Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #16 von Irenicus » Fr 4. Mai 2018, 12:43

Den Unterschied zwischen zwischen objektiven Kritierien und subjektivem Empfinden scheinst du offensichtlich nicht zu kennen. Lustig, dass du mir das nun unterstellst und mich auch noch indirekt als dumm bezeichnest, weil ich dir nicht zustimme. Mit so jemandem hab ich es wirklich nicht nötig weiter zu diskutieren.

Eine Frage dann doch noch, welches objektiv grottige Werk wir denn als Meisterwerk betrachtet?

Da kann ich selbst Beispiele aus der Klassik nennen. Beethoven's Neunte Symphonie wurde seiner Zeit von anderen Komponisten verrissen und hat "objektiv" keinen guten Gesangslinien, aber es wurde bekanntlich zu einem der berühmtesten und höchstgeschätzten Musikstücke aller Zeiten und heute stellt es niemand mehr in Frage. Oder wenn wir mal bei Iron Maiden gucken: Das Debütalbum ist objektiv schlecht aufgenommen und eingespielt, aber war ein voller Erfolg und wurde zum Klassiker. Da könnte man noch viele Beispiele nennen.

Jugend und diesbezüglich textliche Relevanz ist wie gesagt viel zu pauschalisiert. Es gibt immer noch mehr als genug Rockfans, die sicherlich auch die Texte für sich als relevant sehen. Genauso gibt es mehr als genug Leute, die solche Rap-Texte eher für Schund halten. Und definiere mal bitte "klug und poetisch"... ab wann ist ein Text klug? oder wie muss er geschrieben sein, dass er als poetisch bezeichnet werden kann? Seh halt ein, dass es viel zu subjektiv ist und kaum bis gar nicht objektiv in irgendeiner Weise festgelegt werden kann. So open-minded wie du tust, solltest du das längst realisiert haben...

Damit klinke ich mich auch aus.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #17 von Elandiar » Fr 4. Mai 2018, 13:44

Schade das ganze.

Ich würde schon auch zustimmen, dass es wirklich lange her ist, dass irgendwas im Bereich des Rock wirklich getrendet hat und von größerer Relevanz war. Naürlich gibt es nach wie vor große Acts, die auch kommerziell erfolgreich sind. Aber es kommt eben nicht viel neues nach - insbesondere nichts, das in den Mainstream ausstrahlt.

Dass das auch Auswirkungen auf den Absatz von E-Gitarren hat, würde ich nicht ausschließen. Aber keine Ahnung in wie weit das nun einzelne Marken betrifft (evtl. auch wegen Missmanagement und schlechten Entscheidungen) oder wirklich ein strukturelles Problem darstellt.

Ich gehe auch davon aus, dass Gibson die Geschichte überleben wird - dafür ist die Marke einfach zu mächtig. (Für mich neben Fender so die klassische Marke schlechthin) Irgendein Investor wird sich schon finden.
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Re: Gibson: Gitarrenbauer ist insolvent

Beitrag #18 von Morten » Fr 4. Mai 2018, 14:34

Wer gleich im ersten Post hier was vom "dümmsten Beitrag" schreibt, der braucht sich nicht zu wundern wenn der Ton ihm gegenüber nicht der freundlichste ist. Ansonsten scheinst du einige ganz elementare Dinge in meinem Beitrag nicht verstanden zu haben, oder du ignorierst sie einfach. Wie etwa, dass es bei diesem Thema speziell um die Wirkung auf die Jugend geht. Desweiteren, dass es immer um "den statistischen" Jugendlichen geht, ich schrieb ja schon von den Absatzzahlen und wer statistisch welches Genre, welche Künstler hört, kauft, streamt. Das ist bei solchen Diskussionen ja auch unumgänglich. Ansonsten könnte ich auch argumentieren, dass ich einen 15jährigen kenne der nur Hansi Hinterschinkem hört, und daraus die Argumentation ableiten, dass Jugendliche gerne dessen Musik hören. Wäre total dämlich, oder? Man muss sich bei dieser Diskussion schon ein bisschen am Durchschnitt orientieren, und auch beim Thema (fehlendes Interesse der Jugend am Rock als (eine) Ursache der Krise der Gitarren-Hersteller )bleiben, sonst wird es albern. Für mich ist das keine Glaubensfrage, mir ist es grundsätzlich wurscht ob ich recht habe, aber Ende 2017 Anfang 2018 waren Zahlen die besagten, dass die Jungen immer weniger Interesse an Rock haben überall zu lesen. Wenn du das widerlegst, dann gut, ansonsten schreibst du am Thema vorbei.

Zu deinen Beispielen für subjektive Qualität. Zu Beethoven kann ich nicht viel sagen, aber deine Argumentation bezüglich Maiden ist Quatsch. Das Album hat sehr wohl objektive Qualitäten, auch wenn z.B. der Sound nicht gut ist. Das Album wird geschätzt obwohl es einen mäßigen Klang hat, nicht deswegen. Das ist der entscheidende Punkt.

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