The X Factor

Moderatoren: Tillmann, Phantom

Welcher ist der beste Song?

Sign of the Cross
48
56%
Lord of the Flies
10
12%
Man on the Edge
6
7%
Fortunes of War
4
5%
Look for the Truth
2
2%
The Aftermath
1
1%
Judgement of Heaven
3
4%
Blood on the World's Hands
6
7%
The Edge of Darkness
4
5%
2 A.M.
1
1%
The Unbeliever
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 85
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Quebec-weekend-warrior89
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Re: The X Factor

Beitrag #301 von Quebec-weekend-warrior89 » 17. Mai 2020 01:13

Ich kann dir versichern, dass ich mir das Gehörte nicht schön rede, sondern wirklich schön finde und dies auch schon immer der Fall war ;)

Steve Harris wollte damals nicht einfach einen Bruce-Dickinson-Klon haben und war sich sicherlich bewusst, dass die Band mit einem ganz unterschiedlichen Sänger höchstwahrscheinlich nicht den herausragenden kommerziellen Erfolg eines Albums wie beispielsweise zuletzt Fear of the Dark wiederholen könnte. Von den Texten her ist The X Factor vermutlich Steve Harris persönlichstes Album. Es wurde hier ja vielfach erwähnt, dass er eine schwierige Scheidung hinter sich hatte und auch seine Band nach den Abgängen Dickinsons und zuvor Smiths vor einer ungewissen Zukunft stand. Diesen Druck und diesen Frust hat er in dieses Album übertragen und ich glaube, dass der kommerzielle Erfolg ihm in diesem Moment nicht sonderlich wichtig war. Diese Einstellung kann man sich natürlich auch erlauben, wenn man in so jungen Jahren schon Millionär ist ;)

Die Tatsache, dass es später die sogenannte Reunion gab, hat verschiedene Gründe. Die Fans haben streckenweise richtig negativ auf das neue Material von Virtual XI reagiert. Auch in der Band gab es mehr und mehr kritische Stimmen. Zumal hatten sich Bruce Dickinson und Adrian Smith zusammen getan und streckenweise Material geschrieben, das deutlich Richtung Iron Maiden ging. Die Situation war 1998/1999 eben eine ganz andere als noch 1994/1995. So haben die einstmals auseinander gelebten Parteien wieder zusammen gefunden, was auch völlig in Ordnung ist.

Für mich sind Aussagen wie ''Für mich sind Iron Maiden in dieser Phase nicht Iron Maiden'' ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar. Selbstverständlich darfst du das Album mittelmässig oder schwach finden, gar keine Frage. Eine Band aber auf den Sänger zu reduzieren, finde ich bedenklich, es sei denn, der Sänger hat die Band gegründet und ist Hauptsongwriter. Bruce Dickinson war weder von Anfang an dabei, noch je der Hauptsongwriter. Wenn man Iron Maiden krampfhaft auf eine Person reduzieren möchte, kann man dies nur auf Gründer und Hauptsongwriter Steve Harris beziehen. Und wie gesagt, The X Factor war vermutlich sein persönlichstes Album. Ich habe bei solchen Aussagen manchmal den Eindruck, dass diese Leute explizit Fans von Bruce Dickinson sind, aber nicht unbedingt von Iron Maiden.
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Re: The X Factor

Beitrag #302 von rocknrolf » 17. Mai 2020 13:52

Bruce Dickinson ist die Stimme von Iron Maiden, dass ist halt einfach auch so, weil er in der erfolgreichsten Zeit der Band seine Stimme gegeben hat. Jeder Nachfolger von Bruce, hypothetisch gesehen z.B. wie ein Michael Kiske, hätten sich mit Bruce messen müssen, auch wenn diese technisch ebenbürtig sind.
Ich denke aber ein Sänger mit einer technisch guten Stimme, wie Z.b. ein Kiske, hätte es leichter gehabt, vor allem da hier die Klassiker besser geklungen hätten. Aber ich bin mir sicher, das auch dann nach Jahren immer noch Bruce als der "einzig Wahre" gegolten hätte.

Ein Sänger hat die Stimme, aber auch eine Persönlichkeit und damit ein Stage Agting. Bruce reißt die Fans mit, hat tolle Live Auftritte und kann spontan agieren, es ist ein großartiger Frontman und intelligenter Mensch.

Blaze stand bei der X-Factour meist nur in der Mitte der Bühne und hat sich kaum bewegt und hatte diese gebückte Haltung. Er konnte die Fans kaum mitreißen und wirkte für mich wie ein Fremdkörper. Dazu war sein Outfit teils grenzwertig (wie auch bei Bruce manchmal :) ), ich rede da von einer mega engen Jeans Hose und einem hautengen Hemd, aus dem streckenweise die Wampe quoll und dazu diese nassen Haare. Für mich wirkte das streckenweise wie eine Iron Maiden Coverband. Blaze mag ein netter Kerl sein, doch wirkt er für mich wie ein ein "Bauarbeiter" im Vergleich zu Bruce. Ich weiß das äußere ist bei einer Band zweitrangig, aber wenn man zu einem Konzert geht, achtet man trotzdem drauf.

Nicht das ich was gegen Balze persönlich habe, das soll hier nicht so rüber kommen. Ich habe Blaze vor vielen Jahren bei einer seiner Solo Tourneen besucht und finde viele seine Solo Werke auch toll, vor allem Sillicon Messiah. Ich mag auch seine Fan-Nähe, das er z.B. nach Gigs ins Publikum kommt und Autogramme gibt oder ein paar Geschichten erzählt. Er wirkt da wie der Typ von nebenan. Sowas würde bei Maiden schon alleine wegen der Popularität nie passieren, auch wenn die Jungs es gerne machen würden.
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Re: The X Factor

Beitrag #303 von Quebec-weekend-warrior89 » 18. Mai 2020 03:19

Live magst du da recht haben. Ich habe Iron Maiden wie gesagt nie mit Blaze Bayley live sehen können. Blaze Bayley selbst habe ich selbst bereits mehrfach live gesehen und da war er alles Andere als statisch und hat physisch und verbal mit den Fans interagiert. Auch vor kleinem Publikum hat er ganz offensichtlich sein allerbestes gegeben. Dass der Herr korpulent ist und auf der Bühne stark schwitzt, ist mir persönlich völlig egal.

Was das Album an und für sich angeht, kann ich die negativen Reaktionen streckenweise aber nicht nachvollziehen. Das Album hat alle Trademarks von Iron Maiden: tolle Bassläufe, energisches Schlagzeugspiel, starke Gitarrensoli, intellektuelle und emotionale Texte sowie jede Menge Atmosphäre. Dennoch geht das Album nicht auf Nummer sicher und ist gewiss kein Abklatsch der vorhergegangenen Klassiker. Es hat auf Grund seiner düsteren Grundstimmung sogar eine bis dahin ganz eigene Note.

Wenn man also fünf oder sechs Komponenten hat, die ma an der Band schon immer geschätzt hat und lediglich den Gesang nicht genial findet, kommt unter dem Strich immer noch ein gutes bis sehr gutes Album heraus.
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Re: The X Factor

Beitrag #304 von bratmann » 18. Mai 2020 19:47

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:Was das Album an und für sich angeht, kann ich die negativen Reaktionen streckenweise aber nicht nachvollziehen. Das Album hat alle Trademarks von Iron Maiden: tolle Bassläufe, energisches Schlagzeugspiel, starke Gitarrensoli, intellektuelle und emotionale Texte sowie jede Menge Atmosphäre. Dennoch geht das Album nicht auf Nummer sicher und ist gewiss kein Abklatsch der vorhergegangenen Klassiker. Es hat auf Grund seiner düsteren Grundstimmung sogar eine bis dahin ganz eigene Note.

Wenn man also fünf oder sechs Komponenten hat, die ma an der Band schon immer geschätzt hat und lediglich den Gesang nicht genial findet, kommt unter dem Strich immer noch ein gutes bis sehr gutes Album heraus.


Genau das!
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Re: The X Factor

Beitrag #305 von Fayelander » 19. Mai 2020 15:34

Quebec-weekend-warrior89 hat geschrieben:
Was das Album an und für sich angeht, kann ich die negativen Reaktionen streckenweise aber nicht nachvollziehen. Das Album hat alle Trademarks von Iron Maiden: tolle Bassläufe, energisches Schlagzeugspiel, starke Gitarrensoli, intellektuelle und emotionale Texte sowie jede Menge Atmosphäre. Dennoch geht das Album nicht auf Nummer sicher und ist gewiss kein Abklatsch der vorhergegangenen Klassiker. Es hat auf Grund seiner düsteren Grundstimmung sogar eine bis dahin ganz eigene Note.

Wenn man also fünf oder sechs Komponenten hat, die ma an der Band schon immer geschätzt hat und lediglich den Gesang nicht genial findet, kommt unter dem Strich immer noch ein gutes bis sehr gutes Album heraus.


Das sehe ich zu 100% wie du!
Habe mir die letzte Zeit beide Bayley Alben sehr oft angehört und finde sie nach wie vor sehr geil.
Habe mich weiter durch meine verpassten Alben gehört und bin gerade bei TFF angekommen. Da war ich schon ziemlich enttäuscht! Dazu aber demnächst im richtigen TFF Thread.

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