U.D.O.

Allgemeines über Metal- & Rockbands, Solokünstler und andere Projekte

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Quebec-weekend-warrior89
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Re: U.D.O.

Beitrag #166 von Quebec-weekend-warrior89 » 17. Sep 2019 22:54

Oftmals hilft die Attitude der Fans auch wirklich nicht. Hier mal ein aktuelles Beispiel: Ich habe vorgestern Sonata Arctica (mit Battle Beast und Kamelot als Headliner) live in Montreal gesehen. Die Band hat acht Lieder gespielt, davon sieben von den letzten drei Alben, die ich allesamt klasse finde. Ich war ungelogen der einzige, der mitgesungen hat und bei den Stucken abgegangen ist. Die meisten sogenannten Fans kannten die Lieder entweder gar nicht oder fanden sie wohl schlecht. Dann hat die Band ein einziges Lied vom ersten Album gespielt und plotzlich wurde gegrohlt und gejohlt als gabe es kein Morgen mehr. Ich finde es klasse, dass Sonata Arctica selbstbewusst auf ihr aktuelles Material setzen und hatte nur auf altere Lieder auch gar keine Lust. Leider ist die Band mit dieser Einstellung und ich als Fan mit dieser Herangehensweise in einer krassen Minderheit :ugly:
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Re: U.D.O.

Beitrag #167 von Chewie » 17. Sep 2019 23:28

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Dennoch mochte ich Alben wie The X=Factor oder Jugulator auch wirklich nicht missen, denn beide gehoren zu meinen absoluten Lieblingsalben der jeweiligen Bands. ;)



In Jugulator muss ich mal wieder reinhören. In der Erinnerung war das für mich eine 50:50 Platte aus der ledglich Ctahedral Spires herausragte. Ansinsten hab ich eine Feedback Orgie ;-) in Erinnerung
Und die Heldverehrung von X Factor konnte ich noch nie verstehen, ganz gute Scheibe für mich, nicht mehr. Sign of the Cross fand ich schon immer öde. sorry .


Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Oftmals hilft die Attitude der Fans auch wirklich nicht. Hier mal ein aktuelles Beispiel: Ich habe vorgestern Sonata Arctica (mit Battle Beast und Kamelot als Headliner) live in Montreal gesehen. Die Band hat acht Lieder gespielt, davon sieben von den letzten drei Alben, die ich allesamt klasse finde. Ich war ungelogen der einzige, der mitgesungen hat und bei den Stucken abgegangen ist. Die meisten sogenannten Fans kannten die Lieder entweder gar nicht oder fanden sie wohl schlecht. Dann hat die Band ein einziges Lied vom ersten Album gespielt und plotzlich wurde gegrohlt und gejohlt als gabe es kein Morgen mehr. Ich finde es klasse, dass Sonata Arctica selbstbewusst auf ihr aktuelles Material setzen und hatte nur auf altere Lieder auch gar keine Lust. Leider ist die Band mit dieser Einstellung und ich als Fan mit dieser Herangehensweise in einer krassen Minderheit :ugly:


in dem Zusammenhang erinnere ich mich an das 25 Jahre Jubiläums Konzert von Doro 2003 in Düsseldorf. Da kam ein Block mit alten Warlock Songs, gespielt mit Originalmitgliedern. Bei "Metal Racer" hatte ich den Eindruck kaum einer kannte den Song, bei den Reaktionen des Publikums.......


Und, den Bogen zum Thema geschwungen, zurück zum Thema. Metal Heart ist ja das letzte überzeugende Accept Album. Ich denke mal hiermit war es das dann mit den Nostalgie Konzerten,
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Re: U.D.O.

Beitrag #168 von rocknrolf » 18. Sep 2019 09:58

Ich verweise mal auf diese recht aktuelle UDO Doku
https://www.youtube.com/watch?v=De4Nfn6BCAg

Aber ganz ehrlich, für mich ist Udo nicht der Sympathieträger. Habe ihn ein paar mal als Privatmann bei Konzerten seines Sohnes getroffen (ist schon 10 Jahre her), da wirkte er immer schlecht gelaunt, wortkarg und arrogant. Vielleicht ist es aber auch sein Wesen und ich tue ihm unrecht.

Live ist das sicherlich anders, finde auch das er auf der Bühne irgendwie überdrüssig wirkt.

Udo hat viel Geld in seiner Scheidung verloren, dazu 2 Wohnsitze und in den 90ern einen CD-Laden pleite gewirtschaftet, da haben aktuell sicherlich auch monetäre Interessen einen wichtigen Grund das maximale aus den Touren zu nehmen. Denke auch das ist der Grund warum die anderen Ur-Members mittlerweile alle ausgestiegen sind und er "billigere" Musiker eingestellt hat, u.A. seinen Sohn, der sicherlich nicht die Gage verlangt wie ein Profi-Drummer mit viel Erfahrung.

Accept war eigentlich immer die Band von Wolf Hoffmann und Peter Baltes, beide haben für 85% des musikalischen Inputs gesorgt und Wolf's Frau hat die Texte geschrieben. Und es gibt wirklich keinen, der Wolf's Gitarrenarbeit wirklich akkurat nachahmen kann, auch wenn die UDO Gitarristen manchmal nah rankommen.
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Re: U.D.O.

Beitrag #169 von chemicalwedding » 18. Sep 2019 20:52

rocknrolf hat geschrieben:Accept war eigentlich immer die Band von Wolf Hoffmann und Peter Baltes, beide haben für 85% des musikalischen Inputs gesorgt und Wolf's Frau hat die Texte geschrieben. Und es gibt wirklich keinen, der Wolf's Gitarrenarbeit wirklich akkurat nachahmen kann, auch wenn die UDO Gitarristen manchmal nah rankommen.


Das ist so, für die Musik waren primär Wolf und Peter verantworltlich und die Texte stammen ab Balls to the Walls hauptsächlich von Wolf's Frau. Sie war auch gleich die Managerin der Band. Wie es in den Anfangstagen war kann ich nicht beurteilen. Auch wenn UDO ausser den gesangsmelodien nicht so viel zum Songwritting beigetragen hat, UDO hat die BAnd mit seiner prägnanten Stimme, seiner Performance und seine Outfit entscheidend mitgeprägt (obwohl ich sehr froh bin, dass er sich heute nicht mehr in den dämlichen Kampfanzug zwängt)

Ich beziehe mich auf die erste spezielle ACCEPT-Tour von UDO im 2016, mit den beiden Gitarristen Andrey Smirnov und Kasperi Heikkinen. Dieses Duo harmonierte meiner Meinung nach bestens. Die beiden konnten Wolf mindestens im Bereich der Riffs sehr gut nachahmen und waren teils fast gleichwertig. Im Bereich der Leads gebe ich zu, konnten sie Wolf nicht ganz das Wasser reichen, machten aber einen super Job. Also wenn ich mir anhöre wie Janick Gers bei Maiden die Adrian Smith Soli versaut, machten die beiden bei Dirkschneider einen nahezu perfekten Job.

Auf dem zweiten Teil der Tour war dann anstelle von Kasperi der Bill Hudgson an der Gitarre. Sicher ein fähiger Gitarrist, passte meiner Meinung nach aber nicht wirklich in die Band. Das fing bei seinem Gitarrenspiel an, welches solide war aber teils nicht sehr nahe am Stil von Wolf war, und hörte bei seinem dämlichen Gepose auf. Er hätte sich manchmal besser ein wenig zurückgehalten. War aber trotzdem eine gute Show.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wolf ist ein Ausnahmegitarrist, speziell im Solieren. Er kann flüssig sehr melodische und auch sehr rhythmische Soli spielen. Trotzdem war das Aushängeschild primär der UDO.

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