Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

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eddie666
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Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #1 von eddie666 » Do 3. Mai 2018, 12:56

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Morten
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #2 von Morten » Do 3. Mai 2018, 14:24

Nicht wirklich eine Überraschung, das hatte sich abgezeichnet.
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chemicalwedding
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #3 von chemicalwedding » Do 3. Mai 2018, 20:59

Morten hat geschrieben:Nicht wirklich eine Überraschung, das hatte sich abgezeichnet.


Hab von den Problemen von Gibson nichts mitbekommen. :eek:
Was waren denn die Anzeichen?
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #4 von Morten » Do 3. Mai 2018, 21:45

Stand mal ein längerer Artikel auf der deutschen Seite des Rolling Stone, der handelte von der Krise der Rockmusik. Es gab auch etliche Videos zu dem Thema auf YouTube. Ausgelöst wurde die Diskussion um die Krise im Rock dadurch, dass Rap 2017 erstmals umsatzstärker war als die althergebrachte Rockmusik. In dem RS-Artikel ging es dann, in Verbindung mit der Krise im Rock, auch um die Probleme bei Gibson und Fender, sowie bei vielen Gitarren-Händlern. Auslöser für die Krise sind der ausbleibende Nachwuchs bei den Gitarristen aufgrund fehlender Vorbilder. Auch wenig hilfreich sind andere populärere Arten seine Freizeit zu gestalten. Auch der Umstand, dass es eben auch viele Vintage-Gitarren auf dem Markt gibt, da ja alte Gitarren, etwa von Verstorbenen, nicht entsorgt werden, sondern eben erhalten bleiben. Eine Gitarre ist halt kein Verbrauchsgut.

Tatsächlich kann ich das Grundproblem nachvollziehen, auch ich sehe momentan keinen zeitgemäßen Act im Rock, der wirklich imstande ist Innovation, die Fähigkeit die aktuellen Lebensumstände der Jugend zu reflektieren und kommerziellen Appell unter einen Hut zu bringen. Die rebellische Attitüde die Rock mal hatte ist entweder passe oder wirkt, wenn sie zur Schau getragen wird, in der heutigen Zeit eher albern. Dass die Jugendlichen schon lange nicht mehr davon träumen Rockstar zu werden, das finde ich nachvollziehbar. Und auch musikalisch und textlich kommt momentan kein Act im Rock an die Qualität eines Kendrick Lamar heran. Zumindest ist mir keiner bekannt.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #5 von Irenicus » Do 3. Mai 2018, 22:07

Morten hat geschrieben:Und auch musikalisch und textlich kommt momentan kein Act im Rock an die Qualität eines Kendrick Lamar heran. Zumindest ist mir keiner bekannt.

:facepalm2: :facepalm2: :facepalm2:
Einer der dämlichsten Kommentare, die ich je gelesen habe. Allein schon wegen dem Vergleich an sich.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #6 von Revelations » Do 3. Mai 2018, 22:09

Kannst du diese Aussage genauer ausführen? Offensichtlich bist du ja anderer Meinung und kannst das sicher auch mit einem Beispiel belegen.

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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #7 von Morten » Do 3. Mai 2018, 22:15

Irenicus hat geschrieben:
Morten hat geschrieben:Und auch musikalisch und textlich kommt momentan kein Act im Rock an die Qualität eines Kendrick Lamar heran. Zumindest ist mir keiner bekannt.

:facepalm2: :facepalm2: :facepalm2:
Einer der dämlichsten Kommentare, die ich je gelesen habe. Allein schon wegen dem Vergleich an sich.



nein ist er nicht, dass sich die Genres nicht vergleichen lassen ist klar. Ich wollte nur zeigen, dass es im kommerziell führenden Genre eben gelingt künstlerisch innovative, textlich relevante und kommerziell erfolgreiche Musik zu produzieren, und das schafft im Rock momentan halt kein Act. So stand das aber auch oben in meinem Post.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #8 von Morten » Do 3. Mai 2018, 22:17

Revelations hat geschrieben:Kannst du diese Aussage genauer ausführen? Offensichtlich bist du ja anderer Meinung und kannst das sicher auch mit einem Beispiel belegen.

Ist kein Angriff, sondern reine Neugier von meiner Seite.


sorry falls meine Nachfrage jetzt blöd ist, aber meintest du jetzt mich? Und wenn ja, welche Aussage meintest du genau?
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #9 von Irenicus » Do 3. Mai 2018, 22:38

Ich brauche kein Beispiel nennen, weil es schon prinzipiell völlig banane ist, Künstler zweier komplett verschiedener Musikrichtungen, egal auf welcher Basis, zu vergleichen. Ob nun Rock und Rap, Country und Techno oder was weiß ich... Letztlich stellt man damit lediglich, auf scheinbar objektive Weise, seine musikalische Vorliebe zur Schau, wie so oft bei musikalischen Diskussionen, die dann natürlich zu nichts führen...
Morten, erstens Mal ist es deine subjektive Meinung und kein Fakt, so wie immer bei Musik. Genauso ist es völlig subjektiv, was nun "künstlerisch innovativ" oder "textlich relevant" ist. Ich erkenne an diesem Rapper weder das eine noch das andere. Aber wie gesagt, der Vergleich an sich ist schon so unsinnig, dass man gar nicht ins Detail gehen muss. An sich Musik zu vergleichen und qualitativ in irgendeiner Weise einzustufen, selbst im gleichen Genre, ist ja schon fragwürdig genug, aber das ist dann wirklich nur noch Äpfel & Birnen.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #10 von Revelations » Do 3. Mai 2018, 22:59

Nein Morten du warst nicht gmeeint
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #11 von Morten » Do 3. Mai 2018, 23:01

Zunächst mal, es geht hier nicht um meinen Geschmack, der steht hier gar nicht zur Debatte. Ich bin da unparteiisch. Meine Plattensammlung ist stilistisch breit gefächert. Und was Musik kommerziell reißt, dass interessiert mich beim Anhören ohnehin nicht. Aber zu deiner Argumentation:

Natürlich kann man Innovation benennen, ist ja ein klar definierter Begriff. Innovativ ist was es vorher so nicht gab. Und welches Genre wie erfolgreich ist und bei welchem Publikum, das ist ebenfalls einwandfrei dokumentiert. Was textlich relevant ist, das ist in der Tat schwerer zu greifen, aber wie viele kommerziell erfolgreiche Bands die man grob dem Rock zuordnen kann kennst du, die es aktuell schaffen das was junge Menschen heute umtreibt in kluge, poetische Worte zu fassen? Die Acts die so etwas versuchen sind entweder schon ewig dabei und erreichen nurmehr ein primär stark angejahrtes Publikum (wie mich) oder musizieren für die Nische.

Ich muss hier nicht zwingend richtig liegen, klar, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aber dann muss halt mehr kommen als derart trotzige Postings die nur ausdrücken, dass du über das Thema eh nicht diskutieren möchtest. Wenn dem so ist, dann lass es halt und gut ist.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #12 von Morten » Do 3. Mai 2018, 23:13

Ganz allgemein zur Beurteilung der Qualität von Musik,

natürlich gibt es den subjektiven Geschmack, und der ist nicht diskutabel. Das ist klar.

Es ist aber ebenso klar, dass es eben auch, wie auch bei Malerei, Film usw. objektive Kriterien gibt die man zur Beurteilung von Musik heranziehen kann. Wenn man immer alles ausschließlich auf den persönlichen Geschmack reduziert, dann gibt es halt auch keinerlei Grundlage für Diskussionen.

Es geht hier, nur um das noch mal ganz unmissverständlich zu sagen, nicht darum, dass die eine Musikrichtung dir oder mir besser gefällt, sondern schon um Dinge die man ganz nüchtern und objektiv feststellen kann. Und dass im Rap (oder in der elektronischen Musik) in den letzten Jahren mehr innovatives passiert ist als im Rock, der sich, zumindest bei den Acts die auch in der breiten Öffentlichkeit bekannt sind, seit Jahren mehr oder weniger um die eigene Achse dreht, das kann man ja sehen und hören. Dass das nicht immer so war und nicht immer so bleiben muss, das bestreite ich nicht. Und wie schon erwähnt, nenne mir (ein) Gegenbeispiel(e) und ich gebe zu, dass ich mich geirrt habe. Ich will mich da nicht zum Experten hochjazzen.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #13 von Irenicus » Do 3. Mai 2018, 23:27

Man kann vielleicht Innovation in Bezug auf Wissenschaft, Technik & Co. definieren, aber in Bezug auf Musik wird es sehr schwer. Da ist fast alles schon mal irgendwie dagewesen in leicht veränderter Form. Ich weiß nicht, wie oft ich schon gelesen habe (auch hier im Forum), dass der und der Künstler bzw. Band doch so innovativ wäre, aber letztendlich stellt es sich meist als etwas wiederaufgewärmtes oder simples Crossover heraus. Dann müsste man erstmal darüber philosophieren, was relevante Themen sind. Das was junge Menschen denken? Welche Zielgruppe? Welche Bevölkerungsschicht? Warum nur junge Menschen? etc. "kluge, poetische Worte" ist auch wieder so eine sehr subjektive Umschreibung. Was für den einen poetisch ist, ist für den anderen Schund. Ich habe kein Problem mit dem Rest deines ursprünglichen Beitrages, aber du solltest halt einsehen, dass dieser Vergleich in keinster Weise Sinn macht. Und ich würde natürlich genauso reagieren, wenn jemand sagen würde "Es gibt keinen Act im Genre X der an Iron Maiden heranreichen kann" Das sind einfach pauschale, alberne, Schulhof-Vergleiche, mehr nicht...

Aber dann muss halt mehr kommen als derart trotzige Postings

Das erwartet jemand mit derart albernen Behauptungen, sehr schön. Wie es in den Wald schreit... ;)

Edit:
Es ist aber ebenso klar, dass es eben auch, wie auch bei Malerei, Film usw. objektive Kriterien gibt die man zur Beurteilung von Musik heranziehen kann.

Eigentlich ist das gar nicht so klar. Die technischen Aspekte lassen sich vielleicht objektiv kritisieren, aber nicht die rein künstlerischen. Und darüber wird oft genug gestritten. Da mögen gewisse Werke technische in vielerlei Hinsicht schlecht sein, aber werden dennoch künstlerisch als Großwerke eingestuft.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #14 von Morten » Do 3. Mai 2018, 23:45

Welchen Trend gab es denn in den letzten Jahren im Rock? Der große Trend war Trap Music, im Rock gab es nichts was ansatzweise vergleichbar wäre.

Und warum die Jugend? Genau darum ging es doch. Dass die alten Hörer ihre Gewohnheiten nicht mehr ablegen und (je nach Generation) noch AC/DC , die Stones, Maiden, Nirvana, System of a Down oder was auch immer hören werden wenn sie mit 85 im Schaukelstuhl sitzen ist ja unbestritten. Es ging aber um das fehlende Interesse der Jungen als einer der Auslöser für die Krise bei den Gitarren-Herstellern.

Ansonsten gilt für Texte exakt das was ich auch über Filme etc. schrieb; natürlich gibt es objektive Kriterien für die Beurteilung sprachlicher Qualitäten. Wie ich oben schon schrieb, über das Empfinden, die Wahrnehmung kann man geteilter Meinung sein, über andere Aspekte meist eher weniger. Und ohne diese anzuerkennen gibt es eben keine Grundlage für eine Diskussion. Ich habe aber keine Lust dir jetzt noch zehn Mal zu erklären was der Unterschied zwischen objektiven Kriterien und subjektivem Empfinden ist. Meiner Erfahrung nach ist eine Diskussion mit Menschen die diese einfache Unterscheidung schon grundsätzlich nicht sehen absolut nicht zielführend. Daher bin ich, wenn nichts substanzielleres mehr kommt als ein etwas ausführlicher breitgetretenes "alles Geschmackssache" hier raus. Ansonsten lesen wir uns morgen, gute Nacht.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #15 von Morten » Do 3. Mai 2018, 23:50

Eine Frage dann doch noch, welches objektiv grottige Werk wir denn als Meisterwerk betrachtet? Wenn man die Trash-Perlen mal außen vor lässt versteht sich.

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