CaptainMorgans Plattenthread

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CaptainMorgans Plattenthread

Beitrag #1 von CaptainMorgan » 14. Dez 2019 00:33

Ich hoffe es ist okay wenn ich in diesem Unterforum einen "Plattenthread" aufmache. Hier möchte ich meine Gedanken, Gefühle und Kritik bzw. Lob zu Alben loszuwerden die sich in meinem Plattenschrank befinden und ab und zu hier zu posten. Dabei ist das musikalische Spektrum - so wie mein Geschmack - breit gefächert.

Eure Gedanken, Kritik, Gefühle etc. dazu sind natürlich willkommen und explizit erwünscht, wäre super wenn sich hier und da eine Gelegenheit zum Austausch und/oder Fachsimpeln ergeben würde. :)
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Re: CaptainMorgans Plattenthread

Beitrag #2 von CaptainMorgan » 14. Dez 2019 00:35

Und los geht's:

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Amon Amarth - Deceiver of the Gods (2013)

Sicher, man kann das Wikinger-Gedöns von AMON AMARTH albern und limitiert finden, das ändert aber nichts daran dass die Schweden ordentlich Dampf unterm Kessel haben. Manche werden vielleicht den rohen, ungeschliffenen Anfangstagen hinterhertrauern, aber seien wir ehrlich: Eigentlich war die Entwicklung - vor allem klangtechnisch - nur konsequent. Dadurch klingt alles etwas transparenter und klarer und nicht mehr so matschig wie zu seligen "Once sent from the golden Hall"-Zeiten. Zudem bauen die Herren immer mehr melodiöse Elemente und harmonische Bögen in das Geballer mit ein. Und so bekommt man auf "Deceiver of the Gods" den gewohnten Vorschlaghammer (äh, pardon, ich meinte natürlich Thorshammer) auf den Schädel gebrettert. Und wenn man sich an die etwas melodiösere Ausrichtung gewöhnt hat beginnt man das, was einem dargeboten wird, auch zu schätzen. Und da ist es wirklich wurscht ob man nun den hymnischen Titeltrack (samt hammermäßigen Refrain), den schnellen Stirnabfräser "Blood Eagle" (samt wirklich einprägsamen Killerriff) oder "Father of the Wolf" nimmt. Nach ein paar Takten reckt sich die Faust fast wie von selbst in die Luft (insofern sie nicht sowieso längst ein Trinkhorn voller Met in der Hand hält). Achja, wirklich gut sind noch "Coming of the Tide" (der Name ist Programm) und "Hel", das durch ein simples (aber megaeffektives) Grundriff im Midtempo und Messiah Marcolins Gestvocals gefällt. Wen das immer noch nicht überzeugt kann ja gerne mal "As Loke falls" oder das abschließende Epos "Warriors of the North" austesten. Wer spätestens hier nicht mit einer (natürlich gedanklich) gezückten Axt durch das Wohnzimmer rennt und die lange Mähne rotieren lässt sollte von den "modernen" AMON AMARTH die Finger lassen.

4 empfehlenswerte Songs:

Deceiver of the Gods
Warriors of the North
Blood Eagle
As Loke falls
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Re: CaptainMorgans Plattenthread

Beitrag #3 von CaptainMorgan » 14. Dez 2019 23:51

Als nächstes hole ich mir im Höllenfeuer einen Hörsturz und seziere "Louder than Hell" von MANOWAR.
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Re: CaptainMorgans Plattenthread

Beitrag #4 von CaptainMorgan » 16. Dez 2019 11:40

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Manowar - Louder than Hell (1996)

Ich denke man braucht nicht zu diskutieren dass die Lederunterhosenträger von MANOWAR die Szene - vor allem in den 80ern - vollauf geprägt haben. Ich selbst bin seit Anfang meiner "Metalzeit" treuer Anhänger der selbsternannten Metalkönige und kann auch heute, viele Jahre später, immer noch nicht genug von der Musik der Truppe bekommen. Das Image und das Auftreten der Band kann man durchaus blöd finden und auch kritisieren, die Songs und Alben von MANOWAR sind und bleiben etwas besonderes. Da bildet auch "Louder than Hell" keine Ausnahme. Das Album ist sozusagen der Gegenpart den Vorgängers, denn hier wird schörkellos und ohne große Umschweife darauf losgerockt. Den Anfang macht "Return of the Warlord", das mit Adams einfach anbetungswürdigem Gesang sofort gefangen nimmt und dessen Text man sofort mitgröhlen kann. Das setzt sich im Laufe des Album fort, Songs wie die Hymne "Brothers of Metal", der im Midtempo sämtliche Nacken brechende "The Gods made Heavy Metal" oder "Number 1" bleiben einem, erst einmal gehört, immer im Gehörgang und lösen unbändige Begeisterung aus. Etwas ungewöhnlich im Albumkontext ist "King", das etwas erhaben beginnt und sich plötzlich in eine absolute geile Metalnummer verwandelt, samt sofort einprägsamen Chorus. "Outlaw" hingegen ist eine schnelle Ode an den Western und der Rausschmeißer "The Power" räumt nochmal alles ab. Dazwischen gibt es mit "Courage" eine nette Ballade, wenn auch MANOWAR so etwas schon besser hinbekommen haben. Wer allerdings eine MANOWAR-tyisches, getragenes Epos wie etwa "Gates of Valhalla", "Defender" oder meinetwegen "Mountains" sucht der wird bitter enttäuscht, den sowas gibt es auf "Louder than Hell" nicht. Dafür lieferten die Jungs mit "Louder than Hell" eine saustarke Platte ab die trotz der kompositorischen Einfachheit einfach nur Bock macht.

4 empfehlenwerte Songs:

King
The Gods made Heavy Metal
Brothers of Metal
The Power
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Re: CaptainMorgans Plattenthread

Beitrag #5 von CaptainMorgan » 16. Dez 2019 22:32

Wenn ihr Wünsche, Kritik, etc. bzgl. des Threads habt dann habt keine Scheu und teilt es mir bitte mit. Für konstruktive Kritik bin ich immer dankbar.

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