den Qualitäten eines Sängers zu tun, ob er einer Musikrichtung treu bleibt oder nicht? Es ist doch eher positiv, wenn ein Sänger sich nicht nur auf eine Richtung beschränkt, sondern auch mal über den Tellerrand schaut. Oder ist das dann nicht "true"?
bezüglich des Gesangsumfangs (wovon ich keine Anhnung habe) kann es schon möglich sein, das Halford unheimlich hoch kommt, aber das sind doch dann meistens seine Screams , oder??
Nein, in den 70ern hat er auch richtig hoch gesungen, u.a. teilweise bei dem Beispiel von mir.
Aber das was Rob Halford ab Minute 3 macht, ist Kopfstimme und die zählt objektiv nicht zur Singstimme und entsprechendem Stimmumfang. Dio hat das nie gemacht, vielleicht fehlt das manchen.
Hör mal den ganzen Song, das ist nicht alles Kopfstimme. Man kann aber auch noch andere Beispiele nennen wie z.b. so ziemlich das ganze Stained Class Album.
Ansonsten fürs nächste Mal am Besten vorher Kriterien festlegen, nach denen man den "besten Metalsänger aller Zeiten" messen kann!
Naja, das kann man eben nicht wirklich tun, abgesehen vom reinen technischen Gesangstalent und wenn man danach geht, gibt es sicherlich (auch im Metal) noch bessere als unsere Helden.
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#167

Beitrag von Moonchild »

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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#168

Beitrag von Chewie »

26.10.2013, 17:50 » Irenicus hat geschrieben: Warum Unterschied? Inwiefern haben Bruce oder Halford keine unheimlichen Qualitäten als Frontmann und Songwriter? Und was hat es mit den Qualitäten eines Sängers zu tun, ob er einer Musikrichtung treu bleibt oder nicht? Es ist doch eher positiv, wenn ein Sänger sich nicht nur auf eine Richtung beschränkt, sondern auch mal über den Tellerrand schaut.
der Unterschied bezog sich auf die Integrität eines Dio im Vergleich zu Halford/Dickisnson
(klar sind die anderen beiden auch geile "Performer") und dies hat für ich auch mit den Qualitäten als Sänger zu tun

denn, während die beiden letzten ihr Fähnchen in den Wind gehalten haben (und nix anders ist es wenn man ein Grunge/Alternative Album (und dann noch so dusselig ist es zu spät zu bringen) oder ein Industrial Album rausbringt) ist Dio sich immer treu (da hast Du Dein "True") geblieben. Die beiden anderen haben nicht nur über den Tellerrand geschaut sondern sind (für mein Empfinden) sogar ein wenig über diesen hinausgegangen und hinuntergefallen.
26.10.2013, 17:50 » Irenicus hat geschrieben: Oder ist das dann nicht "true"?

:jesus:
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#169

Beitrag von Irenicus »

Du kannst jetzt ruhig den Facepalm Smiley posten (was nur zeigt, dass du dich angesprochen fühlst), Chewie, aber genau das ist nichts anderes als dieses Trueness Gehabe. Du nennst es nur anders um seriöser rüberzukommen, nämlich "Integrität". Was soll daran negativ sein, wenn man Musik macht, die gerade populär ist? (solange es kein Kommerzmist ist) Metal war doch in den 80ern auch populär oder warum gab es im TV mehere Metalshows?

Abgesehen von der Metalszene gibt es diese engstirnige Einstellung eigentlich nirgendwo. Fast jeder seriöse Musiker würde es als Qualität sehen, wenn man andere Stilrichtungen ausprobiert, egal ob diese nun populär sind oder nicht.
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#170

Beitrag von Abbath »

26.10.2013, 18:27 » Irenicus hat geschrieben:Abgesehen von der Metalszene gibt es diese engstirnige Einstellung eigentlich nirgendwo. Fast jeder seriöse Musiker würde es als Qualität sehen, wenn man andere Stilrichtungen ausprobiert, egal ob diese nun populär sind oder nicht.
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#171

Beitrag von The Clairvoyant »

Du nervst aber auch unheimlich mit deinem "eingstirnige einstellung im metal". :mad2:
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#172

Beitrag von Chewie »

26.10.2013, 18:27 » Irenicus hat geschrieben:Du kannst jetzt ruhig den Facepalm Smiley posten (was nur zeigt, dass du dich angesprochen fühlst), Chewie, aber genau das ist nichts anderes als dieses Trueness Gehabe. Du nennst es nur anders um seriöser rüberzukommen, nämlich "Integrität". Was soll daran negativ sein, wenn man Musik macht, die gerade populär ist? (solange es kein Kommerzmist ist) Metal war doch in den 80ern auch populär oder warum gab es im TV mehere Metalshows?
mich hat eigentlich nur gewundert dass dieses schwache "True" Argument (was ja kein Argument ist sondern lediglich eine Provokation wenn man kein Argument mehr hat) nicht früher gekommen ist.

und ich hab ja nicht gesagt, dass es negativ ist wenn man sich weiterentwickelt. Für mich ist es aber negativ wenn man das Aufspringen auf einen fahrenden Zug als Weiterentwicklung darstellen will.

ach ja, in den 80ern gabs übrigens nur bei kleinen Sendern TV Shows (auf Tele5 und auf RTL+). Und diese Sender konnte noch nicht mal jeder empfangen. Also diese hypermäßige Popularität des Metal in den 80ern hab ich nicht mitbekommen. Es war eher umgekehrt. Wenn jetzt zu dieser Zeit eine bnd oder ein Solokünstler vom Pop Segment in das Metal segment gewechselt wär, so würdfe ich das genauso sehen wo.
Irenicus hat geschrieben: Abgesehen von der Metalszene gibt es diese engstirnige Einstellung eigentlich nirgendwo. Fast jeder seriöse Musiker würde es als Qualität sehen, wenn man andere Stilrichtungen ausprobiert, egal ob diese nun populär sind oder nicht.
um das beurteilen zu können müsste man sich in ganzen vielen Szenen sehr gut auskennen....

umgekehrt könnte ich ja auch behauten, dass es keine andere Musikszene gibt in der von vielen Open Minded Fans immer wieder eine Intgrität der Musiker zu ihrer Szene und Fans als total negativ dargestellt wird.
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#173

Beitrag von Irenicus »

mich hat eigentlich nur gewundert dass dieses schwache "True" Argument (was ja kein Argument ist sondern lediglich eine Provokation wenn man kein Argument mehr hat) nicht früher gekommen ist.
Das war ja nur ne Frage und du fühltest dich scheinbar angesprochen und hast entsprechend drauf reagiert. War auch nicht als Provokation gemeint, aber wenn du von "auf den Trend aufspringen" redest, dann muss man darauf schließen, weil "Trueness" ja genau dagegen ist.
und ich hab ja nicht gesagt, dass es negativ ist wenn man sich weiterentwickelt. Für mich ist es aber negativ wenn man das Aufspringen auf einen fahrenden Zug als Weiterentwicklung darstellen will.
Ich habe nirgendwo von Weiterentwicklung geredet ;-)

Naja, "hypermäßige" Popularität habe ich nicht gesagt, aber man kann doch nicht abstreiten, dass Metal in den 80ern wesentlich populärer war als in den 90ern und heute. Wenn man heute mit Metaller Outfit irgendwo ankommt, wird man schief angesehen, damals war das doch nichts außergewöhnliches.
um das beurteilen zu können müsste man sich in ganzen vielen Szenen sehr gut auskennen....
Jedenfalls ist es im Metal schon sehr ausgeprägt. Ich habe schon oft mit Fans anderer Musikrichtungen geredet/geschrieben, aber da konnte ich das nie so feststellen. Okay, außer die so genannten "Hipster" bzw. Indie Rock-Fans...
umgekehrt könnte ich ja auch behauten, dass es keine andere Musikszene gibt in der von vielen Open Minded Fans immer wieder eine Intgrität der Musiker zu ihrer Szene und Fans als total negativ dargestellt wird.
Was ist denn ein "Open Minded Fan"? :think:
Integrität ist an sich ne gute Sache, aber nicht wenn man sich dadurch total von anderen Musikrichtungen oder sogar Sub-Genres der eigenen Richtung abgrenzt und diese vorverurteilt. Das finde ich schon sehr negativ.

@The Clairvoyant: Ist nunmal die Wahrheit, soll ich die jetzt beschönigen?
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#174

Beitrag von Chewie »

26.10.2013, 19:15 » Irenicus hat geschrieben:
Naja, "hypermäßige" Popularität habe ich nicht gesagt, aber man kann doch nicht abstreiten, dass Metal in den 80ern wesentlich populärer war als in den 90ern und heute.
als jemand der alle drei Jahrzehnte miterlebt hat muss ich sagen, dass Metal heutzutage wesentlich mehr im Mainstream angekomm ist als in den 80ern.

Man kann es auch gut daran messen wieviel Metal (bzw. Hard Rock) Magazone es zu kaufen in Zeitschriftenläden zu kaufen gibt

damals war es doch nur der Metal Hammer
den Rock Hard gab es erst ab April 1989 in Zeitschriftenläden. Davor gab es das Heft nur in Bahnhofsläden (und davor nur in wenigen Plattenläden)

man sollte auch nicht den riesige Erfolg ( bzw. die Popularität) den 80er Hair Metal Bands in den USA hatten auf Deutschland übertragen.
26.10.2013, 19:15 » Irenicus hat geschrieben:
Wenn man heute mit Metaller Outfit irgendwo ankommt, wird man schief angesehen, damals war das doch nichts außergewöhnliches.
das habe ich aber vollkommen anders erlebt.

Heutzutage ist das nichts mehr aussergewöhnliches (mit den Problem das man sofort auf Wacken angesprochen wird....)


Das die 80er Jahre als goldenes Jahrzehnt für den Metal dargestellt werden trifft imo nur auf die vielen stilprägenden Veröffentlichungen zu. Und damals hatte man auch noch die Zeit die Scheiben ausgiebig zu hören den es kam ja nicht so viel wie heute raus
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#175

Beitrag von Irenicus »

Okay, dann war ich da misinformiert. Du musst es ja schließlich besser wissen. ;-) Aber wenn heute schon die beste Zeit für den Metal sein soll, dann muss es in den 80ern ja fast schlimm gewesen sein. Gab es da z.b. in der Schule oder auf der Arbeit keine anderen Metalheads? Heute jedenfalls nicht, zumindest nicht wo ich wohne. Da hören die meisten entweder Pop, Hip Hop oder Elektrozeugs. Jemanden zu finden, der klassischen Metal oder Hard Rock hört, ist schon fast ein Wunder.
Heutzutage ist das nichts mehr aussergewöhnliches
Naja, außergewöhnlich vielleicht nicht, aber man wird als Metalhead mit entsprechendem Outfit fast überall schief angesehen, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Vor allem auch wegen Wacken und dem Klischee-Metallertyp.

Aber gut, das ändert nichts an meiner Meinung, dass ich nichts daran negativ finde, andere Stilrichtungen auszuprobieren, solange es anständige Musik ist. Und an Industrial Metal oder Alternativ Rock finde ich generell jetzt überhaupt nichts schlimmes. Bei Hair Metal oder Nu Metal könnte ich das schon eher verstehen.
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#176

Beitrag von Stonehenge »

26.10.2013, 19:46 » Irenicus hat geschrieben:Okay, dann war ich da misinformiert. Du musst es ja schließlich besser wissen. ;-) Aber wenn heute schon die beste Zeit für den Metal sein soll, dann muss es in den 80ern ja fast schlimm gewesen sein. Gab es da z.b. in der Schule oder auf der Arbeit keine anderen Metalheads? Heute jedenfalls nicht, zumindest nicht wo ich wohne. Da hören die meisten entweder Pop, Hip Hop oder Elektrozeugs. Jemanden zu finden, der klassischen Metal oder Hard Rock hört, ist schon fast ein Wunder.
Der Informationsfluss ist jedenfalls durch das Internet heutzutage besser. Man kann alles über die Band XY nachlesen...1984 warst du darauf angewiesen, was der Metal Hammer oder das Desaster oder das Rock Power darüber schrieben. Wenn nichts über die Band berichtet wurde, wußtest du von denen auch nichts, denn andere Gazetten gab es nicht. Ich erinnere mich, daß es den Rock Hard beispielsweise vor 1986 in Nürnberg gar nicht zu kaufen gab.

Geh nur mal auf youtube, dort wirst du mit Musikvideos schier erschlagen. Wir mußten das alles selber auf VHS kaufen. Im Fernsehen wurden keine Clips von Iron Maiden oder Motörhead gezeigt.

Eine VHS Videokassette mit einem Livekonzert oder Clips kostete bis Mitte der 80er schon fast 80 bis 100 DM. Das war fast ein Drittel von dem, was man als Lehrling verdiehnte. Es war also bei weitem nicht alles so rosig, wie es vielleicht heute nach über 25 Jahren glorifiziert wird (vor allem wenn es sich um Leute handelt, die damals noch gar nicht geboren waren). Aber man muß sich immer vor Augen halten - wir kannten es auch nicht anders, trotzdem war's eine geile Zeit!
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#177

Beitrag von Quebec-weekend-warrior89 »

Metalfans sind genau wie Popfans eben Fans die gewisse Erwartungen haben und meist nur dann zufrieden sind, wenn diese erfüllt werden, aber einen riesigen Shitstorm starten, wenn dies nicht der Fall ist. Da kommen dann streckenweise hasserfüllte Kommentare, die auch von pubertierenden Mädchen stammen könnten. Streckenweise sind Metalfans sogar noch schlimmer. Am krassesten sind Manowarfans, da habe ich böse Sachen gehört, als ich deren letztes Album verrissen habe (ich bin eine ganz untrve Schwuchtel und bestimmt in Wirklichkeit nur Lady Gaga Fan und so^^)

Aber nehmen wir mal die neue Single "Berzerk" von Eminem (kennt hier wahrscheinlich keiner und das zeigt auch, dass die ganzen Kommentare hier zum Mainstream Unfug sind, weil sich mit dem Mainstream in Wirklichkeit niemand auseinander setzt, sonst würde er oder sie das Stück selbstverständlich schon lange kennen)... es ist ein abgehacktes, aggressives Stück mit vielen technischen Spielereien, produziert von Rick Rubin und eben nicht von Dr. Dre, das etwas Neues ausprobiert (der Metalfan wird aber ganz bestimmt irgendetwas finden, was so ähnlich klingt und sagt dann gerne triumphierend, dass alles immer irgendwo abgekupfert ist und es das ja schon früher gab). Auf manchen aktuellen Stücken singt der Rapper sogar zu Pianoballaden und inspiriert sich bei genrefremden Sachen von Black Sabbath bis hin zu Elton John. Manche Fans begehren auf und wünschen sich die Tage der ersten Marshall Mathers LP zurück oder schwadronieren, dass die besten Rapper wie Tupac und Co. ohnehin alle tot seien und die besten Alben noch aus dem letzten Jahrtausend stammen und dass man sich nicht bei schwulen Popsängern oder uralten Grufties inspirieren soll, aber sehr viele akzeptieren das auch, finden die Neuerungen spannend und es wird dem Erfolg des kommenden Albums wohl gewiss kaum schaden. Die Reaktionen sind gespalten, aber eben nicht einseitig, unter dem Strich letztendlich sogar positiv.

Ein anderes Extrembeispiel ist eben Metallicas "Lulu". Ich könnte auch Morbid Angels "Illud Divinum Insanus" nehmen. Oder sonst irgendein experimentierfreudiges Metalalbum einer bekannten Metalband. Da werden auch komplett neue Dinge ausprobiert. Da jammern die Fans auch und wünschen sich die Tage der "Kill'Em All" zurück oder sabbern sogar so einen Mist wie, dass damals beim Busunfall in Schweden der falsche gestorben sei und mit Cliff Burton ja bestimmt alles anders geworden wäre (ja, klar doch!). Kaum jemand kauft diese Scheiben dann, aber sobald die Bands ihren alten Sachen huldigen, freuen sich die Lämmer streckenweise sogar über sinnlose Kinofilme oder Konzerte in der Antarktis und laufen wieder stolz mit Shirts der Band herum, die sie vor einem Jahr noch verdammt haben. Die Reaktionen sind fast ausnahmslos einseitig.

Wenn ein Rapper mal vom Mainstream weggeht oder etwas Neues ausprobiert, dann wird das meist toleriert, aber die Metalfans brüllen direkt "Kommerz!!!111" und verfallen in "Früher war alles besser!"-Mantras.

Lustig finde ich, dass hier auch fast immer nur dieselben populären Mainstream-Metalsänger genannt werden wie Dickinson, Halford oder Dio, die jeder kennt. Die kennt oft sogar der Normalbürger. Das ist so, als ob Popfans nur Abba, Madonna und Michael Jackson nennen würden. Komischerweise ist das nicht so. Das sagt auch irgendwie vieles.

Viele Fans des Mainstreams sind durchaus bereit auch neueren Ausrichtungen zu folgen. Der Metaller nennt dies dann eben erbost "auf den Trendzug aufspringen". Kaum jemand hat die Erfolge von Grunge, Dubstep, Nu Metal etc. vorher gesehen und doch setzten sie sich durch. Dabei waren Nirvana das absolute Gegenteil von Kommerz, wollten auch nie berühmt werden und niemand konnte ahnen, dass sich diese Band durchsetzen würde. Nur die Metalfans haben die Band ganz wüst beschimpft, weil die ja angeblich ihre ganze Szene kaputt gemacht hat. Selbst einen Namen wie Psy kannte vor zwei Jahren hier keine Sau. Wer hätte gedacht, dass irgendein unbekannter koreanischer Rapper, den erfolgreichsten Videoclip aller Zeiten veröffentlicht und eben nicht eine Lady Gaga oder Rihanna?

Die Neuerungen der Metalszene (Groove Metal, Metalcore und Co.) sind überschaubar und wurden durch die Bank weg von den meisten verdammt und beschimpft, da viele eben nicht offen für Neues waren, ganz im Gegenteil. Noch heute muss man nur einen Thread zu Avenged Sevenfold, Trivium und Co. öffnen und die Reaktionen sind ständig dieselben. Man kann direkt vorhersehen, welche Bands ganz oben in den Charts einsteigen und welche Randgruppen bleiben. Überraschungen oder durchschlagende Erfolge von neueren Künstlern gibt es jedenfalls nicht. Während die Rap-und Popfans eben eine Lady Gaga feiern und als neue Madonna sehen, obwohl sie wissen, dass vieles nachgemacht ist, nölen die Metalfans von vorne herein nur herum "alles nur geklaut" und beklagen sich lautstark ohne diese Künstler wirklich zu kennen.

Während Madonna schon niemand mehr vermisst und Lady Gaga, Rihanna und Co. neue Generationen anziehen, frage ich mich, wie das mit dem Metal enden soll. Was passiert denn, wenn es Iron Maiden und Metallica nicht mehr gibt? Diese Löcher kann niemand füllen, weil kaum jemand jungen Bands eine Chance lässt, obwohl es genügend Talente gibt. Selbst die jüngeren Metalfans hören grösstenteils Musik der Alteingesessenen. Viele machen sich sogar über traditionell ausgerichtete Bands wie Sabaton lustig, die das Zeug zu neuen Superstars hätten und lassen ihnen kaum eine Chance, von etwas andersartigen Metalbands mal ganz zu schweigen. Der Metal wird vielleicht nicht aussterben, aber irgendwann einfach im Stillstand verharren.

Die Reaktion der Pop- und Rapfans finde ich da in flächendeckender Sicht sogar weitaus intelligenter und offener als die der meisten Metalfans, die sich gerne immer als "anders" und "schlau" darstellen, weil sie eben nicht "kommerziell" sind und "auf Trendzüge aufspringen". Zwar muss man seine Meinung nicht wie ein Fähnchen im Wind drehen, aber wer nicht den Mumm hat auch mal umzudenken, der ist noch mehr zu bemitleiden. Es ist ja auch nicht so, als ob die Popfans jetzt auf alles aufspringen, was ihnen so präsentiert wird. DSDS und Co. sind heute kaum mehr relevant und es wird längst nicht alles geschluckt, was clevere Strategen den Fans servieren.

Die vermutlich erbosten Reaktionen auf meinen Beitrag sind in der Hinsicht auch eine Bestätigung dieser These, also schon einmal vielen Dank für die indirekte breite Zustimmung. ;-)
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#178

Beitrag von The Clairvoyant »

Also meine Rangliste der Frontmänner (nicht nur Sänger):

1. Bruce
2. Dio
3. Plant
----------
Gillan, Adams, Hetfield, Blackie, Lindemann, Mustaine, King Diamond, ...
...stehen für mich alle ungefähr auf einer Stufe. Bloß finde ich halt auch, als Frontmann muss man auch andere Qualitäten haben als nur singen. Wobei meine Top 3 da die selbe wäre.

Edit: Nur um mal wieder auf's Thema zu kommen.
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#179

Beitrag von MaidenMetallian »

26.10.2013, 20:06 » Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
Während Madonna schon niemand mehr vermisst und Lady Gaga, Rihanna und Co. neue Generationen anziehen, frage ich mich, wie das mit dem Metal enden soll. Was passiert denn, wenn es Iron Maiden und Metallica nicht mehr gibt? Diese Löcher kann niemand füllen, weil kaum jemand jungen Bands eine Chance lässt, obwohl es genügend Talente gibt. Selbst die jüngeren Metalfans hören grösstenteils Musik der Alteingesessenen. Viele machen sich sogar über traditionell ausgerichtete Bands wie Sabaton lustig, die das Zeug zu neuen Superstars hätten und lassen ihnen kaum eine Chance, von etwas andersartigen Metalbands mal ganz zu schweigen. Der Metal wird vielleicht nicht aussterben, aber irgendwann einfach im Stillstand verharren.
Ich spreche jetzt mal für meine Person:
Was den "Nachwuchs" angeht....da mache ich mir keine Sorgen, da ich schon jetzt gewisse "Bandfrischlinge" unterstütze.
Bei gewissen "alten" Bands wird es auch so langsam Zeit, das Zeitliche zu segnen.
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Re: Der beste Sänger aller Zeiten

#180

Beitrag von Chewie »

lieber QWW89, Du wirst es nicht glauben, aber ich fand und finde Nirvanas Nevermind Scheibe klasse.
Soundgardens Badmotorfinger auch. Pearl Jam hingegegen AA.

dieses hier
Dabei waren Nirvana das absolute Gegenteil von Kommerz, wollten auch nie berühmt werden und niemand konnte ahnen, dass sich diese Band durchsetzen würde. Nur die Metalfans haben die Band ganz wüst beschimpft, weil die ja angeblich ihre ganze Szene kaputt gemacht hat.
ist doch genauso eine Legende wie die Darstellung der goldene 80er
Lustig finde ich, dass hier auch fast immer nur dieselben populären Mainstream-Metalsänger genannt werden

wurden auch andere Sänger genannt, nur geht sowas immer sehr schnell unter


zu Thema Trivium, die liefen letztens auf ZDF Kultur mit ihrem Wacken Auftritt.
Als der Sänger anfing habe ich mir gedacht, dass man Hetfield 1984 von der Bühne geholt hätte hätte der so ein Mäuschenstimmchen gehabt.....
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